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FAZ.NET-Sprinter : Grüne auf der Main-Stage

Unser Sprinter-Autor: Martin Benninghoff Bild: Robert Wenkemann

Nach ihrem Wahlerfolg auf europäischer Bühne stimmen die Grünen Siegesgesänge an. Bei der SPD stellt sich nach dem nächsten Debakel die Frontfrau-Frage. Was heute sonst noch wichtig ist, steht im FAZ.NET-Sprinter.

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          Die wichtigste Nachricht zuerst: „Kiss“ startet heute die Abschiedstour in Leipzig. Die Band weiß eben, wann man gehen muss, um den eigenen Mythos in die Zukunft zu retten. Die SPD steht nach dem gestrigen Debakel bei der Europawahl und auch bei der Bürgerschaftswahl in Bremen vor einem ähnlichen Problem. Allerdings hat sie noch keine rechte Antwort gefunden: die Zunge zeigen, wie einst Gene Simmons? Oder gleich die Frontfrau-Frage stellen? Die Debatte um Andrea Nahles an Partei- und Fraktionsspitze dürfte nun jedenfalls vollends entbrannt sein, auch wenn die Granden der Sozialdemokraten am Abend noch bemüht waren, alle Personaldiskussionen abzuwürgen. Und nicht nur die Genossen müssen sich nach den Wahlergebnissen in Europa und Bremen fragen wie tief sie noch sinken wollen, kommentiert mein Kollege Jasper von Altenbockum.

          Vorbei die Zeiten, da die Europawahl für gähnende Leere auf den Rängen sorgte. Diese Wahl hat mobilisiert, das Schreckgespenst eines europaweiten Rechtsrucks sowie das Großthema Klimaschutz haben für einen deutlichen Sprung bei der Wahlbeteiligung gesorgt. Dieses Phänomen wurde auch am späten Sonntagabend in der Talkshow von Anne Will diskutiert. Nach Jahren der angeblichen Entpolitisierung der Jugend war nach Greta und Rezo zuletzt sogar wieder eine Art Generationenkonflikt zu spüren. Der große Erfolg der Grünen ist auch damit zu erklären, ebenso wie der kleinere Erfolg der AfD, die ihre Bühnen gefunden haben, während die Parteien der großen Koalition, die EVP und die Sozialdemokraten, zwar noch die Stadien bespielen, aber immer mehr Ränge mangels Zuschauer abgedeckt werden müssen.

          Und wie sieht es im europäischen Ausland aus? Während Frankreich und Italien rechtsradikal gewählt hat und die Rechtspopulisten in Dänemark Stimmen verlieren, triumphiert in Österreich ein politisch schon fast Totgesagter: Sebastian Kurz. Die ÖVP des Bundeskanzlers steigt wie Phoenix aus der Asche des Strache-Skandals, und selbst die FPÖ kommt mit einem blauen Auge davon. Haben sich die Sozialdemokraten mit ihrer Anti-Kurz-Kampagne auch hier verkalkuliert? Das für heute anberaumte Misstrauensvotum könnte eine interessante Wendung nehmen: Zwar haben SPÖ und FPÖ genügend Stimmen, um Kurz zu stürzen. Aber wäre das auch mehrheitsfähig in der Bevölkerung? Bleibt Kurz doch? Das könnte doch noch ein unerwartetes Comeback geben.

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