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Ausstellung über das Vulgäre : Die vielen Freuden des „too much“

Das Vulgäre als Aufstand des Sinnlichen gegen die Ästhetik der Entsagung: Ein goldener Lamborghini auf dem Kurfürstendamm Bild: Jens Gyarmaty

Eine Londoner Ausstellung über Mode fragt, warum uns das Vulgäre so abschreckt und so begeistert – und liefert einen Schlüssel zu dem, was gerade alles passiert.

          9 Min.

          Eigentlich ist dies nur eine schöne, kluge Ausstellung über Mode. Es geht um Kleider, die dadurch auffallen, dass sie zu eng, zu breit, zu schrill, zu geschmacklos sind, dass sie in den herrschenden Konsens der schmalgeschnittenen, beigen und grauen und reinen und feinen und blutleeren und unterkühlten Formen hineinplatzen wie die Farbbomben aus einem Paintball-Gewehr. Falsche Fingernägel, übergroße Vuitton-Symbole, falsche Haare, zu weit Ausgeschnittenes, zu Goldenes, zu viel Muskeln: Es geht um das, was man „vulgär“ nennt. Aber jetzt geraten die Kuratoren, der Psychoanalytiker Adam Phillips und seine Co-Kuratorin Judith Clark, mit ihrer Ausstellung, die lange vor Trump und vor dem Brexit geplant war, und mit ihrem Versuch einer Rettung des Vulgären in ein politisch-kulturelles Erdbeben hinein.

          Niklas Maak

          Redakteur im Feuilleton.

          Aber muss das Vulgäre wirklich gerettet, neu definiert werden, hat es nicht gerade alle Wahlen gewonnen, ist es nicht eh schon überall?

          Dass die Londoner Ausstellung eine solche Beachtung findet, dass man in ihr den Schlüssel zum Durchmarsch des Vulgären sucht, liegt vielleicht nicht nur daran, dass Amerika gerade gegen alle Wahrscheinlichkeit seinen größten Selbstvergolder zum Präsidenten gewählt hat, sondern auch an ein paar anderen Ritualen, die sich die Leute aus den Rostgürteln der großen Städte als Überraschung für das Establishment ausgedacht haben.

          So viel Vergnügen

          Als der Abgeordnete Tim Eustace mit seinem Elektroauto auf die New Jersey Turnpike fuhr, donnerte plötzlich ein Monster-Truck an ihm vorbei, wenig später war Eustace in einer schwarzen Rußwolke verschwunden. Man nennt das „Rolling Coal“; viele Fahrer amerikanischer Trucks lassen ihre Motoren so manipulieren, dass sie auf Knopfdruck aus den Auspuffrohren riesige Rußfahnen in die Luft schießen und den Hintermann komplett einrußen können, was sie besonders gern bei Hybridautos tun. Auf Antrag von Eustace wurde „Rolling Coal“ in New Jersey für illegal erklärt, in Colorado scheiterte eine solche Verordnung am Widerstand der Abgeordneten: Dreck in die Luft blasen gilt da nicht als vulgär, sondern als möglicher Ausdruck der Pursuit of Happiness.

          Es ist zu einfach – das ist das Argument dieser Ausstellung –, alles, was man als vulgär bezeichnet, als Ausdruck der Verrohung und einer ungehemmten, gewalttätigen Freude an der Erniedrigung der anderen durch die Zurschaustellung seiner Überlegenheit, Kraft oder seines Wohlstands zu verurteilen. Erniedrigt der mit goldener Spiegelfolie beklebte Rolls-Royce, den der erfolgreiche Rapper in der Bronx parkt, die dortigen Armen – oder wirkt er nicht eher wie ein Beutestück, das die Armen den Eliten entwenden konnten und sich angeeignet haben? Und sind wir wirklich nur angeekelt von Vulgären? Das Problem ist, schreiben Phillips und Clark, dass uns das Vulgäre „so much pleasure“, so viel Vergnügen macht.

          Das Vulgäre als Karikatur des guten Geschmacks

          Aber warum?

