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Angela Merkels Ruf im Ausland : Wer ist diese Frau?

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„Europas gefährlichster Führer“: die britische Wochenzeitung „New Statesman“ macht aus der deutschen Bundeskanzlerin einen weiblichen Terminator Bild: Repro New Statesman

Hierzulande ist Angela Merkel die tapfere Kämpferin gegen Eurobonds. Aus dem Ausland schlägt ihr Abneigung, Groll und Argwohn entgegen. Sechs europäische Schriftsteller und Intellektuelle beantworten die Frage: „Wie sehen Sie Angela Merkel?“

          9 Min.

           

          Die Tante

          John Banville, Irland

          Was auch immer wir am Ende sagen, wir mögen ihr schlichtes Aussehen, ihre molligen Schultern und vollen Wangen und diesen leicht melancholischen, leicht ironischen Zug um ihren Mund, wenn sie lächelt. Sie hat weniger von einer Mutter als von einer Tante, einer, die eher nach Seife als nach Parfüm riecht, die uns zwar nicht abküssen und herzen würde, aber trotzdem nie einen Geburtstag vergäße, und die uns zu Weihnachten immer ein Scheinchen zustecken würde, nicht zu groß, aber trotzdem sehr willkommen. Tante Angela, die immer da gewesen wäre, als wir noch jung waren, die wir aber, wie uns jetzt klar wird, nie richtig gekannt haben.

          Weil sie eben wirkt wie die Frau, die nicht da ist. Es könnte gut sein, dass sie ihre Nächte mit wilden Gelagen verbringt, dabei ihren Bierkrug auf den Tisch haut und nach lauterer Musik ruft - erinnern Sie sich an das außergewöhnlich tief ausgeschnittene Kleid, das sie zu einem ihrer ersten offiziellen Termine trug? Schön für sie, wenn’s so wäre, ginge uns auch gar nichts an, aber unwahrscheinlich. Eher stellt man sich vor, wie die Uhr Mitternacht schlägt und sie über ihren Schreibtisch gebeugt sitzt, im Lichtkegel einer Lampe, still bei der Arbeit, die Zahlen addierend.

          Das Problem ist, dass sie will, dass wir besser sind, als wir sind. Sie will, dass wir die Süßigkeiten und das Ale aufgeben, oder uns zumindest mäßigen, nicht zu viel essen, nicht zu viel trinken, bis uns schlecht wird, wie wir es schwindelerregende zehn Jahre lang und länger gemacht haben, vor 2008, als wir dachten, dass wir Geld hätten und es niemals ausgehen würde. Na, na, na, sagt Tante Angela und wedelt mit einem Finger, an dem kein Schmuck steckt. Na, na, na. Sie hat natürlich recht, wir wissen das und nehmen es ihr übel.

          Vor der irischen Volksabstimmung zum Fiskalpakt warnt ein Plakat vor Merkels Vorhaben.

          Es war klug von ihr, nicht den Namen ihres Mannes anzunehmen, weil die englischsprachigen Boulevardblätter sie sicher mit Begeisterung The Sauer Kraut genannt hätten.

          Wir verlangen von unseren Politikern, dass sie entschlossen, konsequent und unbeirrt klug sein sollen, aber im tiefsten Inneren wünschen wir uns, dass sie doch ein bisschen wären wie wir, unsicher, glücklich blöde, schnell wankelmütig. Frau Merkel hat auch schon mal gewackelt, aber auf uns wirkt sie bemerkenswert - manche würden sagen erschreckend - zielstrebig. Es kann sein, dass sie uns vor dem totalen Ruin bewahrt, aber allüberall hört man es rufen: Oh Tante Angela, die Medizin schmeckt so bitter!

          Übersetzt von Tobias Rüther

          Vom irischen Schriftsteller John Banville, 66, erschien zuletzt „Unendlichkeiten“ (Kiepenheuer & Witsch).

