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FAZ.NET-Sprinter : Möglichst einmütig

  • -Aktualisiert am

Chinas Präsident Xi Jingping und der amerikanische Präsident Donald Trump Anfang April 2017 auf Trumps Domizil Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida Bild: Reuters

Wen der Papst zur Einigung aufruft, wen sich die SPD nicht auch noch nehmen lassen will und wie China und die Vereinigten Staaten versuchen, den Handelskrieg doch noch abzuwenden – die Themen am Morgen im FAZ.NET-Sprinter.

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          Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, hat eine turbulente Woche hinter sich. Erst das Kreuz mit der CSU, dann die Reise nach Rom mit dem Ziel, den Konflikt um den Kommunionempfang für nichtkatholische Ehepartner zu lösen. Hat nicht geklappt. Marx, der dafür ist, und sein Gegner, Rainer Maria Kardinal Woelki, wurden vom Papst am Donnerstagabend wieder nach Hause geschickt. Franziskus' Rat: Sie mögen „im Geist kirchlicher Gemeinschaft eine möglichst einmütige Regelung finden“. Die Hintergründe dazu hat in der heutigen F.A.Z. mein Kollege Daniel Deckers aufgeschrieben.

          Was der CSU das Kreuz ist, ist für die SPD Marx, Karl Marx. Den will sie sich nicht auch noch nehmen lassen. Schon gar nicht die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die in der Marx-Stadt Trier lebt. Dort wird heute die Ausstellung zum 200. Geburtstag des Ökonomen eröffnet, morgen soll dann eine Marx-Statue enthüllt werden – ein Geschenk der Volksrepublik China. Schöne Bilder dürften das werden. Doch auch der politische Gegner versucht aus Marx Kapital zu schlagen. Die AfD sprach von einem „kitschigen Kult“, der die Opfer des Kommunismus verstöre.

          Dass China den Kommunismus stark in Richtung Kapitalismus weiterentwickelt hat, ist bekannt. Hendrik Ankenbrand berichtet in der F.A.Z., wie China und die Vereinigten Staaten gerade versuchen, den drohenden Handelskrieg zwischen ihnen doch noch abzuwenden. Heute hält sich eine Delegation amerikanischer Regierungsvertreter für Gespräche in Peking auf. Auch der amerikanische Präsident Donald Trump hat sich eingeschaltet. Er forderte China auf, seinen Handelsbilanzüberschuss gegenüber Amerika drastisch zu senken. Auf Twitter schrieb er, dass er darauf hoffe, bald mit Chinas Präsident Xi Jinping zusammenzutreffen. Mit diesem werde er „immer eine gute (großartige) Beziehung haben“. Dass die Beurteilung der Beziehungen, die Trump pflegt, unter den Beteiligten sehr unterschiedlich ausfallen kann, zeigt freilich die Sache mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels. Wie hier die Wahrheit scheibchenweise geliefert wird, beschreibt Winand von Petersdorff. Trump hat heute die Gelegenheit nachzulegen – oder nachzuladen. Er spricht beim Jahrestreffen der Waffenlobby NRA.

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          Und sonst: Beendet die Grünen-Bundestagsfraktion ihre Klausur in Weimar. Es geht um Europa und Artenschutz, aber sicher auch um das Thema Asyl. Der Bad Boy der Partei, der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, forderte nach der gewaltsam verhinderten Abschiebung eines Flüchtlings in Ellwangen die Abschiebung der Unruhestifter. Außerdem beginnt die Radrundfahrt Giro d'Italia – in Israel. Die Hintergründe kennt mein Kollege Jochen Stahnke.  

          Die Nacht in Kürze

          Ex-VW-Chef Martin Winterkorn steht wegen des Dieselskandals nun in Amerika offiziell unter Anklage. Dass er dort vor Gericht erscheint, ist aber unwahrscheinlich – Deutschland liefert seine Staatsbürger normalerweise nicht nach Amerika aus.

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          Von Schottland lernen heißt weniger trinken lernen? Eine neue Regel, um übermäßigen Alkoholkonsum einzudämmen, empfehlen Suchtexperten auch für Deutschland.

          Da wird Heiko Außenminister Heiko Maas auf seiner Afrikareise erleichtert gewesen sein: Die ehemalige Kolonie Tansania will keine Entschädigung von Deutschland.

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          Timo Frasch

          Politischer Korrespondent in München.

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