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: Fast allen Kandidaten fehlt die Euro-Reife

  • Aktualisiert am

Slowakei

Vor der Slowakei, die dem Wechselkursmechanismus II erst am 28. November 2005 beigetreten ist, liegen mindestens zwei lange Jahre, in denen der Wechselkurs um nicht mehr als 15 Prozent um den festgelegten Leitkurs schwanken darf. Die Slowaken, die unter den neuen EU-Staaten wohl die offenste Volkswirtschaft haben, haben die rasche Übernahme des Euro immer befürwortet. Sie halten die Zugehörigkeit zu einem großen Währungsraum für eine kleine, offene Volkswirtschaft für richtig, weil diese keinen Spielraum für eine eigenständige Geldpolitik hat. Gleichwohl hat der Zeitpunkt des WKM-II-Beitritts überrascht, da die Slowakei bisher weder das Inflations- noch das Defizitkriterium erfüllt. Finanzminister Ivan Miklos begründet den Schritt mit dem Hinweis, sein Land wolle die zusätzliche Zeit für eine bessere Vorbereitung der Euro-Übernahme nutzen. Außerdem sei es notwendig gewesen, die slowakische Krone von den Wechselkursbewegungen in den anderen mitteleuropäischen Staaten zu isolieren. Hier schwingt die Angst mit, von einer möglichen Krise des ungarischen Forint in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Fachleute sind überdies der Ansicht, angesichts der im Sommer bevorstehenden Wahlen habe die Regierung Fakten schaffen wollen, da der Wahlausgang unsicher sei. In ihrem neuen Konvergenzprogramm verpflichtet sich die slowakische Regierung zu einer soliden Finanzpolitik sowie zu einer zurückhaltenden Lohnpolitik. Beides habe Brüssel davon überzeugt, daß die Slowakei ein stabiles wirtschaftliches Klima schaffe, das innerhalb der nächsten beiden Jahre zu Preisstabilität und soliden Staatsfinanzen führe werde, unterstreicht die Notenbank. Einem Beitritt zur Währungsunion Anfang 2009 stehe somit wenig entgegen. Die slowakische Notenbank behält sich im übrigen vor, wenn nötig die Krone durch Devisenmarktinterventionen zu stützen. (C.K.)

Zypern

Zypern hat denselben Beitrittstermin wie Malta vor Augen - und ähnliche haushaltspolitische Schwierigkeiten. Auch hier ist es der Regierung gelungen, das Staatsdefizit seit 2003 deutlich zu reduzieren, von damals 6,3 Prozent des BIP auf voraussichtlich 2,8 Prozent im vergangenen Jahr. Die EU-Kommission erwartet, daß sich das Defizit bis 2007 noch einmal ein wenig verringert. Doch der Schuldenstand dürfte trotz eines Rückgangs auch im kommenden Jahr noch deutlich über dem Maastrichter Referenzwert bleiben. Brüssel rechnet für 2007 mit 67,4 Prozent des BIP. (wmu.)

Slowenien

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