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FAZ.NET-Sprinter : Hoffen auf eine Sensation aus dem All

Unsere Sprinter-Autorin: Rebecca Boucsein Bild: Robert Wenkemann

Während sich in Israel Netanjahus Likud und das oppositionelle Mitte-Bündnis ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, geht in Brüssel das Tauziehen um den Austritt Großbritanniens aus der EU in eine neue Runde. Doch alle Blicke dürften heute in Richtung Weltall gerichtet sein.

          Haben Sie schon einmal ein Schwarzes Loch gesehen? Nicht? Dann sind Sie in guter Gesellschaft. Bisher hat noch kein Mensch einen dieser materiefressenden Giganten gesehen. Oder doch? Das wäre eine wissenschaftliche Sensation. Und genau die wollen Forscher heute verkünden. Weltweit hat eine Gruppe von ihnen jahrelang daran gearbeitet, einen Blick auf die kompakten Objekte zu werfen, deren Masse die Raumzeit so stark krümmt, dass nicht einmal Licht ihnen entkommen kann. Dass es sie gibt, konnte bisher nur indirekt aus der Bewegung von Gas und Materie in ihrer Nachbarschaft geschlossen werden. Experten eines Teleskopverbundes haben für heute Mittag sechs gleichzeitige Pressekonferenzen weltweit angekündigt, bei der sie eine „bahnbrechende Entdeckung“ vorstellen möchten – höchstwahrscheinlich das erste Foto eines Schwarzen Lochs. FAZ.NET wird Sie bei dem spannenden Ereignis auf dem Laufenden halten. Und wenn Sie ihr Wissen über energieverschlingende Schwarze Löcher vorher noch einmal auffrischen möchten, empfehle ich Ihnen dieses Erklärvideo von Sibylle Anderl und Andreas Brand, das alles Wichtige rund um das astronomische Phänomen anschaulich zusammenfasst.

          Rebecca Boucsein

          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          Dass der heutige EU-Sondergipfel in Brüssel Sensationelles zu Tage fördert, ist hingegen eher unwahrscheinlich. Schon gestern Abend sickerte durch, dass die Staats- und Regierungschefs Großbritannien bei einer Verschiebung des EU-Austritts entgegen kommen wollen. Kein Wunder: Einen Austritt Großbritanniens ohne Regeln, der sonst übermorgen drohen würde, will in Brüssel niemand. Wie es nun aber weitergeht, steht weiter in den Sternen. Klar ist: Der Ausstieg Großbritanniens aus der EU war und bleibt für alle Beteiligten energieraubend. Man kommt nicht umhin, sich zu fragen, wo Theresa May die Energie her nimmt, um trotz aller Querelen dies- und jenseits des Ärmelkanals weiterhin die quälenden Brexit-Verhandlungen voranzutreiben. Gestern putzte die Premierministerin abermals Klinken: Sie warb bei Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron für ihren Antrag auf eine Fristverlängerung bis zum 30. Juni. Dass sie voller Tatendrang war, ließ schon Mays rasche Ankunft erahnen. Sie kam zu früh am roten Teppich vorm Kanzleramt an – und marschierte schnurstracks allein hinein, wie Johannes Leithäuser beobachtet hat. Eine Sensation gab es danach nicht zu vermelden, und schon am Morgen zerstreute die deutsche Regierung Vermutung britischer Medien. Darin hatte es geheißen, Berlin sei nun doch bereit, den „Backstop“ auf fünf Jahre zu befristen. An dem Fehlen dieser Klausel war Mays Austrittsvertrag dreimal im britischen Parlament gescheitert.

          Spannend bleibt es definitiv in Israel. Dort lieferten sich bei der Parlamentswahl am Abend der konservative Regierungschef Benjamin Netanjahu und sein oppositioneller Herausforderer Benny Gantz ein knappes Rennen. In ersten Prognosen verfehlten beide Lager jeweils eine Regierungsmehrheit. Zusammen regieren werden die beiden aber wohl nicht. Das hatten beide Seiten bereits vor der Wahl verkündet, was wenig überraschend ist, hatte der durch Korruptionsaffären in Bedrängnis gebrachte Netanjahu seinen Herausforderer doch öffentlich als „geisteskrank“ bezeichnet. Egal, ob am Ende Netanjahu seine fünfte Amtszeit beginnt oder Gantz' Mitte-Bündnis Blau-Weiß das Rennen macht - viel ändern wird sich dadurch in Israel politisch wohl nicht: Der eher ruhig auftretende Gantz war früher Generalstabschef unter Netanjahu und vertritt ähnliche Ansichten wie dieser.

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