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F.A.Z.-Sprinter : Nur ein Aprilscherz?

Unser Sprinter-Autor: Thomas Holl Bild: Robert Wenkemann

Wie sich Merkel auf den Gipfel in Biarritz vorbereitet, warum die Charmeoffensive von Johnson nicht bei jedem verfängt – und weshalb hinter Trumps bizarrem Kaufangebot für Grönland womöglich mehr steckt. All das steht im F.A.Z.-Sprinter.

          Auf Emmanuel Macron wartet an diesem Wochenende viel Arbeit. Am heutigen Freitag wird sich der französische Präsident als Gastgeber weiter mit Hochdruck den Vorbereitungen des G-7-Gipfels in Biarritz widmen. Dort trifft er wieder auf Boris Johnson, der dann auf Donald Trump als robuste Verstärkung für seinen Anti-EU-Kampf setzen kann. Wie und mit welchen Beratern sich Angela Merkel auf den Gipfel der wichtigsten Industrienationen vorbereitet hat, haben Julia Löhr und Eckart Lohse aus dem Berliner Parlamentsbüro aufgeschrieben.    

          Thomas Holl

          Verantwortlicher Redakteur für Politik Online.

          Für seinen Besuch in Berlin hatte Johnson als Schmeicheleinheit für die Kanzlerin noch Merkels berühmtesten Satz auf Deutsch auswendig gelernt: „Wir schaffen das.“ Einen Tag später in Paris verkniff sich der oft unernst wirkende Brexit-Tourist bei seinem Treffen mit Emmanuel Macron ein fröhlich geschmettertes „Nous y parvenons“. Warum der französische Präsident deutlich strenger über den britischen Premierminister und dessen Brexit-Crash-Kurs urteilt als Merkel, schildert Frankreich-Korrespondentin Michaela Wiegel.  Und warum der Streit über die für Johnson unakzeptable und für Macron nicht verhandelbare „Backstop“-Vereinbarung für eine offene Grenze zu Nordirland womöglich doch nicht in 30 Tagen beendet werden kann, erklärt mein Brüsseler Kollege Michael Stabenow.

          Vor fast genau einem Jahr löste die tödliche Messerattacke eines Syrers auf einen Chemnitzer eine aufgewühlte Debatte über die Stimmung in Ostdeutschland und Merkels Flüchtlingspolitik aus. Auf die Bluttat folgte eine Welle rechter Kundgebungen und Gegendemonstrationen in Chemnitz. Es gab Attacken auf Flüchtlinge und ein jüdisches Restaurant, die Sicherheitsbehörden zerschlugen eine Terrorzelle aus Neonazis, der Ruf der Stadt war ramponiert. Und die Tat in Chemnitz führte zu einer ernsten Koalitionskrise um den damaligen und später entlassenen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen.

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          Der konservative Jurist, der nun für die CDU in Ostdeutschland Wahlkampf macht und AfD-Anhänger begeistert, sah keine Belege für eine „Hetzjagd“ rechtsextremer Demonstranten auf Ausländer in der sächsischen Großstadt. Die strafrechtliche Aufarbeitung des nicht als Mord, sondern als Totschlag ohne politisches Motiv bewerteten Verbrechens mündete nun in einem bemerkenswerten Urteil, das Sachsen-Korrespondent Stefan Locke erläutert. Den Richterspruch, der die Tat mit neuneinhalb Jahren Haftstrafe für den Angeklagten ahndete, kommentiert mein Kollege Reinhard Müller. Die Entscheidung des Gerichts rufe in Erinnerung, „wo Straftaten gesühnt werden: vor Gericht – und nicht auf der Straße.“  

          Eine Insel der Seligen ist Chemnitz und der Rest von Sachsen jedoch verglichen mit dem Kongo. In dem riesigen afrikanischen Land tobt seit Jahrzehnten ein Bürgerkrieg mit Millionen Toten, dazu kommen Hungersnöte und Massenvertreibungen. Ein Land, dem Joseph Conrad angesichts der Greuel der belgischen Kolonialherren mit seinen Roman „Heart of Darkness“ schon vor 120 Jahren ein düsteres Denkmal setzte. Und nun noch der neue Ausbruch der grausamen Seuche Ebola im Nordosten des Kongo. Wie schwierig der Kampf gegen die hoch ansteckende und meist tödlich verlaufende Krankheit ist, berichtet Thilo Thielke in seiner Reportage aus Beni

          Dass Donald Trumps Kaufangebot für Grönland mehr als ein in Dänemark als Aprilscherz verlachtes Manöver eines größenwahnsinnigen Präsidenten ist, legt das Interview mit dem Extremabenteurer Robert Peroni nahe, das Kevin Hanschke geführt hat. Denn die größte Insel der Welt ist nicht nur für Amerika ein an Bodenschätzen reiches Objekt der Begierde, weiß der Kenner der eisigen Region zu berichten.  

          Und sonst? Spricht Irans Außenminister Sarif in Paris mit Macron über die Zukunft des Atomabkommens. Treffen sich die Regierungschefs der baltischen Staaten in Riga. Gedenkt Bundespräsident Steinmeier im italienischen Fivizzano der Opfer von Verbrechen der Wehrmacht. Absolviert die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer einen Wahlkampfauftritt in Leipzig.

          Die Nacht in Kürze:

          Der kommissarische SPD-Vorsitzende Schäfer-Gümbel hat das Konzept seiner Partei für eine neuen Vermögenssteuer ausgearbeitet. 10 Milliarden Euro pro Jahr soll sie bringen, zu Lasten vor allem von „Multimillionären und Milliardären“.

          Schluss mit Marshmallows und Kitkat: Google wird sein Betriebssystem Android künftig nicht mehr nach Süßigkeiten benennen, sondern neue Versionen einfach durchnummerieren.

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