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FAZ.NET-Sprinter : Echte Ängste, falsche Hoffnungen und unfaire Bezahlung

Unser Sprinter-Autor: Sebastian Reuter Bild: Robert Wenkemann

In Chemnitz startet ein Prozess, der die Republik aufwühlen könnte. In Frankfurt bangen Bankangestellte um ihre Zukunft. Und Frauen arbeiten ab heute nicht mehr umsonst. Was sonst ansteht, steht im FAZ.NET-Sprinter.

          Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an Chemnitz denken? Vielleicht Ostdeutschland, Sachsen oder Karl-Marx-Stadt? Möglicherweise denken Sie auch an einen erfolgreichen Industriestandort oder die berühmten „blühenden Landschaften“. Seit einiger Zeit assoziieren immer mehr Menschen in Deutschland mit Chemnitz jedoch die Schlagworte Nazis, Hetzjagd, Chemnitzer FC – oder auch #wirsindmehr. Ab diesem Montag steht in Sachsens drittgrößter Stadt der aus Syrien stammende Alaa S. vor Gericht. Er soll Ende August 2018 auf dem Stadtfest den Chemnitzer Daniel H. erstochen haben – er löste damit eine beispiellose Kette an Protesten und Gegenprotesten von Rechtsextremen, Hooligans, besorgten Bürgern AfD-Politikern sowie Studenten, anderen besorgten Bürgern und Musikern aus. Für einige Wochen war Chemnitz das gefühlte Zentrum der Republik. Und nachdem Anfang März vor einem Spiel des örtlichen Regionalligaklubs Tausende Stadionbesucher und Klubmitglieder den Tod eines Rechtsextremen betrauerten, ist die halbe Republik wieder einmal ratlos, was sie über Chemnitz denken soll. Was all das mit den Bürgern der Stadt macht und warum ihre Hoffnung auf ein bisschen Ruhe trügerisch ist, lesen Sie in der Reportage meines Kollegen Stefan Locke.

          Für Gesprächsstoff sorgen werden in dieser Woche zudem die – nun auch offiziell in die Wege geleiteten – Gespräche über eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank. Während die Beschäftigten der beiden Geldhäuser dem Zusammenschluss verständlicherweise gleich aus mehreren Gründen skeptisch entgegen sehen und dabei teilweise sogar Angst um ihren Job haben müssen, argumentiert F.A.Z.-Bankenexperte Markus Frühauf in seinem FAZ.NET-Kommentar, warum die angestrebte Fusion zwar hochumstritten ist – die Verhandlungen aber im Grunde alternativlos sind. Wie reich die jüngere deutsche Bankgeschichte an versuchten Fusionen und Übernahmen ist und welche scheinbar attraktiven Projekte sich hinterher allerdings als Rohrkrepierer erwiesen haben, können Sie jedenfalls hier nachlesen.

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          Äußerst interessant ist zudem, was am Sonntagabend die erste Auswertung des Flugschreibers der vergangene Woche abgestürzten Boeing 737 Max von Ethiopian Airlines ergeben hat: Nach Angaben des äthiopischen Verkehrsministeriums ähneln sich die Daten der Unglücksmaschine nämlich ziemlich mit jenen der baugleichen Boeing von Lion Air, die im vergangenen Herbst kurz nach dem Start ins Meer stürzte. Für den Flugzeugbauer aus Amerika sind diese Neuigkeiten in jedem Fall verheerend. Denn sie legen nahe, dass aufgrund eines bestimmten Fehlers im System der Baureihe Hunderte Menschen ihr Leben ließen. Was bedeutet das für die bis auf Weiteres am Boden bleibenden 737-Max-Maschinen? Und welche Konsequenzen hat die fortschreitende Automatisierung des Flugbetriebs für Piloten und Passagiere? FAZ.NET hält Sie auch in dieser Woche auf dem Laufenden.

          Und sonst? Ist heute der sogenannte „Equal Pay Day“ – also der Tag im Jahr, bis zu dem die Frauen in Deutschland im Vergleich zu Männern im Durchschnitt umsonst gearbeitet haben. Trifft sich Kanzlerin Angela Merkel mit EU-Ratspräsident Tusk, um auch über den anstehenden Brexit bzw. dessen Verschiebung zu diskutieren. Und kommt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor den Länderspielen gegen Serbien und die Niederlande in Wolfsburg zusammen – ganz ohne Müller, Hummels oder Boateng.

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          Laut Experten wird das Risiko von Starkregen in einigen Regionen deutlich unterschätzt. „Wir sind bei der Prävention gegen Starkregen ,auf Kante genäht’ und daher ausgesprochen anfällig, wenn es um Anstiege im Zuge des Klimawandels geht“, erklären Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes.

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