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FAZ.NET-Sprinter : Drei Fragen am Frühstückstisch

  • Aktualisiert am

Unsere Sprinter-Autorin: Rebecca Boucsein Bild: Robert Wenkemann

Wie wollen die Deutschen das Klima retten? Wie schwer ist das Mathe-Abitur wirklich? Und was kommt nach der Schule? Diese Fragen treiben nicht nur ehrgeizige Schüler um. Und was hat das Ganze mit Batman zu tun? Antworten liefert der FAZ.NET Sprinter.

          wenn Sie zu Hause einen Teenager am Frühstückstisch sitzen haben, dann könnten diese drei Fragen regelmäßig für Gesprächsstoff bei Ihnen sorgen: Wie das Klima retten? Wie als nicht mit dem Zahlen-Gen gesegneter junger Mensch die Abiklausur in Mathe bestehen? Und: Was kommt nach dem Abi? Zur ersten Frage hat sich gestern abermals die Kanzlerin zu Wort gemeldet. Beim Petersberger Klimadialog in Berlin formulierte sie das ehrgeizige Ziel: Deutschland soll bis 2050 möglichst klimaneutral sein. Das dürfte ihr den Applaus vieler Schüler einbringen, die jede Woche an den „Fridays for Future“-Demos teilnehmen. Doch es bleibt die Frage: Wie? Das heiße ja zunächst einmal nicht, dass es überhaupt keine CO2-Emissionen mehr geben solle, stellte Merkel klar. Sondern man müsse „alternative Mechanismen finden, wie man diese speichern oder kompensieren kann“.

          Dass das nicht so einfach ist, hat sich in der Vergangenheit nicht nur daran ablesen lassen, wie schleppend Deutschland dabei voran kommt. Und das „Wie entscheidet auch über das Ob – zum Beispiel, ob sich die deutsche Wirtschaft die Klimapolitik leisten kann“, kommentiert mein Kollege Jasper von Altenbockum – und fragt: Sollen genaue Ziele für alle Sektoren vorgegeben werden, die noch nicht vom Emissionshandel erfasst sind? Noch mehr Vorschriften für Wohnungsbau, Landwirtschaft, Verkehr? Eine Umfrage der Europäischen Investitionsbank zeigt übrigens jetzt, dass viele Deutsche ihren Fokus anders setzen als die Regierung. Sie würden als erstes die Rodung der Wälder stoppen und erst dann aus der Kohle aussteigen.

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          Keineswegs von globaler Bedeutung – für den einzelnen aber durchaus sehr wichtig –, ist die Frage nach der Abiturprüfung. Sie ist für viele Schüler so relevant, dass Tausende gegen die aktuellen Fragen der Abiklausur protestiert haben. Für sie mag sich folgende Lektüre lohnen: Mein Kollege Thiemo Heeg hat mit dem Cheforganisator der Mathe-Olympiade, der zugleich Nachfahre von Adam Ries ist, über das Thema gesprochen. Im Interview erzählt Norman Bitterlich, ob die Aufgaben wirklich zu schwer gewesen sein könnten, erklärt, warum mathematisches Denken an Schulen unrealistisch ist und verrät, ob womöglich der Taschenrechner an allem schuld ist. Vielleicht enthält der Text ja ein paar Denkanstöße für die nächste Debatte am Frühstückstisch.

          Zum Glück muss man kein Mathe-Genie sein, um das Abitur zu bestehen. Dafür bleibt die Frage: Was nun? Zwei junge Menschen haben ein Buch über ihre Erfahrungen mit der großen Leere danach geschrieben, und meine Kollegin Julia Schaaf hat mit ihnen darüber gesprochen. Die 19 Jahre alte Olga Rogler und der zwanzigjährige Paul Bühre berichten sehr offen, wie schön es am Anfang ist, morgens liegen zu bleiben, welche Studien- und Berufsideen sie im Laufe des Jahres hatten, warum ein wenig Vorbereitung für die Zeit nach der Schule rückblickend doch gut gewesen wäre, und wie es ist, wenn man den Jugendtraum „Krass werden wie Batman“ in einer Kung-Fu-Schule in China zu verwirklichen sucht. 

          Und sonst? Sind die 72. Filmfestspiele in Cannes mit Jim Jarmuschs Zombie-Komödie "The Dead Don't Die" gestartet; stehen nach dem ersten Teil des Halbfinales die weiteren Teilnehmer für den Eurovision Song Contest am Samstag in Tel Aviv fest; debattieren heute Abend die Spitzenkandidaten zur Europawahl im Europaparlament.

          Die Nacht in Kürze:

          Donald Trump versucht zu beschwichtigen, ein Krieg mit Iran stehe nicht unmittelbar bevor. Dennoch werden die Soldaten in der Region in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Dabei herrscht über die aktuelle Gefährdungslage selbst unter den Verbündeten Uneinigkeit.

          Vier Stunden sitzen die Spitzen von CDU, CSU und SPD bei der Kanzlerin zusammen. Mitten im Wahlkampf ringen sich die Regierungspartner zu einer Einigung durch. Die Arbeitsbedingungen für Paketboten sollen verbessert die Wirtschaft entlastet werden.

          Amerikas Außenminister Mike Pompeo trifft Russlands Präsident Putin. Es geht vor allem um den Krisenherd Nordkorea. Trotz Unterschiede verfolge man die gleichen Ziele.

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