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Asylbewerberheime : Google löscht „Braune Karte“

  • Aktualisiert am

Eine Karte erfasste auf Google Maps die Adressen aller Asylbewerberunterkünfte – mit offen fremdenfeindlichem Hintergrund. Nun wurde sie gelöscht.

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          Nachdem im Netz der Protest immer lauter wurde, entschied sich Google, eine Landkarte zu löschen, auf der alle Asylbewerberunterkünfte Deutschlands eingezeichnet waren. Verantwortlich für die Karte war die rechtsextreme Kleinpartei „Der dritte Weg“. Die Karte hatte einen eindeutig fremdenfeindlichen Hintergrund, denn die Standorte waren mit verächtlichen Kommentaren versehen. Sie trug den Titel "Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft".

          Im Internet wurde vielfach dazu aufgerufen, die Karte an Google zu melden, weil sie Telefonnummern und genaue Anschriften enthält und indirekt zu Anschlägen aufrufen könne. Ganz aus der Luft gegriffen ist die Befürchtung nicht: Die Zahl rechtsextremer Gewalt hat sich im Jahr 2014 verdreifacht.

          Google entfernt Karten nur, wenn sie gegen die internen Richtlinien verstoßen, etwa „zu Hass aufrufen“. Dieser Tatbestand war im Fall der „Braunen Karte“ dann wohl erfüllt.

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