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Aus für „Anke Late Night“ : „Schade, es hat Spaß gemacht“

  • Aktualisiert am

Abschied von der Late Night: Anke Engelke Bild: AP

„Schade, daß die Sendung nicht mehr Zuschauern soviel Spaß gemacht hat wie meinem Team und mir“, sagt Anke Engelke zum Aus ihrer „Late Night“-Show bei Sat.1. Der Sender hat bereits neue Pläne mit ihr.

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          Vieles deutete zuletzt schon darauf hin, nun ist es offiziell: Anke Engelkes Late-Night-Show auf Sat.1 wird eingestellt. Am 21. Oktober wird die letzte Sendung ausgestrahlt, wie der Sender am Dienstag mitteilte.

          „Die heutige Entscheidung, 'Anke Late Night' zu beenden, ist niemandem von uns leicht gefallen“, sagte Sat.1-Geschäftsführer Roger Schawinski. „Sie ist das Ergebnis langer und intensiver Überlegungen und Gespräche und die Konsequenz aus der Quotenentwicklung.“

          „Schade, daß die Sendung nicht mehr Zuschauern soviel Spaß gemacht hat wie meinem Team und mir“, sagte die 38jährige Entertainerin. „Im übrigen plane ich keine kreative Pause.“ Engelke und Sat.1 wollen weiterhin eng zusammenarbeiten und neben neuen Episoden der Comedy „Ladykracher“ auch Hauptabendshows und Specials entwickeln. Sat.1 wird zunächst auf dem Sendeplatz um 23.15 Uhr eigenproduzierte Serien wie „HeliCops - Einsatz über Berlin“ zeigen.

          Das falsche Format

          Mit dem Ende der Sendung ziehen Sat.1 und die Moderatorin die Konsequenz aus der Erkenntnis, daß die Late-Night-Show für Anke Engelke ganz offensichtlich das falsche Format war. Die begnadete komische Schauspielerin, die ihre Ausnahmestellung auf diesem Feld in „Ladykracher“ oder auch den „Blind Dates“ mit Olli Dittrich bewiesen hatte, war für die Late-Night-typischen Standup-Monologe und Witze deutlich weniger geeignet. Das allerdings hatten viele längst geahnt, bevor Sat.1 sie als Nachfolgerin Harald Schmidts präsentierte.

          Im Mai dieses Jahres hatte die 38jährige das Late-Night-Format von Schmidt übernommen, konnte die in sie gesetzten Erwartungen und Quotenhoffnungen jedoch nicht erfüllen: Im Schnitt sahen zuletzt nur 650.000 Zuschauer bei Marktanteilen um 7 Prozent ihre Sendung. Der ProSiebenSat.1-Vorstandschef Guillaume de Posch hatte Marktanteile in zweistelliger Höhe gefordert.

          Als Wink mit dem Zaunpfahl mußte man schon verstehen, was der Geschäftsführer von Sat.1, Roger Schawinski, jüngst dem Branchendienst „Kontakter“ zur Late-Night-Show von Anke Engelke gesagt hat: „Wir haben viel Stehvermögen bewiesen. Sollten wir allerdings irgendwann gemeinsam mit Anke feststellen, daß wir auf der Stelle treten, müssen wir uns entscheiden.“

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