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Aus dem Maschinenraum : Auf dem Weg zum autistischen Auto

  • -Aktualisiert am

Sieht so die Zukunft aus? Ein selbstfahrendes Auto von Google unterwegs. Bild: dpa

Von technischen Fragen abgesehen, kommt mit dem computerisierten Verkehr auch sozial einiges auf uns zu. Wie werden Regierungen mit diesem Umbruch für Straßen und Arbeitsmarkt umgehen?

          Wie jede Regierung wird sich auch die kommende den Herausforderungen durch Technologien stellen müssen. Sei es eine Jamaika- oder eine schwarz-rote Koalition, der technische Fortschritt wird derselbe sein. Die Frage ist, wohin man ihn lenkt oder wo man Grenzen setzt – auch auf europäischer Ebene. Eine der Herausforderungen wird autonomes Fahren sein, durch eine Vielzahl weltweiter Firmen vorangetrieben.

          Von Sci-Fi-Wagen, die uns mit magischer Sicherheit selbständig durch alle Verkehrssituationen lotsen, sind wir noch recht weit entfernt. Zu verwirrend können schwieriges Wetter oder für Menschen konzipierte Verkehrszeichen, Markierungen und Ampeln sein, wenn der Fahrzeug-Computer nur soviel weiß, wie Sensoren, Kameras und Software eben hergeben. Und hören können die Autos auch (noch) nicht, falls eine Sirene naht.

          Auf dem Weg zum völlig autonomen Auto

          Doch wir sind im Jahr 2017, für das Google-Gründer Sergej Brin vor fünf Jahren weissagte, dass selbstfahrende Autos dann fertig sein würden. Mit Blick etwa auf die Firma Uber, die in Pittsburgh und San Francisco derzeit die ersten autonomen Autos testet, ist seine Vorhersage so falsch nicht gewesen. Der Tesla-Chef Elon Musk beschreibt zwar die amerikanischen Straßenmarkierungen als „verrückt“, aber seine Flotte von teuren halb-autonomen Autos wächst. Und auch in Berlin rollen die ersten vollständig autonomen Kleinbusse schon an, von der Deutschen Bahn zusammen mit einem Start-up aus Kalifornien betrieben.

          Ob es in dieser Legislaturperiode möglich wird, dem Menschen gänzlich das Steuer aus der Hand zu nehmen, spielt auf den ersten Blick eine untergeordnete Rolle. Denn das vollständige oder das streckenweise autonome Fahren unterscheiden sich aus Sicht eines Gesetzgebers nicht stark. Für diejenigen, deren Beruf das Fahrzeugführen ist, macht es allerdings den entscheidenden Unterschied.

          Politik trägt Verantwortung für obsolet werdende Arbeitskräfte

          In der vergangenen Legislaturperiode wurden bereits Fakten geschaffen und autopilotierten Fahrzeugen der Weg geebnet. Zusätzlich hat eine Ethikkommission Vorschläge erarbeitet. Was aber weder im Gesetz noch im Ethik-Papier eine Rolle spielte, sind die Menschen, deren Beruf durch die Technik obsolet zu werden droht. Hier hat die neue Regierung eine große Aufgabe vor sich.

          In den Vereinigten Staaten beginnt die Diskussion gerade: Dort ist seit Juni ein Bundesgesetz für autonome Fahrzeuge auf dem Weg. Dort, wo Testwagen bereits seit mehreren Jahren auf vielen Straßen kreuzen, soll nun unterschieden werden zwischen autonom fahrenden Personen- und Lastkraftwagen. Ein Grund dafür sind die vielen potentiell betroffenen Jobs der Trucker. In Europa ist das bisher kein Thema, auch wenn gleich drei EU-Kommissare zuständig wären: Digital-, Transport- und Binnenmarkt-Ressort.

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