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FAZ.NET-Sprinter : Große Versprechungen und ein neues Trauma

Unsere Sprinter-Autorin: Rebecca Boucsein Bild: Robert Wenkemann

Zwei Tage nach den Anschlägen auf Sri Lanka wirken die schrecklichen Bilder noch immer nach. Und die Menschen wollen Antworten auf drängende Fragen. Wird es heute neue Erkenntnisse geben? Was sonst noch wichtig wird, lesen Sie im FAZ.NET-Sprinter.

          Die Osterfeiertage sind vorbei, der höchste Feiertag der Christen ist begangen, doch was bleibt, ist die Fassungslosigkeit über den Massenmord, der nicht nur die Urlaubsinsel Sri Lanka, sondern die ganze Welt am Ostersonntag schockiert hat. Und es bleiben Fragen, die hoffentlich bald beantwortet werden: Warum wurden die koordinierten Angriffe, die mindestens 310 Menschen das Leben kosteten und die doch offenbar frühzeitig angekündigt wurden, trotz Warnungen der Polizei nicht verhindert? Was war das Motiv der Täter, die der radikalislamischen Gruppe mit dem Kürzel NTJ angehören und nach Einschätzung der sri-lankanischen Regierung Unterstützung eines internationalen Netzwerks hatten? Nicht nur die Angehörigen der Opfer fordern heute Antworten auf diese Fragen. Auch das ganze Land, das durch die Bluttaten zehn Jahre nach Ende des Bürgerkrieges aufgeschreckt wurde, wird nach dem ersten Schock Auskunft darüber fordern, warum Warnungen  nicht ernstgenommen wurden. Es ist nicht die erste Bluttat in diesem Jahr, die Sicherheitsbehörden trotz Ankündigung nicht verhindert haben, wie unser Außenpolitikchef Klaus-Dieter Frankenberger kommentiert. Wie sehr die Anschläge die ohnehin gespaltene Bevölkerung verunsichert hat, beschreibt unser Korrespondent Till Fähnders. Er ist nach Sri Lanka gereist und zeichnet ein bedrückendes Bild von einem Urlaubsparadies, das nach zehn Jahren Frieden nun von Trauer und Angst gezeichnet ist. Sorgen bereiten den Menschen nicht nur mögliche weitere Anschläge. Auch die Lebensgrundlage vieler Inselbewohner, der Tourismus, steht nach den Angriffen auf drei Luxushotels auf dem Spiel

          Rebecca Boucsein

          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          Auf Antworten hoffen auch die Menschen in der Ukraine. Sie haben einen Außenseiter zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Nach seinem triumphalen Wahlsieg gegen Amtsinhaber Petro Poroschenko muss der Komiker Wolodymyr Selenskyj zeigen, dass er nicht nur das Politkabarett beherrscht, sondern auch den Vertrauensvorschuss der von der Herrschaftselite enttäuschten Ukrainer zu Recht erhalten hat. „Ich werde euch niemals enttäuschen“, versprach der noch am Wahlabend. Ob er tatsächlich einen Plan hat, wie er die Korruption im Land bekämpfen, wie er die Justiz reformieren und wie er den Krieg im Donbass beenden will? Warum er kaum alles besser machen wird als sein Vorgänger, die Art und Weise, wie der Machtwechsel stattfand, aber dennoch eine seltene Errungenschaft im postsowjetischen Raum ist, analysiert mein Kollege Reinhard Veser in seinem Kommentar.

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          Genau heute in einem Monat beginnt die insgesamt vier Tage dauernde Europawahl. Hätten Sie es gewusst? Falls nicht: Sie dürften nicht allein sein. Ließen doch erst das britische Brexit-Getöse und nun die Osterferien die ohnehin nicht sonderlich populäre Abstimmung erst einmal in den Hintergrund rücken. Dabei wird sie in diesem Jahr besonders spannend: Nicht nur, dass voraussichtlich die eigentlich europamüden Briten mit abstimmen werden. sollte nicht der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass sie sich doch noch bis zum 22. Mai auf ein Austrittsabkommen einigen. Es stehen auch wichtige Personalentscheidungen an, zum Beispiel die Wahl eines neuen Kommissionspräsidenten, für die sich CDU-Mann Manfred Weber bereits seit Monaten warmläuft. Spannend ist die Wahl auch noch aus einem anderen Grund: Zeigt sie doch. wie dramatisch sich die Machtverhältnisse in Europa bereits verschoben haben – und noch verschieben werden, wie mein Kollege Thomas Gutschker mit Hilfe von Zahlenmaterial anschaulich beschreibt.

          Und sonst? Veröffentlicht die Hans-Böckler-Stiftung eine Studie zu regionalen Einkommensunterschieden in Deutschland; eröffnet das Studierendenwerk in Berlin die erste vegane Mensa; feiert Prinz Louis, der zweite Sohn von Prinz William und Herzogin Catherine, seinen ersten Geburtstag.

          Die Nacht in Kürze:

          Nordkorea bestätigt „baldiges“ Treffen von Kim Jong-und Putin in Russland. Der Gipfel könnte noch diese Woche im sibirischen Wladiwostok stattfinden.

          In einem Brief an die EU verteidigt der Sultan von Brunei die Todesstrafe gegen Homosexuelle und fordert „Toleranz und Respekt“ für die traditionellen Werte seines Landes.

          Trumps ehemalige Rechtsberater Don McGahn soll vor dem Kongress zu möglicher Justizbehinderung durch den Präsidenten aussagen. Er gilt als wichtiger Zeuge bei den Sonderermittlungen zur Russland-Affäre.

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