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Alzheimerheim in Thailand : Lebensabend in der Fremde

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Sie sprechen nicht die gleiche Sprache und verstehen sich doch: Eine Alzheimerpatientin mit ihrer thailändischen Pflegerin Bild: Zeitenspiegel, Kathrin Harms

Das Heim liegt in Thailand. Die Patienten kommen aus Deutschland und der Schweiz. Nichts an ihrer neuen Heimat ist ihnen vertraut. Dennoch finden sie sich darin besser zurecht, als in ihrem eigenen Leben. Über eine Auswanderung ohne Wiederkehr.

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          Als Martin Woodtli seine Mutter schließlich nach Thailand brachte, war sie dreiundsiebzig Jahre alt. Sie war noch nie zuvor in diesem Land gewesen, sie beherrschte dessen Sprache nicht und kannte sich mit dessen Sitten nicht aus. Nichts von dem, was sie in Chiang Mai, einer Stadt im bergigen Norden, erwartete, würde sie an ihre Kindheit erinnern können, die sie in der Schweiz verlebt hatte, in einem Haus in Münsingen nahe Bern. Dabei waren es vor allem die Kindheit und die Jugend, in der sich Margrit Woodtli aufhielt, seit Alzheimer bei ihr diagnostiziert worden war.

          Ärzte und Freunde hatten Martin Woodtli von dieser Reise abgeraten. Man bringt keinen Menschen, der sich in seinem vertrauten Umfeld schon nicht mehr zurechtfindet, in eines, das er überhaupt nicht kennt, hatten sie gesagt. Man entwurzelt ihn nicht aus dem beständig kleiner werdenden Garten seiner Erinnerung. Doch nach einiger Zeit lief Martin Woodtlis Mutter über den Marktplatz von Chiang Mai, als sei es der von Münsingen, prüfte Mangos und Wasserspinat, als seien es Äpfel und Kartoffeln. Sie war in den Tempeln der Stadt ebenso beliebt wie in der Kirche zu Hause, und einmal, als sie mit ihren Sohn zusammen durch die Straßen spazierte, deutete sie scheinbar willkürlich auf ein Haus und sagte, dort sei sie als Kind zu Schule gegangen.

          Sie bleiben nicht, weil es billig ist

          Martin Woodtli steht, das Telefon in der Hand, in der Einfahrt des Anwesens „Baan Kamlangchay", was so viel wie „Begleitung des Herzens" bedeutet. Der Weg war schwer zu finden gewesen, die Hausnummern in der ruhigen Vorstadt von Chiang Mai schienen freihändig vergeben worden zu sein. Immer wieder hatte der Taxifahrer aussteigen und fragen müssen und das Haus dennoch erst gefunden, als er Martin Woodtli anrief und dieser ihm in fließendem Thai den Weg beschrieb.

          Jeder Gast hat drei feste Pflegerinnen, die abwechselnd rund um die Uhr für ihn da sind

          Es ist Mittag und in dem überdachten Vorhof des Haupthauses geht gerade das gemeinsame Essen zu Ende. Angestellte räumen die Reste von Hühnchen und Salat weg und bringen Früchte. Ein Mann mit dicker Brille und weißem Haar sitzt am Tisch und lächelt in einen rosa Plastikbecher hinein. Eine Frau mit eingefallenen Augen wird von einer Thailänderin mit einer Banane gefüttert. Ein Mann in grauem Poloshirt spricht mit seiner Betreuerin Französisch, obwohl sie gar kein Französisch spricht. Ein Mann im Rollstuhl blickt ins Leere, während seine Betreuerin ihm den Arm streichelt. Eine ältere Frau hakt sich bei ihrem Pfleger unter und geht mit ihm die Straße entlang. Ein leuchtender Hut schützt sie vor der Sonne, die alles hier als frisch verkauft. Der Mann mit der Brille hält immer noch den Plastikbecher vor das Gesicht.

