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An diesem Dienstag im F.A.Z.-Feuilleton : Sarrazin: Wir brauchen den europäischen Bundesstaat

  • Aktualisiert am

In Maastricht begann Europas Misere: Thilo Sarrazin Bild: dpa

Thilo Sarrazin bezeichnet den Maastrichter Vertrag als europäischen „Geburtsfehler“. Der Autor des Pamphlets „Europa braucht den Euro nicht“ fordert Konsequenzen daraus: Deutschland könne weitere Finanztransfers nur noch leisten, wenn ein europäischer Bundesstaat gegründet werde.

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          Thilo Sarrazin sieht zwei Möglichkeiten, der EU-Krise zu begegnen: Entweder lerne Deutschland, „nein“ zu sagen und riskiere damit, dass der Euro wieder abgeschafft werde, oder die Bundesregierung lege Pläne für einen europäischen Bundesstaat vor.

          In einem Beitrag für diese Zeitung bezeichnet der ehemalige Berliner Finanzsenator und ehemalige Bundesbankvorstand, der im Frühjahr das Buch „Europa braucht den Euro nicht“ veröffentlicht hat, den Maastrichter Vertrag (1992) als Geburtsfehler: „Sollte der Euro scheitern, dann würde nicht Europa scheitern, sondern lediglich ein waghalsiges Experiment.“

          Dass es zur Gemeinschaftswährung überhaupt gekommen sei, habe man allein der „Eitelkeit Frankreichs“ und dem „unerklärlichen Agieren Helmut Kohls 1990 bis 1992“ zu verdanken.

          Lesen Sie den Beitrag Thilo Sarrazins an diesem Dienstag im F.A.Z.-Feuilleton.

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