https://www.faz.net/-gpc-9ogu6

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

F.A.Z.-Sprinter : Warm und weich in der Birne

Unser Sprinter-Autor: Sebastian Reuter Bild: Robert Wenkemann

Die Hitze macht die Menschen aggressiv. Die Augen der Welt richten sich nach Japan. Und in Detmold herrscht Fassungslosigkeit. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.

          Und, wie haben Sie geschlafen? Hoffentlich mal wieder gut und erholsam, in einem frischluftgefüllten Schlafzimmer. Denn die kommenden Nächte dürften wieder einmal tropisch werden. Spätestens ab Samstag droht Deutschland – nach der für heute angesagten kaum merklichen Abkühlung – wieder eine mehrtätige Hitzewelle. Schon klar, es ist Sommer und da soll es nun einmal auch warm sein. Dass viele Menschen mit der Wärme und ihren Umständen aber ganz und gar nicht klarkommen, zeigen nicht nur die Berichte über Kollabierte und Zusammengebrochene – sondern auch die vielen Meldungen über verunglückte Badende, randalierende Freibadbesucher und überhitzte Teilnehmer im Straßenverkehr. Unbestritten, dass die anhaltende Wärme nicht wenige Menschen aggressiv und weich in der Birne macht. Wie das alles mit der Klimakrise zusammenhängt und welche Folgen deren Auswirkungen auf unsere Psyche haben, ertüfteln derzeit noch Wissenschaftler auf der ganzen Welt. Frankreich jedenfalls rief am Donnerstag aufgrund der derzeitigen Hitzewelle schon einmal den „Umwelt- und Klimanotstand“ aus. Und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erklärte im F.A.Z.-Interview die Klimaschutzpolitik zur großen Zukunftsfrage der großen Koalition.

          Ganz genau beäugt wird ab diesem Freitag auch Angela Merkel beim G-20-Gipfel im japanischen Osaka. Wie fast immer kommt der Bundeskanzlerin auch beim Treffen der zwanzig größten Wirtschaftsmächte – das im Vorfeld besonders wegen des geplanten Krisengesprächs der Präsidenten Trump und Xi aus den Vereinigten Staaten und China für Aufmerksamkeit sorgte – eine herausragende Rolle im taktischen Spiel der Weltpolitiker zu. Doch spätestens seitdem Merkel am Donnerstagmorgen bei der Ernennung von Justizministerin Lambrecht abermals einen Zitteranfall bekommen hat, sorgt sich mehr als das halbe Land um ihren Gesundheitszustand (ein paar Bescheuerte, die hämisch über ihr Leid lästern und ihr nur das Schlechteste wünschen, gibt es leider auch). Warum es die G-20-Staaten derweil auch bei ihrem Gipfel in Japan nicht lassen können, immer mehr Themen an sich zu ziehen, die auf nationaler Ebene besser aufgehoben wären, kommentiert F.A.Z.-Asienkorrespondent Patrick Welter.

          Fortgesetzt wird heute überdies in Detmold der Prozess um den massenhaften Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde. Das Verfahren, das ein monströses Verbrechen verhandeln und aufklären soll und dessen Ermittlungen im Vorfeld von gehörigem Polizeiversagen begleitet wurden, hatte bereits am Donnerstag mit einem Paukenschlag begonnen: Alle Angeklagten legten umfassende Geständnisse für ihre Greueltaten ab. Nicht sonderlich überraschend war dagegen, was sie ansonsten von sich gaben – nämlich nicht besonders viel. Ihre Aussagen und was im Detmolder Gerichtssaal bislang alles nicht verhandelt wird, können Sie im Bericht meines Kollegen Reiner Burger nachlesen.

          Und sonst? Hat die deutsche U21-Nationalmannschaft das Endspiel der Europameisterschaft in Italien erreicht. Der Elf von Trainer Stefan Kuntz gelang im Halbfinale gegen Rumänien nach einer wahren Hitzeschlacht ein 4:2-Erfolg. Noch nicht ganz so weit sind dagegen die DFB-Frauen bei der Weltmeisterschaft in Frankreich. Für das Team um Popp, Däbritz und Maroszan geht es am Samstagabend um 18.30 Uhr (Live im FAZ.NET-Ticker) gegen Schweden zunächst einmal um den Einzug in die Runde der letzten Vier.

          Die Nacht in Kürze

          Amerikas Präsident Donald Trump hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Treffen in Japan geradezu mit Lob überschüttet. Die Kanzlerin wirkte leicht irritiert – und vermied den Blickkontakt.

          Designchef Jony Ive war Günstling von Steve Jobs. Er spielte eine große Rolle bei der Entwicklung von Geräten wie iPhone und iMac. Jetzt verlässt er das Unternehmen und macht sich selbstständig.

          Am Lohbrügger Markt im Südosten Hamburgs sind Schüsse gefallen. Ein Mann stirbt. Es gibt insgesamt drei Verdächtige. Einer von ihnen stellt sich selbst.

          Weitere Themen

          „Sie hat sich bemüht“

          Merkel nach ihrem Urlaub : „Sie hat sich bemüht“

          Angela Merkel ist zurück auf der politischen Bühne, in ihrem Wahlkreis an der Ostsee stellt sie sich Bürgerfragen – auch über die Flüchtlingspolitik und Greta Thunberg. In Berlin stehen unruhige Zeiten bevor. Doch merkt man davon etwas in Stralsund?

          Ai Weiwei befürchtet das Schlimmste Video-Seite öffnen

          Hongkong-Konflikt : Ai Weiwei befürchtet das Schlimmste

          Angesichts der Eskalation in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong warnt der chinesische Künstler Ai Weiwei vor einem Blutbad wie bei der Niederschlagung der Studentenproteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989.

          Topmeldungen

          Gletscher Okjökull : Das Eis verlässt Island

          Die Gletscherschmelze ist ein eindrückliches Merkmal der Klimaerwärmung: Der einstige Gletscher Okjökull auf Island ist heute keiner mehr. Die isländische Ministerpräsidentin appelliert an die Weltgemeinschaft.
          In einem Gedenkgottesdienst nehmen Angehörige, Freunde und Nachbarn Abschied von dem achtjährigen Jungen

          Nach Frankfurter Gewaltat : Abschied von getötetem Achtjährigen

          Nach der grausamen Tat am Frankfurter Hauptbahnhof haben Angehörige, Freunde und Nachbarn in einem Gedenkgottesdienst Abschied von dem getöteten Jungen genommen. Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier war anwesend.
          Angestellte von Google und Youtube beim Gay Pride Festival in San Francisco, Juni 2014

          Trump gegen Google : Man nennt es Meinungsfreiheit

          Ohne das Internet wäre Donald Trump wohl nicht amerikanischer Präsident geworden. Jetzt beschwert er sich über politische Ideologisierung bei Google. Aus dem Silicon Valley schallt es zurück.
          Im Jahr 2016 ist es in Kalkutta zwar noch wuseliger, aber die Anzahl der Läden und Fahrzeuge deuten auf einen Entwicklungsfortschritt hin.

          Wohlstand, Gesundheit, Bildung : Der Welt geht es immer besser

          Kurz bevor er starb, hat der schwedische Arzt Hans Rosling noch ein Buch geschrieben. Es hat eine zutiefst erschütternde These: Der Zustand der Welt verbessert sich, doch keiner bekommt es mit. Woran liegt das?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.