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FAZ.NET-Sprinter : Lassen Sie uns über Gott reden!

Unser Sprinter-Autor: Sebastian Reuter Bild: Robert Wenkemann

Nicht nur in Frankreich dreht sich derzeit viel um Religion und eine ganz bestimmte Kirche. Auch in Frankfurt wird heute zu einem außergewöhnlichen Gott gebetet. Was das alles mit Fortschritt zu tun hat? Der FAZ.NET-Sprinter vor Ostern.

          Sind Sie auch schon in Feiertagsstimmung? Dieses Wochenende steht schließlich Ostern vor der Tür und trotz allgemeiner Religionsverdrossenheit werden im ganzen Land wieder Tausende Menschen die Gottesdienste besuchen und die Magazine und Wochenzeitungen ihre Titel mit Geschichten á la „Drei Geschichten von der Auferstehung“ und „Jesus – warum seine Geschichte aktueller denn je ist“ füllen. Legendär ist hier übrigens die 2009 gedruckte Titelseite der „tageszeitung“, die den damaligen Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann gemeinsam mit dem Monthy-Python-Spruch „Always look on the bright side of life“ ans Kreuz genagelt zeigt. Aber das nur am Rande.

          Neben dem anstehenden Fest der Christen dominiert dieser Tage der Brand in der Pariser Notre-Dame-Kathedrale die Schlagzeilen. Am Mittwoch echauffierten sich bereits viele Menschen in den sozialen Netzwerken darüber, dass ein Feuer in einer Kirche innerhalb weniger Stunden fast eine Millarde Euro an Spenden für den Wiederaufbau generiert, viele andere Projekte, in denen es um die Rettung von Menschenleben geht, aber in einem Jahr nicht einmal einen Bruchteil dieser Summe erhalten. In Deutschland geht es katholischer und evangelischer Kirche derzeit finanziell jedenfalls noch sehr gut. Warum die Situation innerhalb der kommenden zehn Jahre allerdings deutlich schwieriger werden könnte, können Sie in der heute ausnahmsweise schon am Donnerstag erscheinenden F.A.Z. Woche nachlesen.

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          Eine Sache mit der Religion und Kirche traditionsgemäß nur wenig zu tun haben, ist hingegen der allgemeine Fortschritt. Davon zeugen die oftmals nur halbherzige Aufarbeitung von Missbrauchsfällen und die nur sehr schleppend vorangehende Öffnung hin zu Themen wie Homosexualität und der Rolle der Familie in der Gesellschaft. Dass allerdings auch viele Deutsche vor allem mit dem wissenschaftlichen und technischen Fortschritt überfordert sind, beweist die neue Allensbach-Umfrage im Auftrag der F.A.Z. Selten war die Stimmung im Land so fortschrittsskeptisch wie heute. Warum das eklatante Folgen für die Zukunft haben wird und wieso sich die Menschen und Unternehmen hierzulande lieber verstärkt mit Quantencomputern als mit der Zukunft des Diesels beschäftigen sollten, hat F.A.Z.-Digitalchef Carsten Knop übrigens hier für Sie dargelegt.

          Kurz vor Karfreitag werden unterdessen heute Abend Zehntausende Menschen in Frankfurt einen ganz besonderen Gott anbeten. Ab 21 Uhr fordert die Eintracht im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League (21 Uhr / live auf RTL, DAZN und im FAZ.NET-Ticker) neben Benfica Lissabon auch noch den Fußballgott heraus. Nach der 2:4-Pleite vor einer Woche im Hinspiel könnten die Frankfurter Fußballer ein wenig Beistand von oben ganz gut gebrauchen, wenn es denn noch etwas werden soll mit dem immer noch möglichen internationalen Titelgewinn. Dass verschiedene Eintracht-Spieler nach der Niederlage in Portugal versprachen, dass Frankfurter Stadion würde heute Abend „brennen“, hat übrigens keine religiösen sondern nur metaphorische Gründe. Nicht, dass Hessens Innenminister Peter Beuth sich wieder dazu entscheidet, vor dem Spiel die Polizei das komplette Stadion nach Pyrotechnik absuchen zu lassen.

          Und sonst? Soll in Washington heute der Bericht von Sonderermittler Robert Mueller zur Russland-Affäre der amerikanischen Regierung mitsamt einer möglichen Verstrickung von Präsident Donald Trump „in redigierter Form“ öffentlich gemacht werden. Außerdem steht in der Ukraine am Ostersonntag die entscheidende Stichwahl um das Präsidentenamt zwischen Amtsinhaber Petro Poroschenko und Herausforder Wolodymyr Selenskyj an.

          Die Nacht in Kürze

          Bei einem Busunglück auf Madeira sind mindestens 29 Menschen getötet worden. Laut Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa kommen wohl alle Opfer aus Deutschland.

          Nordkorea hat wenige Wochen nach einem gescheiterten Gipfel mit Donald Trump offenbar eine neue Kurzstreckenrakete getestet. Machthaber Kim Jong-un lobt den „mächtigen Sprengkopf“ der Waffe.

          Hunderte 737 Max müssen nach zwei Abstürzen derzeit am Boden bleiben. Nun macht der Luftfahrtkonzern offenbar Fortschritte bei der Wiederzulassung der Maschinen.

          Ich wünsche Ihnen sonnige Ostertage!

          Ihr Sebastian Reuter

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