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FAZ.NET-Sprinter : Beginn einer Männer-Freundschaft

  • -Aktualisiert am

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und sein amerikanischer Amtskollege Donald Trump am 14.7.2017 in Paris. Am Montag treffen sie sich in Washington. Bild: AFP

Emmanuel Macron hat bei seinem Staatsbesuch in Amerika drei Tage Zeit, eine Verbindung zu Donald Trump zu finden. Im Sprinter steht, wie er das anstellen will. Und wer diese Woche auch nach Washington reist.

          2 Min.

          Heute treffen sich zwei Männer, die wenig miteinander gemein haben. 30 Lebensjahre trennen sie, der eine setzt auf mehr Europa, der andere auf Nationalismus: Die Rede ist vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der heute Donald Trump in Washington trifft. Es ist der erste Staatsbesuch, den Trump in seiner Amtszeit ansetzt. In anderen Fällen waren es Arbeitsbesuche oder die Regierungschefs, die zu Besuch waren, hatten wie Kanzlerin Angela Merkel nicht den Rang eines Staatsoberhaupts. Macron wird also mit Trump auf den Militärfriedhof in Arlington fahren, ein privates Abendessen ist geplant. Viel Zeit, um zu reden. Nur, worüber? Zuletzt haben die Staaten gemeinsam mit Großbritannien die Luftangriffe in Syrien durchgeführt. Auch das Atomabkommen mit dem Iran dürfte ein Thema werden. Das kündigte Macron in einem TV-Interview an. Trump soll mit Macron – verglichen mit anderen europäischen Regierungschefs – noch am besten auskommen. Und Macron will angeblich zum europäischen Chef-Einflüsterer Trumps aufsteigen. Am Freitag besucht die deutsche Bundeskanzlerin Trump. Beide dürften mit dem Präsidenten auch über die Aussetzung der Schutzzölle sprechen, die bislang nur bis Anfang Mai gilt.

          Auch der deutsche Außenminister Heiko Maas ist in Amerika. Nachdem er beim Treffen seiner Amtskollegen im G-7-Format in Toronto war, besucht er heute die Vereinten Nationen in New York. Maas will abermals die Bewerbung Deutschlands um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Jahre 2019/2020 vorantreiben. Dabei geht es um Mehrheiten in der UN-Vollversammlung. Auch die Blockade des Gremiums in der Syrien-Krise soll ein Thema sein.

          Am Sonntag war Maas auch Thema in Wiesbaden beim SPD-Parteitag. Andrea Nahles lobte Maas` Ansatz, auf Dialog und Ausgleich zu setzen. Die Vereinten Nationen müssten gestärkt und eine neue Friedenspolitik vorangetrieben werden, sagte sie. Nahles nahm ihn damit gegen Kritik in Schutz. Es hieß, Maas würde mit seinen russlandkritischen Tönen, die Ostpolitik der SPD in Frage stellen. Für die neue Parteivorsitzende beginnt heute offiziell das, was sie als Erneuerung beschrieb. Jetzt kann sie das Willy-Brandt-Haus umbauen. Jetzt kann sie die programmatische Neuaufstellung vorantreiben. Das Ergebnis von 66 Prozent im Rücken ist dabei nicht hilfreich. Aber die 100 Prozent, die Martin Schulz vor einem Jahr erzielte, waren es ebenso wenig.

          Und sonst? Im Prozess gegen Salah Abdelslam, dem vorgeworfen wird, der Terrorzelle anzugehören, die die schweren Anschläge von Paris und Brüssel verübt haben soll, wird heute wohl das erste Urteil gesprochen. Die Europäische Kommission legt ihre Vorschläge zum Schutz von Whistleblowern vor. Der australische Premierminister Malcolm Turnbull besucht Berlin und trifft sich mit Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

          Die News aus der Nacht

          Fresenius sagt Milliarden-Übernahme ab: Der amerikanische Konzern Akorn habe mehrere Voraussetzungen nicht erfüllt, teilte der Gesundheitskonzern mit.

          Angela Merkel warnt vor Judenhass bei Flüchtlingen: Manche Einwanderer würden eine „neue Form des Antisemitismus“ nach Deutschland bringen, sagte die Kanzlerin einem israelischen TV-Sender.

          Südkorea stoppt Propaganda an der Grenze: Vor einem Gipfeltreffen mit dem Norden soll die Maßnahme zur Entspannung in der Region beitragen.

          Timo Steppat
          Redakteur in der Politik.

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