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FAZ.NET-Sprinter : Das Herz der CDU

Unser Sprinter-Autor: Timo Steppat Bild: Robert Wenkemann

Annegret Kramp-Karrenbauer kündigt „bald“ ihre öffentliche Kandidatur für den CDU-Vorsitz an, Jens Spahn bringt sich in Stellung – und „House of Cards“ geht in die letzte Runde. Was sonst wichtig wird, lesen Sie im FAZ.NET-Sprinter.

          Die Ausgeruhtheit von Annegret Kramp-Karrenbauer ist beeindruckend. Während sich Friedrich Merz als Bewerber um den CDU-Vorsitz vor der Hauptstadtpresse in Szene setzte, während der andere Bewerber, Jens Spahn, so etwas wie eine Online-Kampagne für sich startete (im flott geschnittenen Video sagt er: „Die CDU ist das Herz der Demokratie. Und das Herz der Demokratie ist geschwächt“). Währenddessen gibt Kramp-Karrenbauer eher beiläufig bekannt, dass sie ihre Kandidatur in der nächsten Woche öffentlich diskutiert – „Termin folgt“. Ein bisschen ist es, als wollte sie erstmal die beiden Typen machen lassen, im richtigen Moment zuschlagen. Alte Merkel-Schule.

          Timo Steppat

          Redakteur in der Politik.

          Heute Abend spricht „AKK” im südpfälzischen Landau über den Wert des Ehrenamts – Äußerungen über Machtambitionen sind möglich, aber unwahrscheinlich. In der CDU geht es unterdessen darum, wer wen unterstützt in der Nachfolgedebatte. Am Sonntag tritt der Parteivorstand zur Klausurtagung zusammen, um über den Prozess der Nachfolge zu beraten – F.A.Z.-Korrespondent Johannes Leithäuser schreibt, wie der innerparteiliche Wahlkampf abläuft. Zur gleichen Zeit wie die CDU tagt auch die andere Regierungspartei, die SPD, um über das Papier der Vorsitzenden Andrea Nahles zur Erneuerung der Partei zu beraten. Worum es dort geht, lesen Sie hier. Die erhoffte Rückkehr zur Sachpolitik sieht anders aus.

          Zwei Jahre ist es her, dass die Studentin Maria L. in Freiburg ermordet wurde. Ein Fall, der bundesweit für viel Aufmerksamkeit sorgte und den Fokus abermals auf die hohe Kriminalitätsrate der Stadt im Breisgau richtete. Inzwischen hat man viel für die Sicherheit unternommen. Trotzdem kam es am Wochenende zur Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen. Als mutmaßlichen Haupttäter hat die Polizei Majd H. identifiziert, wie im Fall von Maria L. ist er ein Flüchtling. Wie konnte es zur Tat kommen? Was hat das mit der Freiburger Clubszene zu tun? Und wie verändert der Fall Freiburg? All das lesen Sie in der Geschichte meines Kollegen Rüdiger Soldt heute. Am späten Vormittag treten heute Staatsanwaltschaft und Polizei in Freiburg vor die Medien und wollen nähere Erkenntnisse zum Tathergang bekannt geben.

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          Heute endet „House of Cards“. Die erste Serie, die der Streaming-Anbieter Netflix selbst produzierte und mit der er viele Preise gewann, geht heute in ihre sechste und letzte Staffel. Und weil das Prinzip Netflix ist, dass Sie alles auf einmal haben können, stehen alle 13 Folgen direkt zur Verfügung. Alles ohne Kevin Spacey, dem sexuelle Belästigung vorgeworfen wurde – als Opfer meldeten sich auch neun Mitarbeiter der Netflix-Produktion. In der neuen Folge ist der Präsident, den Spacey verkörperte, inzwischen tot, Nachfolgerin ist seine Frau Claire, die immer auch Komplizin seiner Machenschaften war. Analog zur MeToo-Debatte hat sie sich zur Feministin entwickelt – und kämpft gegen Männerbünde. Lohnt sich das Anschauen? Lesen Sie die Rezension meines Kollegen Michael Hanfeld. Übrigens, falls Sie das Wochenende damit verbringen wollen – in Deutschland läuft die Serie zunächst bei Sky.

          Und sonst? In München enden heute voraussichtlich die Verhandlungen über die Bildung einer Koalition zwischen CSU und Freien Wählern, schon am kommenden Dienstag soll Markus Söder abermals zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Nach Börsenschluss wird heute Abend das Ergebnis des dritten Banken-Stresstests der EZB veröffentlicht, der zeigen soll, ob die Kapitalpuffer der Banken ausreichend sind. Nachdem Kanzlerin Merkel gestern in Kiew war, reist sie heute zu den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen nach Warschau.

          Neues aus der Nacht:

          Mahnende Worte in Merkel-Nachfolgedebatte: NRW-Ministerpräsident Laschet warnt vor einem Rechtsruck der CDU.

          Lob von John Bolton: Trumps Sicherheitsberater nennt die Wahl von Jair Bolsonaro in Brasilien ein „positives Signal“.

          Zurück nach Rom: Regisseur Ridley Scott plant eine Fortsetzung von „Gladiator“.

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          Mit seinem frühen Vorstoß, Annegret Kramp-Karrenbauer solle Kanzlerkandidatin der Union werden, ist Ralph Brinkhaus der CDU-Chefin beigesprungen. Allerdings hat er damit auch den Eindruck von Nervosität in der Partei verstärkt.

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          Europäisches Tandem: Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian (links) und sein deutscher Amtskollege Heiko Maas am Mittwoch in Paris

          Plan wider die Lähmung : So wollen Maas und Le Drian Europa stärken

          Das deutsch-französische Tandem stockt. Die Außenministerien in Berlin und Paris haben hinter den Kulissen ein Programm entwickelt, wie es künftig besser laufen kann – und Europa handlungsfähiger werden soll.

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