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FAZ.NET-Sprinter : Dumm, aber sexy?

  • -Aktualisiert am

Lehrermangel herrscht in Berlin, weshalb es dort bald ein neues Motto geben könnte: Dumm, aber sexy! Bild: dpa

Die Kanzlerin ist zwischen Aserbaidschan und Afrika auf Stippvisite zurück in Deutschland, um mit Andrea Nahles das Rentenpaket auf den Weg zu bringen. In den Ländern herrscht blanker Lehrermangel – vor allem in einer Stadt. Was sonst noch wichtig wird, lesen Sie im FAZ.NET-Sprinter.

          Zwischen Aserbaidschan und Afrika schaut die Bundeskanzlerin dann doch auch kurz in Deutschland vorbei und ordnet die Dinge der Koalition. Von Chefin zu Chefin trifft sich Angela Merkel heute Abend mit der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles, um den Streit über die Absenkung des Arbeitslosenbeitrags zu schlichten, der das längst fertige Rentengesetz blockiert. Für wen sich das Rentenpaket, das zusätzliche Leistungen und Garantien im Volumen von 30 Milliarden Euro bis 2025 enthält, am meisten lohnt und woran es eigentlich noch hakt, hat Dietrich Creutzburg aufgeschrieben. Dass die Kanzlerin schon Mittwoch nach Senegal, Ghana und in das Öl-Land Nigeria aufbricht, dürfte ihre Kompromissbereitschaft erhöhen. Weiteres Taktieren schürt ohnehin nur Erwartungen der Anhänger, die schwer zu erfüllen sind.

          Als Freihandelsfreund zeigt sich unerwartet Donald Trump. Vielleicht hat sich der Präsident, dem die Superlative nie ausgehen, vorgenommen, die Zahl der Gegner doch etwas zu reduzieren. Amerika und Mexiko haben am Montagabend eine als wegweisend beschriebene Einigung über ein neues Handelsabkommen erzielt, dem vielleicht später auch Kanada beitreten könnte. Die Übereinkunft soll das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta aus dem Jahr 1994 ersetzen, das aus Trumps Sicht ein „Desaster“ für die Vereinigten Staaten war, das „schlimmste Handelsabkommen, das jemals von einem Land auf der Welt geschlossen wurde“.

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          Die Kanzlerin ist für vieles verantwortlich, aber das Lehrerdebakel zu Beginn dieses Schuljahres haben nun wirklich zu aller erst die Länder verbockt. 10.000 unbesetzte Stellen, 30.000 mit Seiteneinsteigern notdürftig gefüllt, planlose Kultusminister fast überall. Wo die Misere wieder einmal am größten ist, ist natürlich auch klar. Vermutlich heißt es bald „dumm, aber sexy“, wenn von der rot-rot-grün regierten Hauptstadt die Rede ist. Der Leitartikel unser Bildungsexpertin Heike Schmoll ist aber auch für Eltern jenseits von Berlin aufschlussreich, manchen dürfte sie die Lust aufs Frühstücksbrötchen nehmen.  

          Und sonst? Eröffnet die irische Band U2 ihre neue Tour diese Woche nicht etwa in Berlin, sondern in der F.A.Z. mit einer Liebeserklärung ihres Leadsängers Bono an die EU; wollen bayerische Verwaltungsrichter ihren Ministerpräsidenten Markus Söder am liebsten ins Gefängnis bringen; finden deutsche Zahnärzte bei Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ein offenes Ohr für ihre Sorgen „vor dem Ausverkauf zahnmedizinischer Versorgung an renditeorientierte Finanzjongleure und Spekulanten“.

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          Die SPD warnt angesichts der Ausschreitungen in Chemnitz vor einem „rechten Mob“ in Deutschland und attackiert die AfD. Der sächsische Verfassungsschutz macht Hooligan-Gruppen für Gewalt gegen Ausländer verantwortlich.

          Angesichts der hohen Steuereinnahmen fordern Politiker der Union Entlastungen für Familien mit kleinen und mittleren Einkommen. Der Solidaritätszuschlag könnte früher wegfallen als geplant.

          SPD-Parlamentsgeschäftsführer Carsten Schneider wirft CDU und CSU vor, „derzeit nicht voll handlungsfähig“ zu sein. Er stellt das Fortbestehen der Koalition in Frage.

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          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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