          Zehn Menschen leben in dem Heim, das Martin Woodtli aufgebaut hat, zwei Deutsche und acht Schweizer, er nennt sie Gäste, aber es sind eigentlich Patienten. Jeder von ihnen hat irgendeine Form von Demenz. Sie wohnen in Häusern, die sich um jenes zweistöckige Gebäude in der Mitte des Viertel gruppieren, in das Martin Woodtli mit seiner Mutter zog, als er nach Chiang Mai kam. Neben dem Vorhof gibt es eine Bar, über deren Tresen eine Schweizer Flagge hängt. Auf der Terrasse steht eine Hollywoodschaukel. Dahinter liegen die Gärten der Nachbarn, in denen es riesige Farne gibt und goldene Tempel für die Hausgeister. Jeder der Gäste wird rund um die Uhr von drei Pflegern betreut, die einander in Schichten abwechseln. Der Aufenthalt in dem Heim kostet zweitausend Euro im Monat, und natürlich ist das weniger, als ein solcher Platz in der Schweiz oder in Deutschland gekostet hätte. Das war ja auch der Grund dafür, weshalb Martin Woodtli seine Mutter vor sieben Jahren nach Thailand brachte. Es ist aber nicht der Grund dafür, weshalb sie dann geblieben sind.

          Er spricht mit seiner Pflegerin Französisch, sie versteht kein Wort

          Chiang Mai ist die größte Stadt im Norden Thailands. Sie hat einhundertfünfzigtausend Einwohner und ist für die vielen buddhistischen Tempel und ihr angenehmes Klima bekannt. In den kältesten Monaten ist es noch immer mehr als zwanzig Grad warm, in den heißesten steigt die Temperatur nicht über dreißig. Eine der Leibspeisen der Region ist Khao Soi Gai, ein mildes Curry mit Huhn und Eiernudeln. Bis auf die Tatsache, dass es hinter der Stadt bergig ansteigt, und das sie ebenso aus Straßen und Häusern besteht, hat sie nichts von Münsingen.

          Martin Woodtli führt zu dem Haus, das dem Haupthaus gegenüber liegt. Hier wohnt Bernard. Er ist dreiundsiebzig Jahre alt und Schweizer. Sein Zimmer ist aufgeräumt und sauber, das Bett frisch gemacht. Auf dem kleinen Schreibtisch liegen neben einem Brettspiel, einer rosa Lampe, bunten Bauklötzen und einer Haarbürste mehrere thailändische Illustrierte, von denen er kein einziges Wort versteht, in denen er aber jede Zeile jeder Seite säuberlich mit Kugelschreiber unterstrichen hat. Es muss ihn und seine Pflegerin ganze Nächte gekostet haben. „Der junge Mann ist Journalist, so wie Sie früher", stellt Martin Woodtli den Besucher vor. Aber Bernard spricht an diesem Tag kein Deutsch. Dafür spricht er mit seiner Pflegerin Französisch, was wiederum sie nicht versteht, ihnen beiden allerdings nichts auszumachen scheint. Bernard ist einer der lebhaften Gäste. Manchmal lässt er sich nicht aufhalten und marschiert durch die Vorstadt. Dann ruft die Pflegerin Martin Woodtli an, damit er ins Auto steigt und zu ihnen kommt. „Was ein Zufall, dass ich dich hier treffe", sagt er dann zu Bernard. „Bei mir daheim ist gerade ein Fest. Komm, steig ein!" Und nimmt ihn wieder mit nach Hause.

