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Amerikanischer Jazz-Sänger : Al Jarreau mit 76 Jahren gestorben

  • Aktualisiert am

Jazz-Sänger Al Jarreau beim 50. Montreux Jazz Festival in der Schweiz (Archivbild aus dem Jahr 2016) Bild: dpa

Der weltberühmte Jazz-Sänger Al Jarreau ist mit 76 Jahren gestorben. Der siebenfache Grammy-Gewinner aus Amerika hatte vor wenigen Tagen erst angekündigt, seine Karriere zu beenden.

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          Der Jazz-Sänger Al Jarreau ist tot. Der vielfach preisgekrönte Stimm-Akrobat starb am Sonntag im Alter von 76 Jahren, wie sein Agent Bob Zievers der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Auf dem offiziellen Twitter-Account des Musikers hieß es, dass Al Jarreau gegen 6 Uhr früh (Ortszeit) verstorben sei. Familienmitglieder und einige enge Freunde waren dabei, so Zievers. Zunächst sei nur eine „kleine private Trauerfeier“ geplant, keine öffentliche Beerdigung, hieß es weiter.

          „Er ist dankbar für seine 50 Jahre, in denen er die Welt im Priestertum durch Musik bereist hat und für alle, die dies mit ihm teilten – sein treues Publikum, die engagierten Musiker und so viele andere, die seine Bemühungen unterstützten.“ Auftritte waren auch in Oldenburg, Karlsruhe und Düsseldorf geplant.

          Vor wenigen Tagen wurde der Amerikaner wegen Erschöpfung in ein Krankenhaus in Los Angeles gebracht – daraufhin hatte er seine Karriere als beendet erklärt. Auf ärztlichen Rat hin hatte er geplante Auftritte abgesagt und war in „vollständiger Trauer“ vom Tour-Leben abgetreten, hieß es. Laut einer Mitteilung auf seiner Website vom vergangenen Mittwoch war er noch auf dem Weg der Besserung gewesen. Sein Sohn habe ihn sogar dabei ertappt, wie er einer Krankenschwester seinen Hit „Moonlighting Theme“ vorgesungen habe. Nun starb der siebenfache Grammy-Gewinner am Morgen jenes Tages, an dem der begehrte Musikpreis in Los Angeles zum 59. Mal vergeben werden sollte.

          Sein erstes Album hatte der Sänger, der mit vollem Namen Alwyn Lopez Jarreau hieß, erst 1975 im Alter von 35 Jahren veröffentlicht – zahlreiche weitere sollten folgen. Lieder wie „We’re in This Love Together“, „Mornin’“ oder „Moonlighting Theme“ wurden zu Klassikern. Jarreau stand mit Musik-Größen wie Randy Crawford und Bobby McFerrin auf der Bühne. Außerdem hatte er Gastauftritte im Fernsehen und am Broadway.

          Der 1940 in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin als fünftes von sechs Kindern geborene Jarreau war noch vergangenes Jahr einer Einladung des damaligen amerikanischen Präsidenten Barack Obama ins Weiße Haus gefolgt und unter anderem auch bei den Jazztagen in Dresden aufgetreten. Der charismatische Gesangsvirtuose mit Charme und Witz wurde in vielen Ländern verehrt. Auch ein Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood war ihm verliehen worden.

           

           

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