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          Der Betonklotz

          Elisabeth Badinter, Frankreich

          Angela Merkel wird in Frankreich zuallererst respektiert: als bedeutende Frau mit Charakter. Und dass sie eine Frau ist, die erste Kanzlerin in der Geschichte Deutschlands, bringt ihr in der französischen Bevölkerung wie in der politischen Klasse auf jeden Fall einen Pluspunkt ein. Aber natürlich ist das nicht alles. Denn gerade jetzt, wo sie sich so wenig diplomatisch zeigt, wo man den Eindruck hat, sie wolle mit aller Unbedingtheit ihre Ideen durchsetzen, erinnert sie an einen Betonklotz wie Margaret Thatcher. Auf keinen Fall will sie sich von der Stelle bewegen und setzt - so jedenfalls kommt es uns vor - all ihre Macht ein, um eine versöhnliche Diskussion zu unterbinden. Die Parolen der Härte, Strenge und Unerbittlichkeit, man hört sie in Frankreich nicht gern, weshalb François Hollande, der stattdessen nach Wachstum ruft, sich beliebt macht. Auf der einen Seite die mächtige Dame, die sich auf ihren blühenden Außenhandel stützt, auf der anderen die südlichen Länder Europas, die um Hilfe bitten: Das ist das Bild, das sich in Frankreich eingeprägt hat. Wenn Deutschland und Frankreich in dieser Situation beinahe zu Gegnern werden, weckt das bei vielen Menschen die Sorge, das deutsch-französische Tandem könne diesen Widerstreit nicht aushalten. Eine Sorge, die ich persönlich allerdings gar nicht so sehr teile. Ich halte François Hollande für einen ausgezeichneten Unterhändler, der auch mit Angela Merkel-Thatcher eine Lösung finden wird. Da bin ich sicher.

          Protokolliert und übersetzt von Julia Encke

          Die französische Philosophin Elisabeth Badinter, 68, veröffentlichte zuletzt „Der Konflikt: Die Frau und die Mutter“ (C. H. Beck).

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          Die Walküre

          Javier Cercas, Spanien

          Irgendwie habe ich die Befürchtung, dass Angela Merkel Gefahr läuft, die Schurkin vom Dienst zu werden, besonders im Süden Europas: Sie ist die Vorkämpferin der Sparsamkeit, die Hüterin der Inflation, eine unbarmherzige Walküre mit dem Auftrag, uns südliche Länder für die Sünden bezahlen zu lassen, die wir all die Jahre hindurch begangen haben. Die ökonomischen Bedingungen, die sie uns dabei aufzwingt, sind unerfüllbar und bringen Gefühle des Grolls und der Demütigung hervor, vergleichbar jenen, die in Deutschland durch die von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs diktierte Wirtschaftsordnung hervorgerufen wurden. Das, so meine ich, ist das Merkel-Bild, das sich im Augenblick durchzusetzen droht; ob es zutreffend ist oder nicht, darüber will ich nicht rechten. Denn es gibt etwas, was mir noch größere Sorgen bereitet.

          Mir macht Sorge, dass die Zukunft Europas auf dem Spiel steht, dass Angela Merkel diese Zukunft in Händen hält und manchmal den Eindruck erweckt, als sei ihr nicht ganz klar, was das heißt. Sagen wir es geradeheraus: Das vereinigte Europa ist die einzige vernünftige Utopie, die wir Europäer je ersonnen haben. An scheußlichen politischen Utopien - Paradiesen in der Theorie, die die Praxis in Höllen verwandelte - haben wir so manche erfunden; doch an vernünftigen politischen Utopien meines Wissens nur diese eine. Lassen wir einmal die offensichtliche Tatsache beiseite, dass nur ein vereinigtes Europa die Chance hat, in der Welt irgendetwas darzustellen, eine Kultur und politische Verfasstheit zu bewahren, die besser als jede andere ein Gleichgewicht zwischen Freiheit, Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit herzustellen vermag. Das ist es, was bei dieser Krise im Kern zur Debatte steht: ob unsere Nachkommen einmal wie Europäer leben können - oder ob sie schuften müssen wie die Tiere.

