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Afghanistan nach dem Krieg : Das Kulturerbe wird geplündert

  • Aktualisiert am

Plündern als Lebensgrundlage: Schatzsucher im antiken Baktra Bild: aptn

In den Ruinen der Jahrtausende alten afghanischen Stadt Baktra suchen die Bewohner nach antiken Fundstücken für den Schwarzmarkt.

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          Die afghanische Stadt Baktra ist eines der ältesten Zentren menschlicher Kultur. Seit der Bronzezeit haben verschiedene Epochen und Kulturen hier ihre Spuren hinterlassen. Das sagenhafte Baktrische Gold hat seinen Namen von dieser Stadt, und immer noch birgt der Boden unter den Ruinen der Stadt antike Schätze.

          Die Hunger leidende Landbevölkerung Afghanistans gräbt in den Ruinen auf der Suche nach Fundstücken, die sie auf dem Schwarzmarkt verkaufen kann. Zumeist sind es Münzen oder Tonscherben, die gefunden werden. Sammler im Ausland sind seit längerem bereit, den Zwischenhändlern horrende Summen für solche Stücke zu zahlen.

          Unter der Herrschaft der Taliban wurde die Plünderung der antiken Siedlungsstätten schwer bestraft. Auch wenn die Taliban kein Interesse am Erhalt der Kulturschätze hatten, verhinderten sie so Plünderung und Ausverkauf. In der chaotischen Situation nach dem Ende des Taliban-Regimes jedoch achtet niemand mehr auf den Erhalt der Fundstätten.

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