          Das Vulgäre kommt vom lateinischen Vulgus – das einfache Volk – und von volgare, dem Öffentlichmachen. Es geht um das aufdringliche Zurschaustellen von Reichtum, Muskeln, Brüsten, Lautstärke, wie es einer sich als zivilisiert empfindenden Zurückhaltung widerspricht.

          Lustigerweise bezeichnet „vulgus“ ursprünglich auch das Einfache und Schlichte – also genau das, was das Vulgäre nicht ist.

          Was ist also die seltsame innere Beziehung, die das Schlichte und den strassbesetzten Exhibitionismus des Vulgären verbindet?

          Der scheinbare Widerspruch lässt sich erklären, wenn man sieht, dass die Geschmackselite in dem Moment, da das Goldene und Außergewöhnliche, mit dem sie sich einst von den einfachen Leuten abgrenzte, diesen zugänglich wurde, in eine hochartifizielle Ästhetik des Einfachen und Asketischen auswich: Wenn alle Käfer fahren, fährt die Elite Mercedes. Wenn jeder Arbeiter sich einen Mercedes leisten kann, nimmt die Elite ein Elektroauto. Wenn die Massen das Mittelmeer stürmen, gilt braun werden in Palma de Mallorca als vulgär, die Elite verbringt ihre Sommer in Holzhütten in den Bergen.

          Die Kuratoren definieren das Vulgäre als den Versuch, „als etwas oder jemand zu erscheinen, was man nicht ist“, der vulgäre Mensch zeige „Ambitionen, an den Freuden der Privilegiertheit teilzunehmen“.

          Sowohl Feind als auch Fan des Privilegierten

          Das würde allerdings auch über Mimikry funktionieren, über eine Anpassung an den herrschenden Geschmack. Das Vulgäre aber fordert diesen ja offen heraus. Wer vor dem Clubhaus des Golfplatzes einen goldenen Lamborghini zwischen die schwarzen SUVs der Bourgeoisie parkt, bohrt auch einen großen Stinkefinger in den grünen Rasen. Das Vulgäre sagt: Ich habe es nicht nötig, mich euch anzupassen. Das Vulgäre pfeift auf das Ausschließliche und Ausschließende des guten Geschmacks. Es will die Freuden der Prasserei und der Verschwendung für alle zugänglich machen. Es akzeptiert auch die calvinistische Entsagungsästhetik und die Opfer nicht, die für eine echte Gucci-Handtasche oder für einen gut trainierten Körper gemacht werden müssen – es ist froh mit einer falschen Handtasche. Das Vulgäre tritt dem nach innen gekrempelten Pelz, dem guten Geschmack, als dessen Karikatur entgegen.

          Es ist, wie Phillips und Clark schreiben, „sowohl der Feind als auch ein Fan des Privilegierten“.

          Aus Gareth Pughs Sommerkollektion 2016 Bilderstrecke
          Aus Gareth Pughs Sommerkollektion 2016 :

          Das Vulgäre ist ironisch. Man sieht es in der Ausstellung an einem Abendkleid von Elsa Schiaparelli aus den dreißiger Jahren, das eine mittelalterliche Mönchskutte mit übermäßigem Goldbesatz kombiniert – und als Damenkleid ausgibt. So geht die Frau als goldener Mönch in die Geschichte jeder Party ein. Hier schon zeigt sich, wie das Vulgäre seine Vorbilder nicht allzu ernst nimmt, sondern sie relativ respektlos für ihre eigenen Zwecke und Thrills ausbeutet.

