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F.A.Z.-Sprinter : Weizsäcker-Sohn getötet

Unser Sprinter-Autor: Cai Tore Philippsen Bild: Robert Wenkemann

Bei einem Vortrag wurde der Arzt Fritz von Weizsäcker erstochen, die Nato ärgert sich über Macron und Brandenburg freut sich über Kenia. Was heute wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.

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          Während eines Vortrages in einer Berliner Privatklinik ist am Dienstagabend in Berlin der Arzt Fritz von Weizsäcker erstochen worden. Der Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker war seit 2005 Chefarzt der Abteilung Innere Medizin der Schlosspark Klinik in Berlin-Charlottenburg. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen. Ein Mann im Zuschauerraum, der Weizsäcker verteidigen wollte, wurde schwer verletzt.

          Cai Tore Philippsen

          Leitender Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET

          Wenn sich an diesem Mittwoch die Außenminister der Natostaaten treffen, wird vor allem um ein Thema gestritten, die Hirntod-Diagnose, die der französische Präsident Emmanuel Macron der Allianz ausstellte. Generalsekretär Jens Stoltenberg ist sehr bemüht, die Handlungsfähigkeit der Nato und die notwendige Einheit der Europäer mit Amerika zu betonen. Besonders verärgert über Macron sind derweil die Osteuropäer, schreibt unser Brüssel-Korrespondent Thomas Gutschker. Sie haben mit Putins Russland eine reale Bedrohung vor der Haustür. Frankreich-Korrespondentin Michaela Wiegel erklärt in ihrem Leitartikel die Motive Macrons: Er will nicht die Nato schwächen, sondern den europäischen Pfeiler stärken. Das kann der Franzose seinen Verbündeten dann in zwei Wochen bei der Feier zum siebzigsten Geburtstag auch persönlich erklären. Bonne chance!

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          In Potsdam wird heute der SPD-Politiker Dietmar Woidke von den neuen Regierungsfraktionen SPD, CDU und Grünen wieder zum Regierungschef von Brandenburg gewählt. Seine Kenia-Koalition hat er ebenso erfolgreich geformt, wie er den amerikanischen Elektroautobauer Tesla in die Nähe von Berlin gelockt hat. Dort werden – wenn nichts mehr dazwischen kommt – bald tausende deutsche Ingenieure und deutsche Arbeiter Elektroautos bauen. Ein erfolgreicher SPD-Politiker, dazu noch im Osten, eigentlich müssten die Genossen in Scharen nach Potsdam pilgern. Doch die SPD ist mit ihrer unendlichen Suche nach einem Vorsitzenden-Duo ausgelastet. Wie sehr die große Koalition das Vertrauen der Wählern verloren hat, macht die aktuelle Allensbach-Umfrage im Auftrag der F.A.Z. deutlich.

          Und sonst? Beschäftigt sich unser Gesundheits-Podcast mit der Frage, wie das smarte Krankenhaus der Zukunft aussehen könnte. Gehen die Anhörungen im Amtsenthebungsverfahren gegen den amerikanischen Präsidenten Donald Trump weiter. Beendet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das Länderspieljahr mit einem 6:1 im EM-Qualifikationsspiel gegen Nordirland.

          Die Nacht in Kürze

          Vor der Wahl sind in Großbritannien Premierminister Johnson und sein Herausforderer Jeremy Corbyn im britischen Fernsehen aufeinandergetroffen. Doch den hohen Erwartungen der Vortage konnte das TV-Duell nicht standhalten.

          Der Bau israelischer Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten bleibt völkerrechtswidrig – und Israel ist aufgefordert, alle Siedlungsaktivitäten einzustellen. So zumindest sieht das der UN-Sicherheitsrat. Für den amerikanischen Außenminister hingegen ist der Bau „nicht per se unvereinbar mit internationalem Recht.“

          Wenige Wochen nach dem Fund von 39 Leichen in einem Kühllaster in Großbritannien sind abermals Migranten in einem Kühlcontainer entdeckt worden. Die 25 Migranten hatten ein Loch in den Auflieger geschlagen und konnten gerettet werden.

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          Zerbricht die große Koalition oder passt auch die neue SPD-Spitze zur Union? Hinter den Kulissen positioniert sich letztere bereits für den Fall der Fälle: für Neuwahlen. Der F.A.Z.-Sprinter.

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