https://www.faz.net/-gpc-9gndn

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

FAZ.NET-Sprinter : Kampf um den Thron

Unser Sprinter-Autor: Thomas Holl Bild: Robert Wenkemann

Für Theresa May steuert die seit Monaten andauernde Zitterpartie um ihr politisches Überleben nach Tag Eins des Brexit-Deals auf eine Entscheidung zu. Und ihrer deutschen Amtskollegin steht ein schwieriger Besuch in einer schwierigen Stadt bevor.

          Es könnte alles so einfach sein, wussten schon Herbert Grönemeyer und die Fantastischen Vier. Elf Jahre später könnte auch Theresa May mit einem großen Seufzer diese ewig wahren Sätze vor sich hin summen, von deren Erfüllung jeder Spitzenpolitiker träumt, der für große Projekte und historische Verträge erst den Widerstand lieber Parteifreunde brechen muss. Oder dabei unterzugehen droht, wie die britische Premierministerin nur einen Tag nach dem Durchbruch bei den Verhandlungen mit der EU über einen Brexit-Deal erfahren musste. Den dramatisch verlaufenen Tag für May rund um 10 Downing Street und das britische Unterhaus schildert und kommentiert unser Londoner Korrespondent Jochen Buchsteiner. Mein Brüsseler Kollege Hendrik Kafsack hat sich zusammen mit dem Londoner Wirtschaftskorrespondenten Markus Theurer durch den mehrere hundert Seiten starken Brexit-Vertragsentwurf gearbeitet und die wichtigsten Punkte zusammengestellt.

          Thomas Holl

          Verantwortlicher Redakteur für Politik Online.

          Während in London Game of Thrones in der zeitgenössischen Fassung läuft, haben in Deutschland die Spiele um die Nachfolge Angela Merkels an der Spitze der CDU begonnen. Ein blutiger Wettstreit wie in den Hunger-Games des Hollywood-Blockbusters Tribute von Panem wurde es zwar nicht, als die drei aussichtsreichsten Bewerber um den Parteivorsitz in der Lübecker Kulturwerft Gollan am Donnerstagabend erstmals vor rund 800 Parteimitgliedern ihre Vorzüge priesen und gegen ihre Konkurrenten stichelten. Wie der erste Dreikampf auf der ersten von acht Regionalkonferenzen zwischen der Noch-Generalsekretärin Annegret-Kramp-Karrenbauer, dem Mittelschichtsmillionär Friedrich Merz und Deutschlands ehrgeizigsten Jung-Konservativen Jens Spahn ausgegangen ist, schildert mein Kollege Matthias Wyssuwa.

          Die noch bis zum 7. Dezember amtierende Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel indes sieht am heutigen Freitag einem weitaus unangenehmeren und heikleren Termin als ihre potentiellen Nachfolger entgegen. Erst 82 Tage nach dem mutmaßlich von Asylbewerbern verübten tödlichen Messerangriff auf einen Deutsch-Kubaner und den folgenden Demonstrationen von Rechtsextremen, unter die sich auch Bürger aus der Mitte der Gesellschaft mischten, besucht Merkel für fünf Stunden Chemnitz. In der drittgrößten Stadt des ostdeutschen Freistaats will sich die Kanzlerin selbst ein Bild von der Stimmung bei den Bürgern und der Lage nach etlichen fremdenfeindlichen und antisemitischen Übergriffen etwa auf ein jüdisches Restaurant machen. Treffen wird sie sich dabei auch mit Ministerpräsident und Parteifreund Michael Kretschmer sowie Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. Die Sozialdemokratin hatte mehrfach den späten Zeitpunkt der Merkel-Visite heftig kritisiert. Sicherheitshalber mit einem großen Aufgebot auch aus anderen Bundesländern rüstet sich die sächsische Polizei für den hohen, aber von etlichen Einwohnern nicht herbeigesehnten Besuch, der von einer Demonstration der rechtsextremen Bewegung „Pro Chemnitz“ begleitet wird. Spannend wird es auf jeden Fall bei der Diskussion mit rund 100 Lesern der Tageszeitung „Freie Presse“, deren Einladung Merkel angenommen hatte. Mein aus Sachsen berichtender Kollege Stefan Locke hat sich nicht zum ersten Mal schon vor Merkel für eine Reportage in Chemnitz umgeschaut und umgehört.

          Sprinter – der politische Newsletter der F.A.Z.
          Sprinter – der Newsletter der F.A.Z. am Morgen

          Starten Sie den Tag mit diesem Überblick über die wichtigsten Themen. Eingeordnet und kommentiert von unseren Autoren.

          Mehr erfahren

          Und sonst: beginnt in Magdeburg der AfD-Parteitag zur Europaparlamentswahl 2019, will sich Horst Seehofer zu seinen Zukunftsplänen äußern und womöglich wann er genau den CSU-Vorsitz abgeben wird, wird in Wiesbaden nach einer pannenbedingten Nachzählung in Frankfurt das amtliche Endergebnis der hessischen Landtagswahl verkündet, verhandelt der Europäische Gerichtshof in Luxemburg über die polnische Justizreform.

          Abonnieren Sie hier den kostenfreien politischen und wirtschaftlichen Newsletter F.A.Z. Sprinter. Der kompakte Überblick über alles, was am Tag wichtig wird. Immer werktags um 6.30 Uhr.

          Die Nacht in Kürze

          Die Wahl in Florida ist für ganz Amerika wichtig. Zwischen den beiden Kontrahenten liegt weniger als 0,15 Prozent. Präsident Trump spricht schon von Betrug. Nun hat der Wahlleiter ein Machtwort gesprochen: Sämtliche Stimmzettel müssen von Hand nachgezählt werden.

          Nordkoreas Staatsmedien jubeln: Machthaber Kim habe eine neue „Hightech-Waffe“ erfolgreich testen lassen. Experten sehen in dem Test ein klares Signal an Washington.

          Facebook hat eine PR-Agentur beauftragt, Übles über Kritiker des Konzerns in Umlauf zu bringen. Nun äußert sich Firmenchef Mark Zuckerberg zu dem Vorgang: Er will von nichts gewusst haben.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Spahns Notfallplan : Fast schon verdächtig viel Zustimmung

          Der Gesundheitsminister will Kassenärzte und Krankenhäuser zur Zusammenarbeit zwingen – und erhält dafür Lob von allen Seiten. Doch bei der Umsetzung sperren sich die Verantwortlichen noch.
          Hat sich zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato-Staaten bekannt: Annegret Kramp-Karrenbauer

          Akks Wehretat : Der Streit schwelt weiter

          Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigt das Ziel der Nato, dass die Verteidigungsausgaben steigen sollen. Das provoziert Widerstand – in der Opposition und selbst beim Koalitionspartner.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.