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: Al-Qaida-Lesebuch

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Aus zwei Traktaten, die im vergangenen Jahrzehnt im arabischen Raum veröffentlicht wurden, will der amerikanische Verlag Doubleday ein Terrorbrevier mit pädagogischem Mehrwert zusammenstellen. Die Quellen des "Al Quaeda Reader" sind ...

          Aus zwei Traktaten, die im vergangenen Jahrzehnt im arabischen Raum veröffentlicht wurden, will der amerikanische Verlag Doubleday ein Terrorbrevier mit pädagogischem Mehrwert zusammenstellen. Die Quellen des "Al Quaeda Reader" sind eine arabische Sammlung von Interviews mit Usama Bin Ladin und seinen Helfershelfern in den neunziger Jahren sowie ein Manifest des Dschihad von Ayman Al Zawahiri, dem zweiten Mann bei Al Qaida. Während Doubleday auf die Vorzüge verweist, die eine genaue Kenntnis der Denkart des Feindes bringt, gehen die Meinungen über die geplante Veröffentlichung im Kreis der Familienangehörigen der Terroropfer auseinander: Die aufklärerische Fibel der einen könnte zur Heiligen Schrift der andern werden. Um gar nicht erst in den Verdacht des Profitdenkens zu kommen, würde Doubleday, der im Besitz der Bertelsmann AG befindlichen Verlagsgruppe Random House untertan, allen Gewinn für wohltätige Zwecke spenden. Nur der Übersetzer Raymond Ibrahim, ein Angestellter der Washingtoner Kongreßbibliothek, bekommt ein Honorar. Obgleich auch die Autoren ein Recht auf Bezahlung hätten, sollen Bin Ladin, Al Zawahiri und Genossen aber leer ausgehen. Der Verlag rechnet nicht mit einer diesbezüglichen Klage. Gerichtsstand wäre auf jeden Fall New York.

          J.M.

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