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FAZ.NET-Sprinter : Der besondere Platz in der Hölle

Unsere Sprinter-Autorin: Ilka Kopplin Bild: Robert Wenkemann

Im Brexit-Streit sind sich Donald Tusk und Theresa May nur darüber einig, dass sie sich uneinig sind. Unmut kommt auch beim 5G-Netzausbau auf. Klare Entscheidung schien es nur im Fußball zu geben. Das Wichtigste im FAZ.NET-Sprinter.

          3 Min.

          Nach der Brexit-Verhandlung ist vor der Brexit-Verhandlung. Nach Gesprächen in Belfast geht es für die britische Premierministerin Theresa May heute nach Brüssel. Wie schon in der nordirischen Hauptstadt dürfte die Stimmung wohl auch in Belgien – gelinde gesagt – eher frostig sein. Donald Tusk schickte jedenfalls schon vorab deutliche Worte auf die Insel. Er frage sich, wie „der besondere Platz in der Hölle“ für jene aussehe, die für den Brexit geworben hätten, ohne auch nur die Skizze eines Plans zu haben, wie er sich umsetzen ließe. Er wolle May heute zwar zuhören, aber „kein neues Angebot“ auf den Tisch legen. Was May überhaupt an Vorschlägen zu bieten hat oder fordern will, um den Streitpunkt der Grenze auf der irischen Insel mit der EU zu klären, bleibt abzuwarten. In London war dazu am Mittwochabend jedenfalls noch keine klare Antwort zu erfahren, schreibt unser London-Korrespondent Jochen Buchsteiner.

          Ilka Kopplin

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Hierzulande beschäftigt derweil ein anderes Großprojekt. Die Aussichten für den Start des 5G-Netzausbaus, also für schnelles Internet, verdüstern sich. Das liegt nicht etwa an technischen Baumängeln oder klagenden Bürgern, sondern am chinesischen Netzwerkausrüster Huawei, einem der wichtigsten Lieferanten, unter anderem für die Antennentechnik. Rund um den Globus wächst das Misstrauen gegen den Konzern. Einige Staaten haben die Produkte schon verboten. Die deutsche Regierung weiß bisher allerdings nicht, wie sie mit der Bedrohung durch mögliche Sicherheitslücken oder Spionage umgehen will. Die deutschen Mobilfunkkonzerne stellen deshalb ihre Planungen zunehmend in Frage. Würden Huawei-Produkte verboten, so sagt O2, dann würde sich der 5G-Ausbau verzögern und wesentlich teurer. Schon in der zweiten Märzhälfte sollen die ersten Frequenzen für den Ausbau versteigert werden. Der Termin steht allerdings auf der Kippe. Telefónica Deutschland will per Eilantrag eine Verschiebung erwirken. Auch die Deutsche Telekom erwägt diesen Schritt. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass ein Infrastrukturprojekt teurer wird und langsam vorangeht.

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          Was wäre es für eine Geschichte gewesen, wenn in ein und derselben DFB-Pokalrunde gleich beide Topfavoriten vergleichsweise früh ausgeschieden wären? Nach dem Fußballkrimi zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen im DFB-Pokal dürfte sich gestern Abend so mancher schon auf das Spiel zwischen dem FC Bayern und Hertha BSC gefreut haben. Einige Parallelen ließen sich durchaus ziehen: Wie Bremen geht auch Berlin früh in Führung, kann sich nach 90 Minuten ebenfalls in die Verlängerung retten. Anders als für Bremen am Dienstag ist für Gastgeber Hertha dort dann allerdings Endstation. Dass sich Schalke 04 im Parallelspiel gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf souverän mit einem 4:1 durchsetzen konnte, hat die Stimmung bei den Blau-Weißen nur zeitweise gehoben: Unmittelbar vor dem Match wurde bekannt, dass der ehemalige Klub-Manager Rudi Aussauer nach langer Alzheimer-Krankheit gestorben ist. „Rudi Assauer, Rudi Assauer“, sang die Nordkurve nach den Treffern. „Rudi hätte sich für diesen Tag nichts mehr gewünscht als ein gutes Fußballspiel“, hatte Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies vor dem Anpfiff gerufen.“ Das hat er bekommen. Alle Ergebnisse und Spielberichte finden Sie hier.

          Und sonst?

          Nimmt Bundeskanzlerin Merkel an einem Treffen der Regierungschefs der Visegrád-Staaten teil, urteilt der Europäische Gerichtshof zum Kindergeld für Arbeitslose, deren Kinder in anderen EU-Ländern leben; spricht Bundesfinanzminister Olaf Scholz auf dem Neujahrsempfang der Deutschen Börse und besucht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Frankfurter Polizeidirektion Mitte und ein Flüchtlingscafé.

          Die Nacht in Kürze

          Donald Trump sieht die Anti-IS-Koalition kurz vor dem Sieg. Die Amerikaner wollen aber dennoch weiter gegen die „Überreste“ der Dschihadistenmiliz  kämpfen. Bundesaußenminister Maas sagt derweil weitere deutsche Hilfen für den Irak zu.

          Italiens stellvertretender Ministerpräsident Di Maio spricht in Paris mit Vertretern der „Gelbwesten“ über ein mögliches Bündnis für die Europawahlen. Das ist ein Affront gegen Macron und sorgt zusätzlich für Aufsehen, weil einer der Gesprächspartner weit rechts steht.

          Während Maduros Nationalgarde Hilfslieferungen blockiert, will eine „Kontaktgruppe“ europäischer und lateinamerikanischer Staaten versuchen, den gefährlichen Konflikt durch freie Wahlen zu entschärfen. Die Verhandlungen dürften schwierig werden.

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