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Fernsehkultur : ZDF stellt „Philosophisches Quartett“ ein

Auserzählt: Rüdiger Safranski (links) und Peter Sloterdijk beenden „Das Philosophische Quartett“ so ganz freiwillig nicht Bild: ZDF/Jürgen Detmers

Die Gesprächssendung mit Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski sei „auserzählt“, heißt es beim Sender. Stattdessen gibt es künftig eine Talkshow mit Richard David Precht.

          Das „Philosophische Quartett“ ist einer der Qualitätsanker im Programm des ZDF. Es ist eine der wenigen Sendungen, in denen nicht floskelhaft, sondern grundsätzlich über gesellschaftliche, kulturelle und politische Phänomene gesprochen wird. Nur ein halbes Dutzend Mal pro Jahr leistet sich das ZDF diesen intellektuellen Diskurs, sonntags, zu mitternächtlicher Stunde.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Doch mit der Runde, zu welcher der Philosoph Peter Sloterdijk und der Schriftsteller Rüdiger Safranski einladen, ist nach Informationen von FAZ.NET nun Schluss. Die Sendung vom vergangenen Sonntag war schon die vorletzte, es folgt noch eine einzige am 13. Mai. Dann ist das Quartett Geschichte. Stattdessen schlägt von Herbst an der Publizist Richard David Precht im ZDF-Programm auf.

          Der ZDF-Sprecher Alexander Stock bestätigte auf Anfrage von FAZ.NET die Absetzung des „Philosophischen Quartetts“: „Das Format“, so Stock, „hat sich nach zehn Jahren allmählich auserzählt.“ Die geplante Sendung mit Richard David Precht sei nicht unbedingt in der Nachfolge des „Philosophischen Quartetts“ zu sehen, über die Form und den Sendeplatz werde noch verhandelt.

          Das Ende kommt abrupt

          Das seit zehn Jahren laufende „Philosophische Quartett“ wiederum steht dem Titel und dem formalen Konzept nach sehr wohl in einer Nachfolge, nämlich in der des legendären „Literarischen Quartetts“ des Literaturkritikers und langjährigen Literaturchefs der F.A.Z., Marcel Reich-Ranicki. Mit wechselnden Gästen erörtern Safranski und Sloterdijk in ihrem Quartett die Grundsatzfragen, die hinter den aktuellen gesellschaftlichen Diskursen stehen.

          Das Ende kommt abrupt, es wurde den Beteiligten erst am Wochenende anlässlich der Aufzeichnung der aktuellen Sendung eröffnet, in welcher die Schriftstellerin Juli Zeh und der Grünen-Politiker Joschka Fischer zu der Spekulation „Europa ohne Euro“ Stellung nahmen. „Ginge mit der Währung auch die Idee zugrunde“, lautete der Untertitel der Debatte. Die Idee eines philosophischen Diskurses jedenfalls hat das ZDF einstweilen zu Grabe getragen.

          Ihren Nachfolger, der kein Nachfolger sein soll, hatten Safranski und Sloterdijk im Frühjahr 2009 noch selbst zu Gast. Die letzte Ausgabe des „Philosophischen Quartetts“ am 13. Mai trägt den sinnigen Titel „Die Kunst des Aufhörens“.

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