RBB-Skandal geht an Substanz :
Kernschmelze

Michael Hanfeld
Ein Kommentar von Michael Hanfeld
Lesezeit: 3 Min.
Home of the Bonuszahlungen: der Sitz des RBB an der Berliner Masurenallee.
Die Senderchefs der ARD fürchten, dass der RBB-Skandal den ganzen Senderverbund in die Tiefe reißen könnte. Deswegen setzen sie ein radikales Zeichen. Ob man das in der Hauptstadt versteht?

Der Schritt ist einmalig: Die Intendanten der ARD haben der Geschäftsleitung des Rundfunks Berlin Brandenburg (RBB) das Vertrauen entzogen. Die RBB-Rundfunkratschefin Friederike von Kirchbach habe mit ihrem Rücktritt „das Signal für einen tiefgreifenden Neuanfang“ gesetzt, sagt der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow. „Dieser wird auch die amtierende Geschäftsführung des Senders betreffen müssen.“ Deutlicher können die Senderchefs nicht werden, sie haben nicht darüber zu bestimmen, was im RBB geschieht. Aber deutlich genug ist es. Mit dieser Führung, will es heißen, wird es nicht gelingen, den Sumpf trockenzulegen, in dem der RBB versinkt.

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