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F.A.Z.-Sprinter : Wer kann SPD-Vorsitz?

Unser Sprinter-Autor: Oliver Georgi Bild: Robert Wenkemann

Während es bei der SPD zum nächsten Duell um den Vorsitz kommt, läuft es bei den Grünen prächtig. Es steht sogar die Frage nach der Kanzlerkandidatur im Raum. Was sonst noch wichtig wird, der F.A.Z.-Sprinter.

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          Diese Frage wird heute Abend ein weiteres Mal öffentlich verhandelt, wenn Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans in Berlin zum zweiten Mal binnen weniger Tage auf Klara Geywitz und Olaf Scholz treffen. Sie erinnern sich? Noch vor kurzem galten Esken und Walter-Borjans manchem in der SPD als überraschend erfrischende Alternative vor allem zum „Scholzomat“, bis der Vizekanzler beide am vergangenen Montag derart versiert und angriffslustig in Grund und Boden redete, dass Geywitz und er seither als noch deutlichere Favoriten für den Vorsitz gelten. „Mit der ganzen Wucht seiner Erfahrung, seines Fachwissens und einer völlig unerwarteten Angriffslust fiel Scholz über das gegnerische Paar Saskia Esken und Nobert Walter-Borjans her, die sich über die Wochen als Groko-Kritiker und Kleinmacher all dessen profiliert haben, was Scholz, die anderen Minister und Hunderte bienenfleißige Sozialdemokraten im Bundestag und den Ministerien für ihre Partei herausgeholt haben“, schrieb unser Berliner Korrespondent Peter Carstens am Montagabend über das erste Aufeinandertreffen beider Paare. Haben Esken und Walter-Borjans sich von diesem „harten und vernichtenden“ (Carstens) Duell erholt und holen heute Abend erfolgreich zum Gegenschlag aus? Nach dem ersten Duell darf man das getrost bezweifeln.

          Oliver Georgi

          Redakteur in der Politik.

          Nicht bezweifeln muss man aber, dass mancher in der SPD derzeit durchaus neidisch zu den Grünen schielen dürfte. Immerhin schwebte über deren Parteitag am Wochenende eine Frage, die für die Genossen derzeit nicht mehr relevant ist: Wer wird Kanzlerkandidat? Angesichts ihres Höhenflugs können die Grünen es sich gerade leisten, diese Frage mit der klassischen Verzögerungstaktik zu beantworten, die Entscheidung werde erst dann getroffen, wenn sie anstehe, heißt es. Eines hat die Partei in Bielefeld aber unmissverständlich klargemacht, kommentiert unsere Berliner Korrespondentin Helene Brubrowski: „Die Grünen fremdeln nicht mehr mit der Macht, sie drängen in deren Zentrum. Hier können Sie ihren Text noch einmal nachlesen. Und Eckart Lohse und Markus Wehner beschreiben, warum in der Union, wo Schwarz-Grün einmal als eine moderne Idee galt, jetzt die Angst wächst, dass die Grünen übermächtig werden – und die Union am Ende ihr Juniorpartner.

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          Die noch amtierende Bundesregierung will auf ihrer Digitalklausur, die am Sonntag und Montag in Meseberg stattfindet, nicht nur Maßnahmen zum Schließen der Funklöcher verabschieden, sondern auch ein „ambitioniertes“ Papier für eine neue Datenstrategie für 2020. Wie unser Redakteur Hendrik Wieduwilt exklusiv berichtet, soll das am vergangenen Freitag in der Staatssekretärsrunde abgestimmte Papier die Deutschen zur Datenverarbeitung ermuntern – „durch Gesetze, finanzielle Förderung und das Öffnen staatseigener Datenschätze (,Open Data‘)“. Ein „Mentalitätswandel“ sei das Papier, schreibt Wieduwilt – auch weil die Regierung mit ihm „vom Mahner zum Motivator“ werde.

          Und sonst: Geht in Braunschweig die mündliche Verhandlung zur Musterfeststellungsklage der Verbraucherzentralen gegen VW weiter, der sich bis zu 463.000 Menschen angeschlossen haben sollen. Unternehmen in Brüssel Vertreter des EU-Parlaments und der Regierungen der Mitgliedstaaten einen weiteren Einigungsversuch in den Verhandlungen für den EU-Haushalt 2020. Endet in Meseberg die Kabinettsklausur der Bundesregierung. Wird in Berlin der internationale Unicef-Bericht zu 30 Jahren Kinderrechten vorgestellt. Findet im Münchner Hofgarten zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren wieder ein öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr statt.

          Die Nacht in Kürze:

          In Hongkong sind die Anti-Regierungs-Proteste in Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Polizisten ausgeartet. In der Nacht kam es zu einem Feuer an der Polytechnischen Universität. Die Polizei will auf „gefährliche Aktionen“ mit „scharfer Munition“ reagieren.

          Beim Formel-1-Rennen in São Paulo kam es zu einem verrückten Finale: Die beiden Ferrari-Piloten schossen sich gegenseitig ab und schieden nach der Kollision aus. Der Zoff der Stallrivalen bei der Scuderia ist damit endgülti eskaliert.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat sich auf Twitter abschätzig über eine weitere Zeugin in den Impeachment-Ermittlungen geäußert. Jennifer Williams, „wer auch immer das ist“ , solle beide Mitschriften seiner Ukraine-Telefonate und die Stellungnahmen aus Kiew noch einmal genau anschauen, schrieb Trump in einem Tweet.

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