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FAZ.NET-Sprinter : Der demütige, liebenswerte Zuckerberg

  • -Aktualisiert am

Heute mal ohne Kapuzenpulli: Facebook-Chef Mark Zuckerberg in Washington Bild: Reuters

Während Facebook-Chef Zuckerberg bereits gestern in Washington landete, um sich dem Kongress zu stellen, bleiben heute viele Flieger in Deutschland am Boden. Die Deutsche Bank muss sich derweil die Frage stellen, ob der Zug schon abgefahren ist.

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          Falls Sie für heute eine Reise geplant haben, schauen Sie besser noch mal, ob Sie auch wirklich wegkommen. Viele Flugpassagiere werden heute am Boden bleiben, wenn die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst ausweitet und Beschäftigte an den Flughäfen Frankfurt, München, Köln und Bremen die Arbeit niederlegen. Allein die Lufthansa streicht deswegen mehr als 800 Flüge, die Hälfte all ihrer Verbindungen. Für rund 90.000 Passagiere der größten deutschen Fluggesellschaft fällt damit die Reise flach. Einziger Trost für alle Reisenden: Schon morgen soll der Flugbetrieb wieder nach Plan laufen.

          Seinen Flug bekommen hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Er reiste bereits gestern aus Kalifornien in die amerikanische Hauptstadt Washington, wo er ab heute dem Kongress Rede und Antwort stehen wird. Es geht um den Missbrauch von Millionen Nutzerdaten durch das Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica. Zuckerberg tritt heute zunächst als Zeuge beim Rechts- und Handelsausschuss auf, und es dürfte Senatoren geben, die den 33-Jährigen dort genüsslich grillen werden. „Zuck“ ließ gestern Abend bereits in einer Stellungnahme seine Verteidigungslinie erahnen: „Es war mein Fehler und das tut mir leid“, schrieb er dort reumütig. „Ich habe Facebook gestartet, ich führe es, und ich trage die Verantwortung dafür, was hier passiert.“ Zuckerberg, der normalerweise nicht gern in der Öffentlichkeit auftritt, hat sich von einem eigens engagierten Team von Beratern für den Termin drillen lassen, berichtet die New York Times. Ziel sei, den passionierten Kapuzenpulliträger „so demütig, liebenswürdig und offen wie möglich“ erscheinen zu lassen. Facebooks Zukunft hängt entscheidend von Zuckerbergs Auftritten in den nächsten Tagen ab. Denn nicht wenige rufen nach einer Zerschlagung des Unternehmens, das in letzter Zeit so viel Vertrauen verspielt hat.

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          Einen ähnlich fordernden Job hat hierzulande höchstens der Chef der Deutschen Bank. Christian Sewing heißt bekanntlich der mit 47 Jahren für diesen Posten noch recht junge neue Vorstandsvorsitzende von Deutschlands wichtigstem Geldhaus. Er gilt als nett und kompetent, will die Bank jetzt aber erst mal mit „Jägermentalität“ und sofern notwendig auch mit „harten Entscheidungen“ aus der Krise führen. Wie die Deutsche Bank dort überhaupt reingekommen ist und wieso sie sich in Amerika eine blutige Nase einfing, zeichnet Gerald Braunberger nach. Auf die Frage, woran Sewings glückloser Vorgänger John Cryan scheiterte antwortet der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank Paul Achleitner im großen F.A.Z.-Interview, bei dem Briten „haperte es bei der Geschwindigkeit“. Außerdem verrät Achleitner im Gespräch mit Wirtschafts-Herausgeber Holger Steltzner sowie den Redakteuren Gerald Braunberger und Tim Kanning, wie er die künftige Rolle der Investmentbanking-Abteilung sieht.

          Und sonst: Das Bundesverfassungsgericht verkündet sein Urteil zur Neubemessung der Grundsteuer. Das schwarz-rote Kabinett trifft sich zur zweitägigen Klausur im Schloss Meseberg in Brandenburg und bespricht dort unter anderem, wie es in der Dieselaffäre weiter verfährt. Und der Europäische Gerichtshofs in Luxemburg entscheidet über den Auslieferungsschutz für EU-Bürger. Ein Italiener, der von Deutschland an die Vereinigten Staaten ausgeliefert worden war, hatte vor dem Landgericht Berlin geklagt.

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          Chinas Präsident Xi Jinping scheint angesichts des drohenden Handelskriegs auf Donald Trumps Forderungen einzugehen. Unter anderem will er die Zölle auf amerikanische Autos senken.

          FBI-Ermittler haben die Büros von Trumps Anwalt durchsucht. Im Kontext der diversen Affären bedeutet das eine neue Eskalationsstufe, der Präsident reagiert wütend.

          Einen Großauftrag über mehr als 300 Millionen Euro hat sich der Berliner Zughersteller Bombardier Transportation gesichert. Geliefert wird nach Schweden.

          Felix Hooß

          Koordinator für Premium-Inhalte bei FAZ.NET.

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