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FAZ.NET-Sprinter : Die Schulden der Anderen

  • -Aktualisiert am

In Italien ist nicht nur das ein oder andere Bauwerk schief. Bild: dapd

Die Italiener haben eine Idee, während der AfD die Ideen schon lange ausgegangen sind. Eine Brauerei muss sich derweil etwas Neues einfallen lassen, steht im FAZ.NET-Sprinter.

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          Na, wie steht's um die Hypothek auf ihr Haus? Wäre schon schön, wenn die Bank auf die Rückzahlung des Kredits verzichten würde. Und weil die Kinder gerne neue Fahrräder hätten und ein Auslandsjahr in New York verbringen möchten, kann die Sparkasse ja wohl mal ein Auge zudrücken, oder? So ungefähr scheinen die mutmaßlichen künftigen italienischen Regierungsparteien zu denken. Nur, dass es im Fall ihre Landes nicht um ein paar hunderttausend Euro geht, sondern um 250.000.000.000 Euro an Anleihen, die ihr die EZB doch bitte erlassen möge. Als „Albtraum der Eurozone“ bezeichnet das Mitherausgeber Holger Steltzner in seinem Kommentar.

          Der Albtraum der führenden AfD-Politiker ist es offenbar, an einem Mikrofon zu stehen und nichts Dämliches über Muslime zu sagen. So gesehen, ist für Alice Weidel gestern wieder alles nach Plan gelaufen. Zumal die gewünschte Empörungswelle wie auf Knopfdruck losrollte. Wolfgang Schäuble rügte Weidel für ihren „Kopftuchmädchen“-Kommentar. Später griff noch Siemens-Chef Joe Kaeser zu einem gewagten Vergleich und twitterte: „Lieber ,Kopftuchmädel' als ,Bund Deutscher Mädel'“. Heute geht die Generaldebatte im Bundestag weiter, die mein Kollege Reinhard Müller als Ausdruck einer neuen Lebendigkeit der Berliner Republik beschreibt. Allerdings merkt er noch an, dass etwas Entscheidendes fehlt, um das Land am Ende auch gut zu regieren. Und wir haben einen Verdacht, worüber die AfD auch heute wieder reden will.

          Einem ungeheuerlichen Verdacht muss heute auch der Bundesgerichtshof in Karlsruhe nachgehen: Ist es etwa nicht in Ordnung, Bier als „bekömmlich“ zu bewerben? Eine Brauerei hat das getan, eine EU-Regel spricht aber offenbar dagegen. So wie unser Gefühl nach der bisher letzten Firmen-Weihnachtsfeier. Aber was kommt als nächstes? Dürfen demnächst etwa Schnell-und-Billig-Burger-Bratereien in ihrer Reklame nicht mehr wirklich lecker aussehende Frikadellenbrötchen zeigen? Und wird es den Schustern von Ronaldo und Özil etwa untersagt, ihre Treter so zu präsentieren, als könnte jeder wie ein Weltmeister schießen, wenn er sie trägt? Ehrliche Werbung, das würde unser Weltbild wirklich erschüttern. So wie eine AfD mit einem zweiten Thema. Oder Italien ohne Schuldenberg.

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