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F.A.Z.-Leserkongress : Banken zeigen sich lernwillig

Die Zukunft der Banken ist digital: Daniel Schleidt (links) im Gespräch mit Thomas Groß (Mitte) und Cornelius Riese, auf dem Bildschirm Nick Jue. Bild: Lucas Bäuml

Beim F.A.Z.-Leserkongress in Frankfurt schwärmen drei Bankvorstände vom Homeoffice. Und von Produkten der Konkurrenz, die so manche Schwächen der Großbanken offenlegen.

          2 Min.

          Dass die drei Spitzenbanker keine Krawatten tragen, ist nicht das deutlichste Zeichen beim F.A.Z.-Leserkongress, dass sich in der Finanzbranche so einiges verändert hat. Sichtbar wird das vor allem an Nick Jue. Wie selbstverständlich ist der Vorstandsvorsitzende der ING in Deutschlande am Freitagnachmittag per Webcam aus seinem Homeoffice in Amsterdam in die Redaktionsräume dieser Zeitung zugeschaltet, zu einer Diskussionsrunde mit den Chefs der Helaba und der DZ Bank, in der es darum geht, wie die Corona-Krise die Banken verändert hat – eine Debatte, in der die anwesenden Bankvorstände demonstrieren, dass sie mehr Veränderungs- und Lernwillen haben, als ihnen so mancher zutrauen dürfte.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Veränderung, da sind sich die drei schnell einig, wird sich auf die Bürotürme in Frankfurt auswirken, denn der Trend zum Homeoffice sei unumkehrbar. Rund 50 Prozent der Beschäftigten, schätzt zum Beispiel der Helaba-Vorstandsvorsitzende Thomas Groß, seien in seinem Institut, der Landesbank Hessen-Thüringen, im Homeoffice. „Das wird bleiben, das wird die neue Normalität“, sekundiert der Niederländer Jue aus seinem eigenen Homeoffice. Cornelius Riese, der bei Deutschlands zweitgrößtem Finanzinstitut, der DZ Bank, Co-Chef von rund 30.000 Beschäftigten ist, spricht von einer „unglaublichen Zäsur“, plötzlich habe man sich fragen müssen, wie man neue Mitarbeiter gewinnt und einstellt, ohne sie je physisch zu sehen haben. „Und es hat funktioniert, das ist das Tolle.“ Die Büropräsenzkultur, glaubt er, sei am Ende.

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