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F.A.Z.-Sprinter : Mit Appellen und Protesten ins neue Jahr

Unsere Autorin: Julia Anton Bild: Robert Wenkemann

Ihre Neujahrsansprache widmet Kanzlerin Angela Merkel der Klimakrise und deren Bekämpfung. Derweil wird in Deutschland und Frankreich gestreikt. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.

          2 Min.

          Liebe Leserinnen und Leser,

          Julia Anton

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET

          Kanzlerin Angela Merkel beendet das Jahr 2019 heute Abend in ihrer vorab aufgezeichneten Neujahrsansprache mit deutlichen Worten: „Die Erwärmung unserer Erde ist real. Sie ist bedrohlich. Sie und die aus der Erderwärmung erwachsenden Krisen sind von Menschen verursacht.“ Es müsse „alles Menschenmögliche“ unternommen werden, um den Klimawandel zu begrenzen, so ihr Appell. Wie dringlich dieser ist, machen erste Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) deutlich, laut denen 2019 wohl das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist. Damit lagen neun der zehn heißesten Jahre in der zu Ende gehenden Dekade. „Der Klimawandel ist auf der Überholspur“, so ein Sprecher des DWD. Extreme zeigen sich beispielsweise in der australischen Hauptstadt Canberra: Wegen der schweren Waldbrände, deren Ausmaß Forscher auf den Klimawandel zurückführen, wurde dort das Silvesterfeuerwerk abgesagt.

          Der Jahreswechsel wird zudem von Protesten verschiedenster Art begleitet: In Deutschland streikt die Flugbegleitergewerkschaft Ufo noch bis einschließlich morgen weiter bei der Lufthansa-Tochter Germanwings. Gestritten wird um Teilzeitregelungen. Gestern mussten deshalb rund 60 Flüge gestrichen werden. Streiks im Bahnverkehr werden heute in Frankreich erwartet. Seit fast einem Monat protestieren zahlreiche Arbeitnehmer dort gegen die geplante Rentenreform. Das Millionenpublikum, das anlässlich des Jahreswechsels in Paris erwartet wird, muss sich auf Beeinträchtigungen einstellen, und auch Verbindungen von und nach Deutschland könnten von dem Arbeitskampf betroffen sein. Und in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gehen die Demonstrationen gegen die Regierung und den Einfluss Pekings weiter: Dort hat die Civil Human Rights Front am Mittwoch zu einem Neujahrsmarsch aufgerufen.

          Was die Proteste, Merkels Appell und das Jahr 2020 im Allgemeinen bringen werden, wird sich zeigen. Zumindest was das eigene Vorankommen angeht versuchen viele jedoch, die Dinge mit guten Vorsätzen in die richtige Richtung zu lenken. Sollte das auch auf Sie zu treffen, möchte ich Ihnen ein Interview empfehlen, das meine Kollegin Anna-Lena Niemann mit einer Zukunftsforscherin geführt hat. Sie hat eine Strategie parat, mit der sich Vorsätze leichter umsetzen lassen. Falls nicht, lesen Sie doch trotzdem rein: Vielleicht helfen Ihnen ihre Tipps ja auch bei Vorhaben, die Sie erst im laufenden Jahr anpacken wollen.

          Und sonst: Soll in Karlsruhe das Atomkraftwerk Philippsburg 2 vom Netz genommen werden. Findet in Garmisch-Partenkirchen die Vierschanzentournee statt (wie man diese mal gewinnen könnten, lesen Sie übrigens hier). Läuft bei den Öffentlich-Rechtlichen wie jedes Jahr „Dinner for one“. Hält Papst Franziskus am Mittwoch in der Vatikanstadt die Neujahrsmesse.

          Die Nacht in Kürze

          Der frühere Chef des japanischen Autobauers Nissan, Carlos Ghosn, der in Japan wegen Vorwürfen des finanziellen Fehlverhaltens rund vier Monate in Haft gesessen hatte, hat sich offenbar in den Libanon abgesetzt. Ghosn war von der japanischen Justiz unter strikten Auflagen und gegen Kaution aus der Haft entlassen worden.

          Nach langwierigen Verhandlungen unterschrieben der russische Staatskonzern Gasprom und der ukrainische Energieversorger Naftogaz eine Vereinbarung zum Gastransit nach Europa. Es ist das erste Abkommen zwischen Kiew und Moskau nach mehr als fünf Jahren totaler Konfrontation im Ukraine-Konflikt.

          In Hamburg ist Großstadt-Revier-Schauspieler Jan Fedder tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. In ein paar Wochen wäre er 65 Jahre alt geworden.

          Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Ihnen

          Julia Anton

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