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F.A.Z.-Sprinter : Wenn einer eine Reise tut

  • Aktualisiert am

Unsere Sprinter-Autorin: Julia Anton Bild: Robert Wenkemann

... dann kann er was erzählen. Angela Merkel muss beim Klima-Gipfel in New York allerdings zunächst die Reisen ihrer Minister erklären, während andere Reisende Angst um ihren Urlaub haben.

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          Wie reist man am besten zu einem Klimagipfel nach New York? Dass ein zweiwöchiger Segeltrip für eine Staatschefin nicht machbar ist, steht außer Frage – aber wenn Angela Merkel und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Sonntag fast gleichzeitig in zwei Maschinen an die amerikanische Ostküste fliegen, kann man schon mal sagen: sechs, setzen. Zu dem Gipfel der Vereinten Nationen werden heute mehr als 60 Staats- und Regierungschefs erwartet, die in je höchstens drei Minuten langen Ansprachen neue und konkrete Pläne zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes präsentieren sollen. Die Kanzlerin ist um 16.50 Uhr an der Reihe, später folgen unter anderem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Chinas Außenminister Wang Yi und der britische Premier Boris Johnson. Donald Trump wird übrigens nicht dabei sein.

          Bundesinnenminister Horst Seehofer ist derweil nach Malta gereist. Dort trifft er sich mit einer Handvoll Kollegen, um eine Übergangslösung für die Verteilung von Migranten zu finden, die von NGO-Schiffen aus Seenot gerettet werden. Bislang sind jedes Mal aufs Neue zähe Verhandlungen nötig, die Geretteten müssen teilweise wochenlang auf See ausharren. Aktuell wartet die von Ärzte ohne Grenzen betriebene „Ocean Viking“ mit mehr als 180 Migranten an Bord auf eine Lösung. Der maltesische Innenminister ist bislang jedoch allenfalls verhalten optimistisch, wie mein Kollege Matthias Rüb berichtet – außerdem sind die Erstaufnahmelager auf dem Inselstaat, dessen Streitkräfte vergangene Woche selbst über 220 Menschen gerettet haben, längst überfüllt.

          Um ihre Rückreise bangen derweil rund 600.000 Touristen, die mit dem Reiseveranstalter Thomas Cook unterwegs sind. Der britische Konzern ist in die Pleite geschlittert. Noch gestern Abend versuchte er mit seinen Hauptgläubigern eine Finanzierungslücke von 200 Millionen Pfund zu schließen, doch am Ende waren alle Bemühungen vergebens. Nun wird eine Rückholaktion für die Gestrandeten nötig. Wie das alles Kunden des deutschen Tochterunternehmens betrifft, ist noch unklar. Doch nicht nur Thomas Cook hält die Briten heute in Atem: In London wird die Entscheidung des höchsten britischen Gerichts zu Klagen gegen die von Premierminister Boris Johnson verhängte parlamentarische Zwangspause erwartet.

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          Und sonst? Kürt die Fifa den Weltfußballer des Jahres. Trifft Annegret Kramp-Karrenbauer den amerikanischen Verteidigungsminister Mark Esper. Startet Prinz Harry eine zehntägige Afrikareise mit seiner Familie. Beginnt die Modewoche in Paris. Wurden in Los Angeles die Emmys verliehen. Feiert Bruce Springsteen seinen 70. Geburtstag. Beginnt in Paris ein Prozess gegen fünf Frauen, die einen islamistischen Terroranschlag geplant haben sollen.

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          In Paris beginnt ein Mammut-Prozess wegen Schlankmacher-Pillen, die für den Tod Tausender Menschen verantwortlich sein sollen. Der Appetitzügler namens Mediator war schon 2009 vom Markt genommen worden.

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