          Das Vulgäre ist aber auch eine Gegenreaktion auf eine anämische Ästhetik, die den Anforderungen eines globalen Kapitalismus entspricht, weil sie nirgendwo durch missverständliche oder kulturell unterschiedlich bewertete Farben und Formen aneckt. Die Models deswegen: dünn und blutleer. Die Mode: blass und grau. Die Blicke: leer. Der Ton: ein mattes Summen. Das Vulgäre wirkt – deshalb liebt man es heimlich – wie eine Blutinfusion in dieses Elend eines herrschenden Minimalismus, es setzt auf die Freuden des dick Aufgetragen, aufs „too much“: Gezeigt werden zum Beweis in London Reifröcke des 18. Jahrhunderts, die den menschlichen Körper auf die Breite einer Kutsche ausdehnen, oder die knallblauen, bis zur Hüfte reichenden 9-5-Boots, die Rihanna zusammen mit Manolo Blahnik entwarf und die quasi die Hose gleich mit ersetzen. Das Vulgäre ist in sich liebevoll gemacht: Jemand näht stundenlang Münzen auf ein Kleid, jemand verchromt mit hohem Aufwand die Felgen seines Ferraris so, dass man sich darin spiegeln kann.

          Das Vulgäre ist auch das Volksnahe, das Populäre

          Donald Trumps Privatresidenz ist Inbegriff des Vulgären. Fehlende Authentizität wird wettgemacht durch ein Mehr: Sein Palast wurde nicht im 17. Jahrhundert, sondern 1980 gebaut, dafür steht Versailles nicht auf einem Turm mit Blick über New York und ist nicht so durchgehend golden. Trumps Wohnung ist die Rache des Typen, der immer als Bridge-and-Tunnel-Guy belächelt wurde - einer von denen, die nicht in Manhattan groß geworden sind.

          Das Vulgäre ist, dem ursprünglichen Sinn nach, auch das Volksnahe, das Populäre. Dass Trump mittlerweile selbst Teil einer fragwürdigen und gar nicht volksnahen Elite ist, konnte er erfolgreich verschleiern, indem er sich das Kostüm des Vulgären anzog. Wir haben es hier sozusagen mit einer erlogenen, bloß taktischen Vulgarität zu tun. Man könnte auch von einer repressiven Vulgarität sprechen, die nur die eigene Vergoldung im Sinn hat und menschliche Wärme für eine unnötige Einschränkung ihrer Entfaltungsmöglichkeit hält.

          Das Vulgäre, das diese Ausstellung retten will, meint etwas anderes – unter anderem die Fähigkeit, Ideologien und Machtstrukturen sichtbar zu machen, die sich hinter „gutem Geschmack“ verstecken.

          Es ist vulgär, sich fünf dorische Säulen vor sein Fertighaus zu schrauben und zwei Löwen auf die Pfosten der Garageneinfahrt. Das Gelächter der Geschmackvollen über diese Dekorationsexzesse der Prolls (die der allgemeinen Lächerlichkeit zum Beispiel in den Bildbänden von Martin Parr preisgegeben werden) verkennt, dass diese Vulgaritäten auch Anklagen sind. Sie sagen: Die herrschende Klasse schließt uns von Genüssen aus, die sie sich nur leisten kann, weil sie uns ausbeutet.

          Aggressiv gegen die angebliche repressive politische Korrektheit

          Das Vulgäre akzeptiert aber nicht, ausgeschlossen zu werden, und fordert Dinge ein, die sich eine Elite als exklusiv vorbehalten hatte.

          Das Vulgäre tritt aggressiv gegen das an, was ihm als repressive politische Korrektheit erscheint. „Rolling Coal“ ist eine Rache an denen, die keinen Truck brauchen, weil sie zum krisensicheren urbanen Establishment gehören. Der Fahrer eines umweltfreundlichen Prius, der über den in die Stadt hineinröhrenden Handwerker jammert, vergisst, dass der so ein Auto fährt, weil er sich eine Wohnung im Zentrum der Stadt nicht leisten kann und in die Vororte pendeln muss und eine Ladefläche braucht. Dass der Handwerker den Truck tieferlegt und den Auspuff auf eine für ihn unterhaltsame Weise lauter macht, ist auch ein Trost für diese Verbannung aus dem Zentrum und ein Hinweis an die Welt der geschmackvollen Machthaber, dass er auch noch da ist – und man sollte, statt in das Geschrei über die „Rolling Coal“-Idioten einzustimmen, lieber fragen, wie weit es gekommen ist, wenn Dreck zu machen das Einzige ist, wodurch sie überhaupt noch sichtbar werden.