          Betrachten wir etwas noch viel Offensichtlicheres, was wir aber leicht vergessen, nämlich, dass der europäische Sport par excellence nicht Fußball heißt, sondern Krieg. Das letzte Jahrtausend hindurch haben wir Europäer uns gegenseitig umgebracht, ohne uns auch nur einen einzigen Monat Pause zu gönnen, und auf alle möglichen Weisen: in hundertjährigen Kriegen, in dreißigjährigen Kriegen, in Bürgerkriegen oder Religionskriegen oder ethnisch motivierten Kriegen oder in Weltkriegen, die eigentlich und in Wahrheit europäische Kriege waren. Einige vernünftige Leute fanden nach dem unübertroffenen Gemetzel des letzten großen europäischen Krieges, es sei genug. Mit dem Ergebnis, dass wir die ersten Europäer sind, die keinen Krieg oder zumindest keinen Krieg unter europäischen Mächten mehr kennen.

          Natürlich glauben manche, ein neuer Krieg in Europa sei inzwischen unmöglich. Ich glaube das nicht: Das Außergewöhnliche in Europa ist nicht der Krieg, sondern der Frieden. Es reicht schon, dass Probleme auftreten wie jetzt, und schon blüht wieder der Nationalismus auf, der stets die Hauptursache aller europäischen Kriege war. Schon allein, um mit alldem Schluss zu machen, lohnt sich ein vereinigtes Europa.

          Glaubt Angela Merkel das auch? Ist sie sich der enormen Verantwortung bewusst, die Deutschland für die Errichtung Europas hat und für die sich alle Opfer - von Deutschen und Nichtdeutschen - lohnen? Es besteht kein Zweifel, dass viele deutsche Politiker - etwa Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher, um nur diese beiden zu nennen - sich dessen bewusst waren. Ist Angela Merkel es auch?

          Übersetzt von Paul Ingendaay

          Der spanische Schriftsteller Javier Cercas, geboren 1961, veröffentlichte zuletzt „Anatomie eines Augenblicks“ (S. Fischer).

          * * *

          Die gute Hausfrau

          Mario Fortunato, Italien

          Im Unterschied zu vielen meiner Landsleute habe ich Sympathie für Angela Merkel. Mir gefällt diese Anmutung einer schlichten, ganz konkreten Person, bei der nur die Freundschaft mit dem Ex-Präsidenten Frankreichs, Nicolas Sarkozy, eine besorgniserregende Neigung zu schlechter Gesellschaft signalisierte. Im Grunde aber kann ich mit ein paar Millionen Deutschen sagen, dass Frau Merkel auf mich wie eine gute Hausfrau und Mutter wirkt, die ihre Ausgaben im Griff hat und deshalb in der Lage ist, auf all diese Halunken Acht zu geben, die, mit der Entschuldigung eines Sonderverkaufes, in Wirklichkeit nur den nächsten Kürzungsbetrug einfädeln wollen.

          Tatsache ist, dass Frau Merkel auch die politische Führungsfigur eines der wichtigsten Länder der Welt ist. Die Sympathie (ein irrationales Gefühl mit großer Ausdehnung) bleibt; was ich allerdings wenig begreife, ist ihre politische Vision. Frau Merkel sagt wiederholt, sie sei eine überzeugte Europäerin, und aus der aktuellen wirtschaftlichen Krise käme man nur mit „mehr Europa“ heraus und indem man das Geld schütze. Sie hat recht, das zu denken und zu sagen: Deutschland hat dank Europa das Gewicht der Wiedervereinigung stemmen können, und es hat im letzten Jahrzehnt dank des Euros, in Begriffen der Ökonomen gesprochen, außerordentlich gut verdient.

          Der britische „Economist“  sieht Angela Merkel als Bremse für die Weltwirtschaft.