          „Ich musste mich selber erst wieder integrieren“

          Victor wohnt in einem Haus, das ein paar Schritte vom Haupthaus entfernt liegt. Er ist achtzig Jahre alt, trägt eine Brille und eine rote Kappe mit der Aufschrift „Suisse" auf dem Kopf. Ein Ventilator bläst leise Luft in das Zimmer, in dem ein Foto seiner Tochter steht und drei Porträts des thailändischen Königs an der Wand hängen. Victor beginnt zu erzählen, ohne dass es eine Frage braucht. „In den sechziger Jahren habe ich in einer Mine in Kanada gearbeitet. Wir haben nach Gold gesucht. Dann bin ich wieder heim, um eine Familie zu gründen. Ich hatte eine Freundin in Kanada. Wenn ich ihre Adresse wüsste, würde ich ihr Geld schicken. Alle reden von der Bekämpfung der Armut. Aber es gibt nur einen Weg. Das bespreche ich aber nur meiner Tochter. Geben Sie mir Ihre Adresse, dann kann ich sie meiner Tochter weiterleiten. Aber erst müssen wir den Finanzminister kontaktieren", sagt er. Er ist einer der wenigen Patienten, die Martin Woodtli noch jeden Tag wieder erkennen.

          Martin Woodtli ist achtundvierzig Jahres alt und wirkt, obwohl er Sandalen mit weißen Klettverschlüssen trägt, noch immer sehr sportlich. Er ist als Jugendlicher einmal ein talentierter Leichtathlet gewesen, der es über die 1500-Meter-Strecke bis in die Schweizer Nationalmannschaft schaffte, bevor ihm eine Verletzung die Karriere verbaute und er die Lust am Leistungssport verlor. Später wurde er Sozialarbeiter und baute für „Ärzte ohne Grenzen" in Thailand ein Hilfsprojekt für Aidskranke auf. Nach ein paar Jahren kehrte er in die Schweiz zurück. Er wollte beim Flüchtlingsdienst in Luzern ein Integrationsprojekt leiten. Doch er kam mit der Umgebung, die ihm vertraut war, auf einmal nicht mehr zurecht, und gab die Arbeit auf. „Ich musste mich selber erst wieder integrieren", sagt er.

          Nachdem seine Mutter an Alzheimer erkrankte, zog er in das Haus seiner Eltern. Aber bald musste er einsehen, dass er sie allein nicht pflegen konnte, er wollte ihr aber auch die Heime nicht zumuten, die er sich angesehen hatte. So entstand die Idee, zurück nach Thailand zu gehen, nach Chiang Mai, wo er einige Zeit gelebt hatte. Er wusste, dass dort mehrere Generationen unter einem Dach wohnen und die Jungen wie selbstverständlich die Alten pflegen. Ursprünglich wollte er nur einen Monat bleiben, um zu sehen, wie seine Mutter reagierte. Als er seinen Bekannten in der Schweiz erzählte, wie sie reagierte, erzählten sie es weiter. So ist aus einem Experiment ein Unternehmen geworden. Es beschäftigt dreißig Pfleger und Pflegerinnen, um die sich vor allem Martin Woodtlis Frau kümmert. Sie heißt Nid, er hat sie in einem Friseursalon kennengelernt. Sie ist bis heute seine zuverlässigste Verbindung in das Land, in dem er sich manchmal noch immer wie ein Fremder fühlt.

          Sie verstehen sich nicht und sprechen doch miteinander

          Nid steht im Haupthaus und schneidet den Patienten die Haare. Gerade ist Phillippina an der Reihe. Sie ist siebenundsechzig Jahre alt und Schweizerin, aber ihre Kindheit hat sie in den Niederlanden verbracht, weshalb sie an diesem Tag niederländisch spricht, und vielleicht, weil sie beim Friseur sitzt, spricht sie sogar unaufhörlich. Den Umhang um den Körper geworfen sitzt sie auf dem Stuhl, das rechte Bein an den Körper gezogen, mit der Sohle auf dem Sitz. Wenn sie während ihrer Erzählung darüber bekümmert wirkt, dass sie nicht weiter weiß, nimmt Nid sie lange in den Arm. Dann befreit sich Philippina auf einmal aufgeregt und erzählt schnell weiter. Wenn sie schimpft, legt Nid ihr sanft die Hand auf die Schulter. An einem Punkt der Geschichte lacht Philippina laut auf, und Nid lacht mit. Als sich Philippina gegen Ende des Friseurtermins mit der Hand durch ihre Haare fährt, beugt sich Nid hinab, bis die Schweizerin auch ihr durch die Haare streichen kann. Es ist die Art von Gespräch, die sie miteinander führen können.