          Ebenso vielsagend ist der Hass des Bürgertums, das seit den siebziger Jahren in den Altbauvierteln der Innenstädte wohnt, auf die Lamborghinis, Porsches und Mercedes-AMGs, die abends lärmend über ihre Boulevards donnern. Viele von ihnen werden von jungen Türken, Russen und Libanesen gesteuert. Sie haben sich nicht radikalisiert, sie haben den aufstiegsorientierten Wertekodex der frühen Bundesrepublik übernommen, sie haben sich einen Mercedes erarbeitet – trotzdem trifft ihre Art, den Deutschen derart lautstark mit den scharfgemachten Insignien ihrer eigenen Bürgerlichkeit gegenüberzutreten, auf ohnmächtige Wut: die dicken Felgen, der matte Lack – wie VULGÄR!

          Hört man im Geschimpfe des deutschen Bürgertums über die Proleten mit Migrationshintergrund auch ein schlechtes Gewissen heraus darüber, dass man sie ohne Aufstiegsperspektiven alleinließ? Jetzt kommen sie in ihren Sportwagen auf uns zu wie das verdrängte Eigene bei Freud: Das Vulgäre klagt Teilnahme am großen Fest des Kapitalismus ein. Es glaubt aber nicht, durch unauffällige Anpassung Teil einer bestehenden Elite zu werden, sondern demütigt diese Elite durch die schrille Verfremdung ihrer Statussymbole.

          Der Aufsteiger, der davon träumt, dabei sein zu dürfen, kauft sich exakt das gleiche Auto, das alle in Grünwald fahren. Er stellt keine Bedrohung dar. Der vulgäre Nachbar schon – er hat mit seinen rosa Krokoledersakkos einen Spaß, den sich die herrschende Geschmackselite nicht gönnt.

          Es ist vielleicht kein Wunder, dass in den ökonomischen Schwellenländern und bei ehemaligen Randgruppen eine unverhohlene Freude an Verschwendung und Übermaß und massiver Vergoldung, am Vulgären herrscht.

          „Von Lärmverhütung hat man hier nie etwas gehört“, schreibt Blaise Cendrars 1952 in einem Gedicht über São Paulo, „Wie in allen jungen Ländern übrigens / Drückt sich die Lebensfreude / Und der Spaß am Geldverdienen / Unbeschwert durch die Stimme der Autohupen aus / Und durch das Feuerwerk der Auspufftöpfe“. Dieses Feuerwerk kann man vulgär finden. Man kann sich vom Standpunkt höheren ökologischen Bewusstseins aus ganz bitter beklagen, dass das arme und auch das wohlhabendere Volk einfach keine Elektroautos fahren will – oder man baut Elektroautos, die auch die vulgären Freuden von Beschleunigung und schöner Form bedienen. Dann wird der Elektrowagen, siehe Tesla Model 3, ein Massenerfolg.

          Gegen die Ästhetik der Entsagung

          Auch die neue chinesische Mittelklasse sieht nicht ein, dass sie den Konsumrausch und die Fresswellen der prosperierenden westlichen Nachkriegsgesellschaften nicht nachholen darf und zum Wohl des Weltgesamtklimas direkt von den Kargheiten des Maoismus in die postkonsumistische Kargheit westlicher Nachhaltigkeitsstandards übergehen soll.

          Währenddessen pflegen die ehemals führenden bürgerlichen Eliten der westlichen Welt einen nie gekannten ästhetischen Kult der Reduktion aufs Wesentliche – als wollten sie damit ihren erwartbaren ökonomischen Abstieg vorauseilend ästhetisch abfedern.

          Entsprechend sind ihre neuen Statussymbole: sehr einfache Holzmöbel und einfache graue Filzkleider für zweitausend Euro. Schmale Rennräder. Der Spa, in dem man auf rohen Holzbänken massiert wird.