          Warum also gibt es so viele Schwierigkeiten mit Griechenland, das ein Land der Union ist? Warum so viel Abneigung gegen die sogenannten Eurobonds? Die Antwort findet sich in einer schlichten Tatsache: Dem deutschen Durchschnittsbürger würde es überhaupt nicht gefallen, die Schulden anderer auszugleichen. Das ist verständlich. Weniger verständlich ist, dass die Kanzlerin ihm nicht erklärt, welche bemerkenswerten Vorteile er bislang von eben dieser Vereinigung hatte, die ihn heute um ein paar Opfer bittet. Die großen politischen Führungskräfte müssten ihrem Volk nicht folgen, sie müssten ihm vorangehen - so sagt man.

          Eine letzte Frage. Wenn die europäische Konstruktion durch ein Übermaß an Strenge zerbräche und eine Nation nach der nächsten, also Italien, Portugal und Spanien wie Griechenland, gezwungen wären, aus dem Euro auszusteigen - ist Frau Merkel nicht der Ansicht, dass das eine Katastrophe wäre und dramatische Konsequenzen auch für Deutschland hätte?

          Übersetzt von Victoria von Flemming

          Der italienische Schriftsteller Mario Fortunato, 53, veröffentlichte zuletzt „Spaziergang mit Ferlinghetti“ (Schöffling & Co).

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          Der Mythos

          Lídia Jorge, Portugal

          Als die frühere Umweltministerin ihr Amt als deutsche Bundeskanzlerin antrat, hieß es in Lissabon hier und da, sie sei viel zu streng, als dass man darin ein gutes Vorzeichen für Europa sehen könnte. Der Ende 2007 unterzeichnete Vertrag von Lissabon galt vielen als ein von ihr eingesetztes strategisches Mittel, die Herrschaft über die Gemeinschaft zu übernehmen, ein Manöver, dem Portugal sich dankbar lächelnd dienstfertig zur Verfügung stellte. Und schon damals war davon die Rede, von Berlin aus werde an einem Netz der Finanzherrschaft gearbeitet.

          Mein Bild von der Kanzlerin aber war ein ganz anderes. Zu Beginn ihrer Amtszeit hatte ich sie etwa eine halbe Stunde lang nur wenige Meter von ihr entfernt sitzend erlebt und fand sie interessant. Während Reden gehalten wurden, war sie in Gedanken woanders, blickte lächelnd auf ihre Schuhe, spielte mit den Händen, und ich meinte in ihrem Gesicht etwas Weiches, Menschliches zu sehen, etwas zutiefst Friedfertiges. Dieser Eindruck hielt sich noch einige Zeit und verblasste erst, als die Kanzlerin begann, sich in schroffem, schulmeisterlichem Ton an die Regierungen anderer Länder zu wenden.

          Schon damals wurde diskutiert, ob die Kanzlerin das Zeug dazu habe, mehr als die Regierungschefin des eigenen Landes zu werden. Ihr Verhalten in der augenblicklichen Krise zeigt allerdings, dass es dazu kaum kommen wird. Der historische Moment weist zwar in diese Richtung, sie aber scheint nicht gewillt, die ihr zugedachte entscheidende Rolle zu übernehmen. Und doch wird sie sich ihr nicht entziehen können. Die prekäre Lage, in der Europa sich befindet, lenkt den Blick auf das Engelszeichen in Angela Merkels Namen, das man in der Zukunft unweigerlich mit ihr assoziieren wird, und legt nahe, dass ihr, ob sie will oder nicht, bestimmt ist, ein Mythos zu werden. Doch werden ihr dunkle Flügel wachsen, die zum Zerbrechen des Projekts Europa führen werden? Oder umgekehrt? Wird sie helle Flügel entfalten, die dafür sorgen werden, dass sich die uneinigen europäischen Länder hinter ihr sammeln und sich wieder der von den Deutschen vorangetriebenen, fortschrittlichsten politischen Utopie der Welt zuwenden? Welcher Seite wird der Mythos Angela Merkel dereinst zugerechnet?

