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FAZ.NET-Sprinter : Der Duft Hollywoods

Unser Sprinter-Autor: Martin Benninghoff Bild: Robert Wenkemann

Während in der FAZ.NET-Redaktion noch die letzten Reste der langen Oscar-Nacht beseitigt werden, geht es auf der internationalen Bühne diese Woche gleich munter weiter. Was diese Woche wichtig wird, steht im FAZ.NET-Sprinter.

          Um einem etwaigen Montagmorgenblues gleich etwas Effektives entgegenzusetzen: Das könnte eine spannende Woche werden! Beobachtern zufolge haben britische Experten nämlich herausgefunden, dass der Februar nur 28 Tage hat – und der möglicherweise harte Brexit Ende März deshalb so gut wie unmittelbar vor der Tür steht. Premierministerin Theresa May versucht derzeit noch am Rande des Gipfels der EU mit der Arabischen Liga im ägyptischen Scharm Al Scheich, der heute endet, die Staats- und Regierungschefs der Noch-EU-Partner zu einem Entgegenkommen zu bewegen. Bei EU-Ratspräsident Donald Tusk beißt sie allerdings weiterhin auf Granit. Derweil werden die Stimmen in London und Brüssel, pardon: Scharm Al Scheich, lauter, die den Brexit verschieben wollen.

          Die Amerikaner versuchen, zwei ihrer aktuellen außenpolitischen Baustellen in den Griff zu bekommen. Am Mittwoch und Donnerstag treffen sich Präsident Donald Trump und Nordkoreas Diktator Kim Jong-un in Vietnams Hauptstadt Hanoi – Kim ist bereits auf dem Weg, er nimmt den Zug. Nach dem etwas dünnen Ergebnis des ersten Gipfels 2018 in Singapur stehen die beiden nun unter erheblichem Druck, den schönen Worten konkrete Taten folgen zu lassen. Welche Optionen auf dem Tisch liegen, lesen Sie hier. Und heute stecken der amerikanische Vizepräsident Mike Pence und Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaidó bei einem Treffen der sogenannten Lima-Gruppe im kolumbianischen Bogotá die Köpfe zusammen, um in der Auseinandersetzung mit Präsident Maduro voranzukommen. Am Wochenende war das Gezerre um amerikanische Hilfslieferungen an den Grenzen teilweise eskaliert. Auch hier eine verfahrene Situation.

          Weitaus harmonischer verlief da die Nacht der 91. Oscar-Verleihung, die sich für Sie stellvertretend die Kolleginnen und Kollegen aus den Ressorts Feuilleton, Deutschland und die Welt und Social Media um die Ohren geschlagen haben. Die Knabberreste der arbeitsreichen Nacht liegen noch im Newsroom von FAZ.NET, der Duft Hollywoods riecht also in Frankfurt noch nach, selbst wenn der Frühdienst (also ich) zu leiden hat. Eine klaren Favoriten wie in den Vorjahren gab es nicht – dafür zwangsläufig Überraschungen: „Bohemian Rhapsody“ gewinnt vier Oscars, „Roma“ drei. Den Oscar für den besten Film erhält „Green Book“, und als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde „Roma“. Alle Preisträger, Filme und natürlich auch den nicht zu verachtenden Klatsch und Tratsch dieser immer noch sehr pompösen Hollywood-Kür finden Sie hier. Sehr zu empfehlen ist zudem unser FAZ.NET-Live-Blog zu der Oscarverleihung, diesen finden sie hier.

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          Und sonst? Beginnt in Amerika ein zweiter Glyphosat-Prozess gegen die Bayer-Tochter Monsanto. Reist Außenminister Heiko Maas nach Sierra Leone. Stimmt Kuba über eine Verfassungsreform ab. Startet die Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona. Spielt in der Bundesliga RB Leipzig gegen 1899 Hoffenheim.

          Die Nacht in Kürze

          Amerika und China liefern sich einen beispiellosen Handelskonflikt. Beide Seiten überziehen sich gegenseitig mit Strafzöllen, Trump drohte gar mit einer weiteren Eskalation. Doch nun gibt er Peking mehr Zeit.

          Im öffentlichen Dienst droht ein neuer Tarifkonflikt. Bevor am Donnerstag die nächste Verhandlungsrunde eröffnet wird, findet Verdi-Chef Bsirske deutliche Worte. Er droht mit einer Eskalation.

          Jens Stoltenberg sieht eine wachsende Gefahr in Cyberattacken. Der Nato-Generalsekretär kündigt an, dass das Bündnis darauf reagieren werde. Die Cyberkrieg-Fähigkeiten der Mitglieder müssten gebündelt werden.

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