Zukunft der Privatsphäre : Wer sich am wachsenden Datenreichtum labt
Schon im vergangenen Jahr diagnostizierten manche Wirtschaftslobbyisten in Deutschland eine „digitale Phobie“, wie es der damalige Bitkom-Präsident Dieter Kempf beim IT-Gipfel 2014 ausdrückte. Die Deutschen sitzen zu mäkelig am Katzentisch der IT-Industrie, und das stört beim digitalen Daten-Wettrennen. Als die Spitzen von Wirtschaft und Politik jüngst wieder zum IT-Gipfel zusammenkamen, war daher eine neue Forderung in aller Munde: Der Wind solle sich nun drehen, die datenskeptischen Deutschen müssten ihre Reserviertheit und ihre ewigen Bedenken wegen des Persönlichkeitsschutzes endlich ablegen. Im „Wirtschaftsblog“ der umtriebigen Berater-Firma KPMG schrieb ein noch sichtlich vom IT-Gipfel aufgeputschter Angestellter: „Die Datensparsamkeit muss enden.“