          Die Portugiesen, die mit einem Blick auf ihre Vergangenheit immer geneigt sind, sich freiwillig zu erniedrigen und zu gehorchen, pflegen sich nicht mit Deutschlands Geschichte zu befassen. Aber Angela Merkel weiß fraglos, dass allen, denen ihre Politik unerfüllbare Einsparungen abverlangt, die deutsche Geschichte wieder in Erinnerung kommt und dass es unverantwortlich ist, der Wiederauferstehung des Bildes aus dieser Vergangenheit Vorschub zu leisten. Deshalb beunruhigt sie mich. Auf welcher Seite wird Angela Merkel stehen, wenn die Sonntagsreden verstummen und sie keine Zeit mehr haben wird, auf ihre Schuhspitzen zu blicken?

          Übersetzt von Karin von Schweder-Schreiner

          Die portugiesische Schriftstellerin Lídia Jorge, 66, veröffentlichte zuletzt den Roman „Milene“ (Suhrkamp).

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          Die Bedrohung

          Thomas Siomos, Griechenland

          Das Bild von Angela Merkel bei den Griechen kann leicht und getreu durch eine Szene dargestellt werden, die nicht erfunden ist, auch wenn sie so wirkt:

          Eine Mutter aus einem der ärmlichen Viertel Athens fleht ihren Sprössling an, den übervollen Teller, den sie in den Händen hält, leer zu essen.

          „Memorandum macht frei“: Die konservative griechische Zeitung „Demokratie“ ist wenig originell.

          Es mag paradox klingen, doch die elterliche Grundsorge einer griechischen Mutter besteht darin, dafür zu sorgen, dass ihr Kind zu essen bekommt, und zwar viel. Diese Eigenheit ist von Soziologen als „Besatzungssyndrom“ bezeichnet worden, was die Hyperphagie, die Verfressenheit, der Neugriechen in den drei letzten Jahrzehnten als das Ergebnis der traumatischen Erinnerung an die große Hungersnot in der Zeit der deutschen Besatzung beschreibt, während der Hunderttausende von Griechen starben.

          Trotzt das Kind und weigert sich, sein Essen aufzuessen, dann mobilisiert die Erfindungsgabe der Mutter eine Bedrohung, so etwas wie eine Vogelscheuche, eine Gefahr, die unmittelbar wahrgenommen werden kann, selbst von einem fünfjährigen Kind.

          Vor der Krise verkörperte diese Bedrohung der Türke, der Zigeuner oder der böse Nachbar, der vorbeikommt und wie durch Zauberei das Essen vom Teller klaut und das Kind hungrig zurücklässt. In manchen Fällen kann dieser böse Mensch sogar das Kind selbst klauen.

          Wie Sie wohl schon verstanden haben, ist die Person, die nach der Krise diese absolute Angst vor Hunger beziehungsweise vor der Entwendung der Existenz selbst personifiziert, Frau Merkel, die „Königin der Sparmaßnahmen“, wie sie von den griechischen Medien bezeichnet wird, die in unserer mediatisierten, fernsehpolitischen Zeit sowieso das Sagen haben.

          „Iss auf, sonst rufe ich Merkel . . .“, sagen die griechischen Mütter heute ihren Kindern.

          Sie werden wohl erwidern, dass ein ähnlicher Mythos auch für deutsche Mütter gelten kann, die von den faulen, unverbesserlichen und undankbaren Griechen sprechen, die es auf das tägliche Brot der ehrlichen und hart arbeitenden Deutschen abgesehen haben.

          Doch das ist der Charme der Mythen, sowohl der „boshaften Kanzlerin“ als auch des „unverbesserlichen Griechen“.

          Übersetzt von Kostas Kosmas

          Thomas Siomos, 44, moderiert in Griechenland eine Radiosendung über die Zukunft Europas. Er lebt in Thessaloniki.

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