          Die Patienten aus Europa können die thailändischen Liebeslieder nicht mitsingen, aber sie weinen mit ihren Pflegerinnen gemeinsam dazu. Die Thailänder wiederum verstehen kein Wort des Textes von „Blau, blau, blau blüht der Enzian", aber sie tanzen mit den Gästen dazu. Sie sind einander fremd, sie haben nichts gemeinsam, doch das scheint sie miteinander zu verbinden. Der einzige, der sonderbarerweise fremd daneben steht, ist Martin Woodtli. Er ist gesund, aber er ist kein Thai. Er ist Europäer, aber er ist nicht krank. Er kann es nicht vermeiden, sich über die Sprache zu verständigen. Wenn seine Mutter ihn beschimpfte, überhörte er es nicht. Wenn sie die Serviette für ein Croissant hielt und darauf herumkaute, musste er sie tadeln. Wenn seine Mutter auf der Toilette ihre Hose anbehielt, weil, wie sie sagte, die Toilette sonst zerbreche, diskutierte er mit ihr. Wenn sie grundlos wütend auf ihn war, wollte er sich verteidigen dürfen. Wenn sie etwas Blaues immer wieder rot nannte, widersprach er. So lange, bis er einsehen musste, dass das Blaue tatsächlich rot ist. „Die Kranken haben immer recht", sagt er. Ihre Welt kennt keine Argumente.

          Als Martin Woodtli und Nid heirateten, war die Kirche in Chiang Mai fast leer. Nur die ersten beiden Reihen waren besetzt. Auf der einen Seite saß Nids Familie. Auf der anderen Seite saßen Freunde des Bräutigams, die zufällig in der Nähe urlaubten, sowie die Patienten samt Betreuerinnen. Nach der Trauung ging das Brautpaar zu der Mutter des Bräutigams, die mit grünen Ohrringen und einem rosa Kostüm schick in der ersten Reihe saß. Die Brautleute knieten sich hin und übergaben Margit Woodtli einen gelben Blumenstrauß. „Das ist deine Schwiegertochter", sagte Martin Woodtli zu ihr, „wir haben geheiratet". Seine Mutter sagte nur: „Potztüsig", potztausend.

          So vertraut ihr das Neue erschien, so fremd wurde ihr das Bekannte

          Die Patienten können nicht geheilt werden, aber sie sind auch nicht todkrank. Den größten Fortschritt, den Martin Woodtli mit ihnen erreichen kann, ist eine heitere Form von Stillstand. Jahrelang schaffte er es, seine Mutter in Chiang Mai bei Laune zu halten, sie stetig mit Reizen zu versorgen, auf dass sie aktiv und verspielt blieb. Aber so vertraut ihr in Chiang Mai das Neue erschien, so fremd wurde ihre das vermeintlich einzig Bekannte, ihr Sohn. Immer öfter passierte es nun, dass sie ihn nicht mehr erkannte, so wie sie einst ihren Mann, mit dem sie vierzig Jahre verheiratet war, nicht mehr erkannt hatte und ihn abwehrte, wenn er sie umarmen wollte, bis er sich schließlich wegen der Krankheit seiner Frau das Leben nahm. Danach war der Sohn mit ihr nach Thailand gegangen, wo sie vor vier Jahren schließlich an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben ist.

          Jeder Gast, den Martin Woodtli in den Jahren, in denen er das Heim schon führt, begrüßt hat, war von der Krankheit bereits unkenntlich gemacht worden und wirkte oft fast unerreichbar. Zwar verspricht ein neuer Patient aus der Schweiz, auch für Martin Woodtli ein Stück seiner alten Heimat in das „Baan Kamlangchay" zu tragen. Aber da sind oft nur Fotos und Geschichten ohne Anfang, ohne Ende. An die Welt, die seine Gäste einmal mit Martin Woodtli geteilt haben, kann nur er sich noch erinnern.

