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FAZ.NET-Sprinter : So früh im Jahr so unbeliebt

Unser Sprinter-Autor: Felix Hooß Bild: Robert Wenkemann

Was Robert Habeck und Theresa May gemeinsam haben? Mit keinem von beiden möchte man dieser Tage tauschen: Der eine duckt sich bei Kritik lieber weg, die andere steht beim Brexit-Deal unter Zugzwang. Der FAZ.NET-Sprinter.

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          Robert Habeck führt die noch recht frische Liste der Personen an, mit denen wir 2019 lieber nicht tauschen möchten. Zunächst traf ihn der Datenklau härter als die meisten anderen Politiker und Prominenten, dann leistete sich der Grünen-Vorsitzende selbst einen Fehltritt, als er in einem Wahlkampfvideo den Freistaat Thüringen verunglimpfte. Alles ein Versehen, erklärte Habeck später, es war allerdings nicht das erste Mal, dass sich der „Schriftsteller und Politiker“ (Quelle: Wikipedia) verbal im Netz blamierte. Als Konsequenz hat Habeck nun seine Accounts bei Facebook und Twitter gelöscht, Letzteres habe ihn „aggressiver, lauter, polemischer und zugespitzter“ werden lassen. Nun wäre weniger Zeit auf Social Media für die allermeisten ein guter Vorsatz, mehr Medienkompetenz kann allerdings auch nicht schaden. Oder wie mein Kollege Oliver Georgi gestern – auf Twitter – schrieb: „Nicht der ,polarisierende Ton‘ ist das Problem, sondern dass ausgerechnet ein Politiker wie er nicht mit dem Medium umgehen kann und jetzt kapituliert, statt es besser zu machen.“ Zum Datendiebstahl selbst bringt heute vielleicht Bundesinnenminister Horst Seehofer etwas Licht ins Dunkel, wenn er sich gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamts für IT-Sicherheit und des Bundeskriminalamts zu der Affäre äußert.

          Felix Hooß
          Koordinator für Premium-Inhalte bei FAZ.NET.

          Knapp hinter Robert Habeck in der Liste der Personen, mit denen wir 2019 lieber nicht tauschen möchten, rangiert übrigens Großbritanniens Premierministerin Theresa May. Heute tritt nach kurzer Winterpause erstmals das britische Kabinett wieder zusammen, in genau einer Woche will May im Unterhaus über das Austrittsabkommen mit der Europäischen Union abstimmen lassen – ohne weiteren Aufschub. Die Situation ist nach wie vor verfahren: Mays „Deal“ mit der EU wird von unterschiedlichen Lagern abgelehnt und die Ultra-Brexiteers sehen sich im Aufwind, denn sie erkennen in einem ungeregelten Brexit nicht nur eine vertretbare, sondern die einzig seligmachende Alternative. Dass sich selbst die britische Regierung mit einem ungeregelten Brexit beschäftigt, zeigte ein Testlauf am Montag in der Nähe des Kanaltunnels, bei dem schon mal Staus und Verzögerungen bei der Abfertigung am Zoll simuliert wurden.

          Falls Sie heute im Büro mitreden möchten, was die kommenden großen Technik-Trends werden, merken Sie sich Brotbackroboter, Anti-Schnarch-Masken und vernetzte Kühlschränke. Die Consumer Electronics Show (CES) eröffnet heute in Las Vegas, es ist die erste große Innovationsmesse des Jahres. Das Thema „Smart Home“ und die Digitalisierung des Alltags spielen dabei wieder eine große Rolle. Meine Kollegen Martin Gropp und Roland Lindner sind vor Ort und berichten auf FAZ.NET über die Neuheiten.

          Und sonst? Gehen die zweitägigen Gespräche über eine Lösung im Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China heute zu Ende. Werben Sicherheitsberater John Bolton und Außenminister Mike Pompeo in Ankara für die amerikanische Syrienpolitik. Spricht Bundesaußenminister Heiko Maas bei der irischen Botschafterkonferenz in Dublin unter anderem über den Brexit.

          Die Nacht in Kürze

          Trump kündigt Rede an Nation an: Während der Regierungsstillstand weitergeht, hat Donald Trump für Dienstag eine TV-Ansprache angekündigt. Laut seinem Vize erwägt er den nationalen Notstand auszurufen, um die Grenzmauer finanzieren zu können.

          Kim mit Zug nach Peking gereist: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un ist überraschend zu einer mehrtägigen Visite in China eingetroffen. Dort wird er auch mit Präsident Xi Jinping zusammenkommen.

          Sturm im Norden, Schnee im Süden: Das Wetter in Deutschland bleibt turbulent. Die Behörden warnen vor einer Sturmflut an der Nordsee. Im Süden wird schon bald wieder heftiger Schneefall erwartet – nicht nur in Bayern.

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