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ARD zahlt für Bundesliga : 133 827 693,80 Euro

Wo sind sind, ist der Fußball nicht weit: Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl in der „Sportschau“ im Ersten. Bild: WDR

Die ARD zahlt für den Fußball in der „Sportschau“ pro Jahr rund 134 Millionen Euro. Von sich aus gibt sie die Summe nicht preis. Doch sollten die Zahler des Rundfunkbeitrags nicht wissen, wo ihr Geld hingeht?

          Die Größenordnung war bekannt, jetzt kennen wir die Zahl bis hinters Komma genau: 133827693,80 Euro zahlt die ARD vom nächsten Jahr an für die Senderechte an der Bundesliga pro Saison. So zitiert es die „taz“ aus internen Unterlagen der ARD. Sie belegen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender zwar gern davon reden, dass sie bei den teuren Sportrechten kürzertreten müssten, de facto aber ist davon bislang wenig zu spüren. Zuvor nämlich gab die ARD knapp 110 Millionen Euro für den Fußball aus, der samstags im Radio und dann im Fernsehen in der „Sportschau“ läuft.

          Und für diese 110 Millionen bekamen die ARD-Sender auch noch mehr, als sie jetzt haben. Samstags laufen mitunter nämlich nicht mehr fünf, sondern nur vier Spiele der ersten Bundesliga, und einige der Livepartien, die das Erste hatte, sind nun auch futsch – die hat sich (wen wundert es) das ZDF gesichert, das seinen Etat allein für die Fußball-Bundesliga dem Vernehmen nach auf rund 45 Millionen Euro pro Jahr verdoppelt hat.

          Kräftig mitgeboten

          Die öffentlich-rechtlichen Sender haben also, auch wenn sie das ununterbrochen dementieren, beim Wettbieten um die Bundesliga kräftig mitgemischt. Zwar nehmen sich ihre Kostensteigerungen im Vergleich zu den 1,16 Milliarden Euro, die der Bezahlsender Sky für die Liga pro Saison hinblättert, fast undramatisch aus. Aber da geht es auch nicht um das Geld der Zwangsbeitragszahler, die durchaus etwas mehr Transparenz im Umgang mit den ihnen abverlangten Millionen- und Milliardensummen verdient hätten. Die Sender behandeln das, was jetzt jeder weiß, aber nach wie vor als Geheimsache, von der höchstens noch ein paar Rundfunkräte (wie jetzt diejenigen des Mitteldeutschen Rundfunks) wissen dürfen: 133.827.693,80 Euro.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

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