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FAZ.NET-Sprinter : Absturz eines Superstars

Unser Sprinter-Autor: Sven Astheimer Bild: Robert Wenkemann

Nachdem Airbus das Aus des A380 verkündet hat, versprechen die Verhandlungen mit den Gewerkschaften Spannung. Und die Union verschärft vor der Abstimmung über sichere Herkunftsstaaten im Bundesrat ihren Ton – aus Angst um die Akzeptanz des deutschen Asylsystems.

          Nein, diesmal geht es weder um eine gefallene Polithoffnung noch um private Eskapaden aus dem Schauspielermillieu. Und der Absturz ist Gott sei Dank nur metaphorisch zu verstehen, denn noch fliegt er ja zuverlässig: die Rede ist vom Airbus A380, dem Riesenvogel aus dem Sortiment des europäischen Herstellers. Doch nachdem Airbus nun das Aus verkündet hat, weil die Kunden lieber kleinere Maschinen kaufen, sind die Tage des A380 gezählt. Unser Pariser Wirtschaftskorrespondent Christian Schubert und der Luftfahrtexperte Timo Kotowski erzählen noch einmal die Geschichte, wie es zu der gewaltigen Fehlannahme kommen konnte, dass der Luftverkehr der Zukunft nur noch zwischen weit entfernten Drehkreuzen geschehen werde und deshalb gewaltige Maschinen den Himmel beherrschen werden. In Sorge sind derweil die Mitarbeiter in Hamburg und anderswo, die noch mit der Produktion des A380 beschäftigt sind. Die Gewerkschaften geben sich kämpferisch: Jeder wird gebraucht, heißt ihre Botschaft. Denn ein paar gefragte Modelle hat Airbus ja ebenfalls im Angebot. Die Verhandlungen versprechen Spannung.

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Spannend wird es heute auch im Bundesrat, denn unter anderem stimmen die Landesregierungen über den Status von Algerien, Marokko, Tunesien und Georgien als sichere Herkunftsstaaten ab. Bei einem Ja würden sich Asylverfahren deutlich beschleunigen. Doch weil die meisten Regierungen mit Beteiligung der Grünen sich wohl enthalten werden, droht dem Gesetzesvorhaben der Regierung das Scheitern. Die Union verschärft deshalb nochmal den Ton: Die ideologische Haltung der Grünen gefährde die Akzeptanz des Asylsystems, warnt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thorsten Frei. Es wird wohl nicht der letzte Versuch sein, der illegalen Migration nach Deutschland neue Grenzen zu setzen.

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          Um nicht weniger als die Freiheit des Internets geht es in diesen Tagen, glaubt man so manch hitzig geführter Debatte über das Thema Upload-Filter im Zusammenhang mit der Reform des europäischen Urheberrechts. Diese Verkürzung geht jedoch völlig am Thema vorbei, wie Medienredakteur Michael Hanfeld kommentiert. Der in Brüssel gefundene Kompromiss sei ein Fall fürs Lehrbuch der Demokratie und unterstreiche, welchen Beitrag Europa für die digitale Welt leisten kann und muss: „Rechte zu schützen und Pflichten zu formulieren, die für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung unabdingbar sind, und gegen den Ausverkauf von weltumspannenden Konzernen zu verteidigen, die Gesellschaften ihre Regeln aufzwingen und alle Register ziehen, wenn jemand ihre Kreise stört.“ Ob das den Googles, Apples und Facebooks dieser Welt nun passt oder nicht.

          Und sonst? Startet in München die 55. Sicherheitskonferenz mit einem Treffen der Anti-IS-Koalition und einem Stelldichein der hohen Politik; enden in Peking die Gespräche zwischen China und den Vereinigten Staaten über eine Lösung im Handelskonflikt und legen die Berliner Verkehrsbetriebe die Arbeit nieder und damit wahrscheinlich wieder die halbe Stadt lahm.

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          Der amerikanische Kongress hat dem Haushaltsgesetz zugestimmt. So soll ein abermaliger Shutdown verhindert werden. Doch Donald Trump droht, den Notstand auszurufen – um so den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko zu erzwingen.

          Drohen Deutsche Bank oder Commerzbank von größeren Konkurrenten übernommen zu werden? Finanzstaatssekretär Kukies ist wegen des aktuellen Aktienkurses besorgt.

          In der Europa League kam DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt zu einem 2:2 (1:1) gegen Schachtjor Donezk, Bayer Leverkusen musste sich beim russischen Vertreter FK Krasnodar mit einem 0:0 begnügen.

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