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FAZ.NET-Sprinter : „Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen…“

Unser Sprinter-Autor: Sebastian Reuter Bild: Robert Wenkemann

Trump hat keine Zeit, Merkel verfügt noch über Strahlkraft und Nahles bangt mehr denn je um ihren Posten. Was sonst wichtig wird, steht im FAZ.NET-Sprinter.

          2 Min.

          Man tut Angela Merkel wohl kein Unrecht an, wenn man die 64 Jahre alte Bundeskanzlerin nicht mehr zur Generation der Jüngeren zählt. Dass Merkel allerdings auch gegenüber Jugendlichen und Studenten noch an Strahlkraft verfügt, bewies sie am Donnerstag bei ihrer Rede vor begeisterten Studenten der amerikanischen Eliteuniversität Havard, von der sie zudem für ihre Flüchtlingspolitik gelobt wurde und die Ehrendoktorwürde verliehen bekam. Ein Treffen mit Donald Trump kam während ihres Besuchs in den Vereinigten Staaten nicht zustande, der Präsident sprach lieber vor Air-Force-Absolventen in Colorado. Dagegen erwartet die Kanzlerin an diesem Freitag Trumps Außenminister Mike Pompeo in Berlin. Jenen Mann also, der vor wenigen Wochen seinen Deutschland-Besuch kurzfristig absagte, da es angeblich Dringenderes zu erledigen gab.

          Doch zurück zur „Generation der Jüngeren“: Am Ende einer Woche, in der sehr viel über das Wahlverhalten (grün!) und den Alltag (digital!) dieser Bevölkerungsgruppe diskutiert wurde, steht die Erkenntnis, dass es durchaus Sinn ergibt, mit ihren Vertretern in den Dialog zu treten – anstatt sie von oben herab als Langzeitstudenten oder Youtube-Gören abzukanzeln. Von Juso-Chef Kühnert über den neuen „Die Partei“-Europaabgeordneten Semsrott bis zur neuen SPD-Newsroom-Leiterin Mohr bewiesen gleich mehrere politische Akteure unter 35 Jahren in diversen Talkformaten, dass sie vermeintlich Erfahreneren gewachsen sind, die Bedürfnisse ihrer Generation auf den Punkt bringen können und das Motto für die Zukunft getreu einem Lied von Sven Schumacher „Aufstehen, aufeinander zugehen, voneinander lernen“ lauten sollte. Welche Ziele die „Jungen“ bei ihrem „Aufstand“ verfolgen, über welche Mittel sie verfügen und was sie den „Älteren“ voraushaben könnten, können Sie derweil in der Titelgeschichte der neuen F.A.Z. Woche nachlesen. Wie man es schafft, trotz Tourette-Syndroms Abgeordneter im hessischen Landtag zu werden, hat Bijan Kaffenberger meinem Kollegen Timo Steppat in der neuen Folge des „Am Tresen“-Podcasts erzählt. Der SPD-Politiker aus Darmstadt ist übrigens gerade erst dreißig Jahre alt geworden.

          Abschließend noch ein schneller Abstecher zur Grundrente: Die SPD hat sich mit ihrem Vorschlag, eine sogenannte „Respektrente“ einzuführen, in der Union (nicht nur bei den Jüngeren) schon vor längerer Zeit viele Feinde gemacht. Doch nun werden auch noch in der Wissenschaft erhebliche Zweifel laut, ob das Konzept überhaupt mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Für Andrea Nahles dürfte das keine gute Nachricht sein. Die SPD-Chefin sitzt alles andere als sicher auf ihrem Posten – und hat offenbar auch noch eine Probeabstimmung über ihren Verbleib als Fraktionsvorsitzende verloren. Bislang gibt es zwar noch keinen Gegenkandidaten für Nahles – aber vielleicht findet sich ja noch jemand Jüngeres.

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