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FAZ.NET-Sprinter : Faul und ekelhaft

Unser Sprinter-Autor: Sebastian Reuter Bild: Robert Wenkemann

Das Diesel-Paket sorgt weiter für Kritik. Donald Trump ist wieder mal den berühmten einen Schritt zu weit gegangen. Und in der CDU regt sich Widerstand. Was sonst noch wichtig wird, steht im FAZ.NET-Sprinter.

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          Fast alle großen und kleinen Zeitungen, Online-Portale und Fernsehsender haben zuletzt (mal wieder) laut über die „Merkel-Dämmerung“ oder das „nahende Ende der Ära Merkel“ nachgedacht. Für viele Menschen in Deutschland ist die Bundeskanzlerin sowieso längst eine „Persona non grata“. Vielleicht dürfen sie bald ein Stück mehr darauf hoffen, dass Angela Merkel in nicht allzu ferner Zukunft abtreten wird oder gar muss. Denn jetzt hat es tatsächlich der erste halbwegs prominente CDU-Politiker gewagt, seine Kandidatur für den Parteivorsitz anzumelden und beim Parteitag im Dezember gegen Merkel anzutreten. Wer es ist? Laschet, Kramp-Karrenbauer – oder gar Jens Spahn? Mitnichten. Andreas Ritzenhoff aus Marburg will gegen Angela Merkel um den Parteivorsitz streiten. Der bekleidet zwar kein hohes parteipolitisches Amt und ist lediglich für die bunten Bier- und Weingläser bekannt, die sein Unternehmen herstellt. Doch denken Sie einfach kurz an Ralph Brinkhaus. Dessen Mut wurde belohnt.

          Lange nicht beendet ist zudem die Debatte über die Zukunft des Diesels (und der seiner Besitzer) in Deutschland. Zwar hat sich die Koalition in Berlin nun auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, mit dem Besitzer älterer Fahrzeuge entschädigt werden sollen. Doch ob Bürgern und Land damit wirklich geholfen ist, bleibt mehr als fraglich. Das zeigen schon die positiven Reaktionen aus der Autobranche, die mein Kollege Martin Gropp gesammelt hat. Freude herrscht dort vor allem über die zahlreichen Hintertüren, die die Regierung den Herstellern gelassen hat. Einen „faulen Kompromiss“ nennt das Diesel-Paket daher auch F.A.Z.-Herausgeber Holger Steltzner. In seinem Leitartikel schreibt er, wer glaube der Ärger der Fahrzeughalter lege sich, wenn nun in ausgewählten Städten einige wenige Autokäufer für empfindliche Vermögensverluste teilweise „entschädigt“ werden, der täusche sich gewaltig.

          Mindestens einen Schritt zu weit gegangen ist darüber hinaus Donald Trump. Mal wieder. Nicht nur, dass er sich nun dem schweren Vorwurf ausgesetzt sieht, seine Eltern bei einer großzügigen Steuervermeidung unterstützt zu haben, wie die „New York Times“ herausgefunden haben will. Nein, Amerikas Präsident fiel in den vergangenen zwei Tagen auch damit auf, dass er im Zusammenhang mit dem Vorwurf der versuchten Vergewaltigung gegen Brett Kavanaugh zunächst davon fabulierte, dass es für junge Männer in Amerika eine „beängstigende Zeit“ sei. Und dass er sich kurz darauf auf einer Wahlkampfveranstaltung auch noch lauthals über das mögliche Opfer der versuchten Vergewaltigung lustig machte. Ekelhaft. Entsprechend wächst der Widerstand gegen Kavanaugh. Nun melden sich Hunderte Juraprofessoren zu Wort und sprechen sich in einem öffentlichen Appell gegen die Nominierung Kavanaughs aus.

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