          Manfred ist einer seiner jünsgten Gäste. Er leidet unter Frontallappendemenz. Sein vorderes Gehirn schrumpft und schrumpft. Zu den ersten Symptomen dieser eher seltenen Art von Demenz zählen etwa Extrovertiertheit, wenn die Person, wie in Manfreds Fall, vorher eher introvertiert war, Verflachung der Gefühlsäußerungen, Störung der Urteilsfähigkeit, Vernachlässigung der persönlichen Hygiene, Zerstreutheit, Impulsivität sowie eine Verarmung der Sprache. Als Martin Woodtli Manfred das erste Mal sah, war der schon jenseits dieses Stadiums. Deshalb bat er die Angehörigen bei ihrem nächsten Besuch, ein Video mitzubringen, das Manfred so zeigt, wie sie ihn kannten. Martin Woodtli wollte etwas, das seine thailändischen Pfleger nie versuchen, weshalb sie dann auch nicht enttäuscht sind, wenn es nicht gelingt. Er wollte den Menschen kennenlernen, der sein Gast einmal gewesen war. Aber dann hat Manfreds Frau das Video zu Hause gelassen.

          „Von da an hatte ich einen ganz anderen Mann“

          Es ist jetzt später Nachmittag. Ein paar Meter neben dem Haupthaus wird ein hagerer, apathischer Mann von seiner Frau vorsichtig auf eine Bank gesetzt. Die Frau heißt Lorli und lebt in der Schweiz, sie ist nur zu Besuch in Chiang Mai. Die Bilder im Zimmer ihres Mannes zeigen ihn zusammen mit ihr und seinen Pflegerinnen. Ein kleines grünes Stofftier sitzt neben dem Kissen auf dem Bett, daneben ein großer, weißer Teddybär. Im Regal liegen in den drei dicken Fotoalben die Erinnerungen, die Justin heute fehlen.

          Justin und Lorli sind seit fünfundfünfzig Jahren miteinander verheiratet. Er sei ein guter Mann gewesen, sagt sie. Einer, der viel im Haushalt half. Früher seien sie oft in die Berge gegangen und hätten dabei viel diskutiert. „Wenn es mir nicht gut ging, konnte ich mit ihm reden. Er hat mich verstanden". Vor ein paar Jahren begann Justin, Symptome semantischer Demenz zu zeigen. Nach und nach vergaß er, was die Worte, die ihn umgaben, bedeuteten. Vor drei Jahren, es war ein Freitag, stürzte er auf den Kopf, da lebte er noch mit Lorli zusammen. Am Montag sagten ihr die Ärzte, dass ihr Mann ins Heim müsse. „Von da an hatte ich einen ganz anderen Mann", sagt Lorli.

          Im Schweizer Heim saß Justin manchmal allein im Aufenthaltsraum und klopfte mit den Fingern gegen die Fensterscheibe. Wenn die Angehörigen ihn besuchten, mussten sie erst klingeln, weil die Einrichtung immer abgeschlossen war. Die Pflegerinnen seien sehr lieb gewesen, sagt Lorli, aber sie hätten zu wenig Zeit gehabt. Ihr Sohn erzählte ihr schließlich von einem Freund in Chiang Mai und dem Heim, das es dort gibt. So brachte sie ihren Mann hierher. Sie mache sich noch manchmal Vorwürfe, ihn weggegeben zu haben, sagt Lorli, Auch wenn sie wisse, dass es ihm hier besser gehe als daheim.

          Seit drei Jahren lebt Justin nun im „Baan Kamlangchay". Lorli besuchte ihn in dieser Zeit, so oft es geht. Jedes Mal, wenn sie ihn wieder sah, hatte er wieder ein paar Worte seiner Sprache verloren. Seit kurzem spricht er gar nicht mehr. Lorli bleibt nur, in seinem Gesicht zu lesen. Natürlich wäre sie gern in der Nähe ihres Mannes. „Aber ich brauche einfach eine Heimat", sagt sie. Nach sieben Wochen in Chiang Mai wird sie abreisen. Zurück bleibt ihr Mann. Und Martin Woodtli.

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