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FAZ.NET-Sprinter : Auf dem Klappstuhl der Weltpolitik

Unser Sprinter-Autor: Jasper von Altenbockum Bild: Robert Wenkemann

Israel wählt, die Leopoldina enträtselt die Grenzwerte, und in Speyer sieht man endlich den Klappstuhl aus dem Barbarenschatz von Rülzheim. Was heute sonst noch wichtig ist, steht im FAZ.NET-Sprinter.

          Der interessanteste (zugegeben: nicht der wichtigste) Termin findet heute in Speyer statt. Da wird endlich der Prachtklappstuhl aus dem „Barbarenschatz von Rülzheim“ präsentiert (zur Erinnerung ein Stück aus dem Archiv). Das gute Stück gibt dem Tag seine symbolische Bedeutung: Weltpolitik ist heutzutage eine Politik auf dem Klappstuhl.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Zum Beispiel in Israel. Das Land wählt an diesem Dienstag ein neues Parlament. Benjamin Netanjahu tritt gegen den ehemaligen Generalstabschef Benny Gantz an. Anders gesagt: das rechte und ganz rechte Lager unter Führung des Likud-Blocks gegen die Liste „Blau-Weiß“ mit dem politischen Neuling an der Spitze, der die Mitte-links-Wähler um sich versammeln will. Wohin Israel treibt, wenn Netanjahu gewinnt, sieht man daran, dass er zuletzt die Annexion jüdischer Siedlungen im Westjordanland ankündigte. Was Netanjahu blüht, wenn Gantz gewinnt, lässt dessen Anti-Korruptionskampagne ahnen. Sicher ist nur, dass es knapp wird. Die Frage ist: Wollen die Israelis wirklich Veränderung? Mehr dazu von unserem Korrespondenten Jochen Stahnke.

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          Zweiter Klappstuhl: natürlich, der Brexit. In Berlin, Paris und London haben die Regierungschefs deshalb wenig Zeit, sich um den Nahen Osten zu kümmern. Auch an diesem Dienstag, drei Tage vor dem geplanten Austrittstermin, geht es wieder um den Brexit: Theresa May besucht Angela Merkel am Mittag in Berlin, nachmittags geht es dann weiter nach Paris, wo die Premierministerin am Abend von Präsident Macron empfangen wird. In Brüssel wird der Brexit-Sondergipfel am Mittwoch vorbereitet, außerdem findet der EU-China-Gipfel mit Ministerpräsident Li Keqiang statt.

          Dritter Klappstuhl: Dieseldeutschland. Im Streit um Fahrverbote legt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ihre Stellungnahme zur Luftverschmutzung durch Stickstoffoxide und Feinstaub vor. Die Bundeskanzlerin hatte sie darum gebeten, nachdem eine Gruppe von mehr als hundert Lungenärzten die Grenzwerte für Stickstoffoxide in Zweifel gezogen hatte. Wie klapprig sie zustande kamen und was mit ihnen anzufangen ist, hatte kürzlich Alexander Kekulé noch einmal in der F.A.Z. ausgebreitet.

          Und sonst? Trifft sich in Berlin eine internationale Energiewende-Konferenz; gibt Präsident Macron eine Regierungserklärung zu den „Gelbwesten“ ab; veröffentlicht der Internationale Währungsfonds (IWF) seine neue Prognose über den Gang der Weltwirtschaft; will das Parlament in Algerien nach dem Rücktritt von Präsident Bouteflika einen Übergangspräsidenten bestimmen; wird in Berlin der Deutsche Computerspielpreis verliehen.

          Die Nacht in Kürze:

          Der Streit um Subventionen für Flugzeugbauer befeuert den Handelskonflikt zwischen Amerika und der EU. Die Regierung von Donald Trump droht nun mit Sonderzöllen – unter anderem auf europäischen Wein.

          Die Abgeordneten in London beschränken mit einem neuen Gesetz die Macht von Premierministerin Theresa May. Sie muss für den geplanten Brexit-Aufschub nun um Zustimmung bitten.

          Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche bricht die Lufthansa einen Langstreckenflug wegen technischer Probleme ab. Fast 300 Passagiere flogen statt nach Brasilien zurück nach Frankfurt.

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