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Architektur-Biennale : Ansammlung von Bastelarbeiten

  • -Aktualisiert am

Zwölf Hochschulen waren an dem deutschen Beitrag der eben eröffneten 8. Architektur-Biennale in Venedig beteiligt. Zukunft wurde verfehlt.

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          Die Berliner Architektin Hilde Léon hatte als Verantwortliche für den deutschen Beitrag die Architekturklassen von zwölf Hochschullehrern eingeladen, das Volumen der zentralen Halle des deutschen Pavillons zu bearbeiten. Bei den Kunstbiennalen ist es fast schon üblich, diesen strengen Bau und seine Geschichte zum Thema zu machen; die Architekten können das offenbar weniger gut.

          Für die deutschen Architekten kam die Zukunft gleich ein ganzes Jahr zu früh. Und als am vergangenen Wochenende der deutsche Pavillon bei der Architekturbiennale in Venedig eröffnet wurde, gaben die Baumeister das sogar überraschend freimütig zu: dass sie erst im nächsten Jahr damit gerechnet hatten, hier wieder was machen zu müssen.

          Die Gegenwart des Modellbaus

          Zumindest um die konstruktiven Fundamente dieser Zukunft kann man sich da natürlich Sorgen machen, wenn der Berufsstand, von dessen Umsicht eine ganze Menge abhängt, schon bei einer zweijährlichen Veranstaltung den Überblick über den Rhythmus verliert. Jedenfalls waren es Studenten, die den deutschen Beitrag letztlich innerhalb nur eines halben Jahres zu schultern hatten.

          Am Ende war es nichts als die formale Begrenzung auf einen genormten Quader, an dem herumzuschnitzen war. Folglich steht da nun eine gigantische Ansammlung von Bastelarbeiten, die kaum etwas über die Zukunft der Architektur erzählen, dafür aber um so mehr über die Gegenwart des Modellbaus und einiges über die Phantasie: wie sie vor leicht stupiden Beschränkungen kapituliert und wie sie manchmal auch dagegen ankämpft und sie überwindet.

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