          Immer eine Frage der Perspektive

          Diese Entsagungsästhetik, die ideologisiert wird als „Reduktion aufs Wesentliche“, ist ein Abgrenzungsmanöver: Nur der mit allen ästhetischen Schleusen ständiger Wahrnehmungsverfeinerung vertraute Bürger wird den sehr teuren Betonwohnriegel in Ulster im Kanton Zürich genießen können: Die Architekten ließen so viel unnötigen Ballast weg, dass der Bau doch sehr nach Plattenbau aussieht. Der von dort kommende vulgäre Besucher wird sich wundern, dass es einen Punkt gibt, an dem billigster sozialistischer Massenwohnungsbau und teuerste Schweizer Baukunst in eins laufen – nämlich im reinen Beton.

          Das Vulgäre ist immer eine Frage der Perspektive. Die neobarocke Altbauwohnung der Kaiserzeit, mit der eine aufstrebende preußische Elite zeigen wollte, was sie hat und was man mit den Kriegsreparationszahlungen aus Paris alles machen kann, und die heute als Ausweis absoluter Stilsicherheit gilt, erschien, als sie neu war, aus der Perspektive eines dezent-kargen preußischen Klassizismus ebenso wie aus der Perspektive eines fortschrittlichen Lebensreformertums als absolut vulgär.

          Das Vulgäre bekämpft den Verlust des Körperlichen. Gegen die matten Farben, das Silbrige und Schwarze der Dinge, die Entfärbung, das Grauwerden der Form, steht die Intensivierung des Sinnlichen – Lärm, Hitze, Wind, brennende Haut, brennende Retina und der „exaggerated body“, für den in der Ausstellung Vivienne Westwoods „Faux-cul“-Handtasche, die den Hintern ihrer Trägerin künstlich vergrößert, und der mit Hunderten falschen Fingernägeln besetzte Mantel von Hussein Chalayan stehen; und auch Martin Margielas „Wig Shoulder Pads“: Die Schulterstücke seines Anzugs sind Langhaarperücken von der gleichen Sorte, die das Model auf dem Kopf trägt. Ein irres Zuviel an Haaren, die Schultern werden Köpfe, die Haare das Fell eines eigenartig schönen Fabelwesens.

          Mehr, größer, glitzernder, lauter, schriller: Das ist erschreckend, weil es die Verschwendung, das Expansionistische und Ressourcenverfeuernde feiert – alles, was uns viele der heutigen Probleme eingebrockt hat. Und es ist anziehend, weil mit dem Kampf gegen die Verschwendung und das Expansionistische sehr oft auch der Optimismus und das Generöse über Bord geworfen wurden, die positive, für alle offene Erzählung der Moderne. Sie kommt im Vulgären als tobender Zombie zurück und fordert ihr Recht auf Weiterleben ein. Vielleicht ist es das, was die siegesgewissen Geschmackseliten in letzter Zeit übersehen haben, und ohne dieses Paradox wird man weder die Mode noch das aktuelle Design, noch die Wahl von Donald Trump verstehen können.

          Phillips und Clark schreiben, dass Mode immer von der Mischung, von der Aufnahme des bad taste im good taste lebt und nicht von der erschreckenden Abschottung des guten gegen den Durchmarsch des schlechten Geschmacks – die mehr als einhundert Beispiele stammen aus fünf Jahrhunderten und von Modemachern und -firmen wie Chloé und Dior, Pam Hogg, Charles James, Christian Lacroix, Lanvin, Moschino, Prada, Agent Provocateur, Philip Treacy oder Louis Vuitton.

          Das Vulgäre sei Ausdruck einer geographischen und sozialen Mobilität, eine Kopie von etwas, das man auf seinem Weg kennengelernt hat. Die Renaissance entdeckte die Mythen und Motive der Antike, das Christentum heidnische Motive: „Das Vulgäre ist ein Zeichen von Mobilität, des Zusammenpralls und der Kooperation von Klassen und Kulturen.“ Das ist, eigentlich, nur eine neue Theorie zur Mode – angesichts der Weltlage liest es sich fast wie ein hoffnungsvolles politisches Programm.

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