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F.A.Z.-Sprinter : Wird Donald Trump ein alter Bekannter gefährlich?

Unsere Sprinter-Autorin: Rebecca Boucsein Bild: Robert Wenkemann

Die Nato-Partner arbeiten daran, auch heute den Burgfrieden zu wahren, dem amerikanischen Präsidenten droht neues Ungemach, und die britischen Royals befinden sich mitten in einer kritischen Phase. Der F.A.Z.-Sprinter.

          2 Min.

          Donald Trump ist nun also „Fan“ der Nato. So sehr, dass er Macrons „Hirntod“-Analyse in der ihm eigenen deutlichen Wortwahl als beleidigend, gefährlich und gemein geißelte. Dass der amerikanische Präsident das größte Militärbündnis der Welt nun in seinem üblichen Wankelmut nicht mehr für „obsolet“ hält, ändert natürlich nichts an den grundlegenden Differenzen innerhalb des Bündnisses. Die Partner hatten sich zwar gestern allem Zwist zum Trotz zum 70. Jubiläum auf die „Londoner Erklärung“ geeinigt (welche Punkte das Papier, das heute verabschiedet werden soll, enthält und wie die Stimmung in London ist, hat mein Kollege Thomas Gutschker für Sie zusammengefasst). Beim eigentlichen Arbeitstreffen in London dürften die 29 Mitgliedstaaten heute dennoch genügend Diskussionsstoff haben. Denn neben dem bei den Partnern geldeintreibenden amerikanischen Präsidenten und dem unzufriedenen französischen Staatschef gibt es ja noch den womöglich schwierigsten Bündnispartner: die Türkei. Dessen Staatschef Erdogan droht, ein Veto gegen den Verteidigungsplan der Nato zum Schutz der baltischen Länder und Polen einzulegen. Ziel der Blockadehaltung: Die Bündnispartner sollen die kurdische Miliz YPG als Terrororganisation anerkennen. Dass sich trotz sehr unterschiedlicher Interessenlagen der Wert der Nato bis heute im Grunde nicht geändert hat, kommentiert Klaus-Dieter Frankenberger. Bleibt zu hoffen, dass die Partner auch heute den Burgfrieden wahren.

          Rebecca Boucsein

          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          Während Donald Trump einen weiteren Tag in London weilt, wird es daheim in Washington für den Präsidenten zunehmend ungemütlicher: Nach dem Geheimdienstausschuss übernimmt der Rechtsausschuss die Ermittlungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren, das die Demokraten im Repräsentantenhauses wegen der Ukraine-Affäre anstreben. Heute betritt damit Jerrold Nadler die Bühne. Den Vorsitzenden des Rechtsausschusses und den Präsidenten verbindet eine lange konfliktreiche Geschichte. Bis heute nennt Donald Trump ihn gelegentlich „Fat Jerry“. Was dahintersteckt, hat mein Kollege Majid Satar für Sie aufgeschrieben. Nadler bringt zudem die Demokraten ins Schwitzen, weil er die Ermittlungen ausweiten will – das nächste Kapitel in der Ukraine-Affäre, das heute mit der Anhörung mehrerer Verfassungsrechtler beginnt, dürfte also spannend werden.

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          Die Queen hat bereits am Dienstag ihren Teil zu den Nato-Feierlichkeiten beigetragen und die Staats- und Regierungschefs im Buckingham-Palast empfangen. Das Oberhaupt der britischen Royals dürfte den Zwist innerhalb des Bündnisses sicher wachsam verfolgen, hat aber zugleich in der eigenen „Firma“ etliche Probleme: Die schweren Vorwürfe gegen Prinz Andrew und dessen verpatztes Interview kratzen nach einigen skandalfreien Jahren wieder am Image der britischen Krone, die sich zurzeit in einer heiklen Übergangshase befindet. Die Queen ist über 90 Jahre alt, Prinz Charles übernimmt zunehmend die Geschäfte, und Prinz William und Prinz Harry gehen sich zurzeit lieber aus dem Weg. Die Öffentlichkeit verfolgt das Treiben im Palast wie immer sehr genau – es ist die Seifenoper namens Windsor, die sie fesselt. Gina Thomas hat das System „Windsors“ für Sie sehr pointiert und unterhaltsam analysiert.

          Und sonst? Geht die UN-Klimakonferenz in Madrid weiter, zeichnet das Statistische Bundesamt anhand von Daten aus den vergangenen Jahren nach, welche Indikatoren für Wohnraummangel, steigende Mieten und hohe Immobilienpreise in Großstädten verantwortlich waren, werden in Abwesenheit von Greta Thunberg die Alternativen Nobelpreise an die diesjährigen Preisträger überreicht.

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