https://www.faz.net/-gpc-9u870

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

F.A.Z.-Sprinter : Im Treibhaus der Klimakonferenzen

Unser Sprinter-Autor: Jasper von Altenbockum Bild: Robert Wenkemann

Auf der Klimakonferenz in Madrid wird es ernst, mit dem Kohleausstieg allerdings noch nicht – und auch das Klimapaket lässt auf sich warten. Was sonst noch wichtig ist, steht im F.A.Z.-Sprinter.

          2 Min.

          Weltklimakonferenzen haben ihren eigenwilligen Rhythmus: Sie dauern meist zwei Wochen, davon verstreicht die erste Woche meist ohne große Öffentlichkeit. Denn dann treffen sich erst einmal die Delegationen aus aller Welt, finden Vorverhandlungen statt, entstehen viele Papiere, findet meist noch ein „alternativer Gipfel“ statt. Wenn dann Minister und Staats- und Regierungschefs anrücken, ist meist die zweite Woche angebrochen und die Agenturen melden: „Die Konferenz geht in ihre heiße Phase“.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          In Madrid ist es an diesem Dienstag so weit. Bundesumweltministerin Svenja Schulze kam schon am Montag in die spanische Hauptstadt, an diesem Dienstag beginnen die Verhandlungen auf Ministerebene. Auch in Berlin wurde die permanente Klimakonferenz fortgesetzt. Wie weit ist eigentlich der Kohleausstieg? Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth, auch schon in Madrid, sagte dazu, die beteiligten Ministerien seien sich zwar weitgehend einig, aber es müsse schon ein Wunder geschehen, wenn das Gesetz am Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden könne. Es dauert wohl noch eine Woche. Auch die Verhandlungen über das Klimapaket, die am Montag im Vermittlungsausschuss begonnen hatten, dürften sich noch etwas hinziehen. Ginge das alles im Klimanotstand schneller und besser? Reinhard Müller bezweifelt das in seinem Kommentar.

          Die Verhandlungen in Madrid drehen sich hauptsächlich darum, wie die Klimaschutzpläne der Staaten so verbessert werden können, dass doch noch die Ziele des Pariser Abkommens von 2015 (Begrenzung der Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad Celsius) eingehalten werden können. Eine unter vielen Maßnahmen könnte sein, dass Staaten, Unternehmen oder auch Städte sich in einem Emissionshandel Treibhausgas-Minderungen anrechnen lassen könnten, die sie in einem anderen Land finanzieren. (Zur wiederkehrenden Botschaft aus dem Treibhaus der Klimakonferenzen gehört aber auch das: Entscheidungen sollen nicht getroffen werden. Das soll auf der Weltklimakonferenz im kommenden Jahr in Glasgow geschehen.)

          Sprinter – der politische Newsletter der F.A.Z.
          Sprinter – der Newsletter der F.A.Z. am Morgen

          Starten Sie den Tag mit diesem Überblick über die wichtigsten Themen. Eingeordnet und kommentiert von unseren Autoren.

          Mehr erfahren

          Und sonst? Haben die französischen Gewerkschaften wieder zu landesweiten Massenprotesten aufgerufen; feiern Bündnis90/Die Grünen ein Doppeljubiläum: 30 Jahre Bündnis 90 und 40 Jahre Grüne mit einer Rede Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiers; wird in Oslo der Friedensnobelpreis an den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed verliehen; verhandelt der Hessischer Verwaltungsgerichtshof über Dieselfahrverbot in Frankfurt am Main.   

          Die Nacht in Kürze

          + Vor der UN-Versammlung in New York hätte am heutigen Dienstag eigentlich die desaströse Menschenrechtslage in Nordkorea diskutiert werden sollen. Doch die Veranstaltung entfiel - ausgerechnet auf Druck der Vereinigten Staaten.

          + Russlands Präsident Putin hat Angela Merkel Hilfe bei der Aufklärung im Tiergarten-Mord versprochen. Gleichzeitig warf er dem Ermordeten vor, bei einem Sprengstoffanschlag in Moskau beteiligt gewesen zu sein.

          + Ein chilenisches Militärflugzeug ist bei einem Flug in die Antarktis verschollen. Drei Stunden nach Abflug brach der Kontakt zu der Maschine ab.

          Abonnieren Sie hier den kostenfreien politischen und wirtschaftlichen Newsletter F.A.Z. Sprinter. Der kompakte Überblick über alles, was am Tag wichtig wird. Immer werktags um 6.30 Uhr.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Holocaust-Gedenken in London am Montag

          Holocaust-Gedenken : Die unerträgliche Rückkehr des Antisemitismus

          Kokett kommt der Antisemitismus in unserer Gesellschaft wieder daher und entlädt sich mit mörderischem Hass. In vielen Ländern steigt die Zahl judenfeindlicher Straftaten – das ist die traurige Wahrheit.
          Viel zu erzählen: Bolton, Pompeo und Trump im Oval Office im Februar 2019

          Ukraine-Affäre und Impeachment : Das fehlende Bindeglied

          Trumps Verteidiger fordern im Impeachment-Prozess Beweise. Da gelangen Teile von Boltons Buchmanuskript an die Öffentlichkeit und bringen Trump in Bedrängnis. Das Weiße Haus reagiert umgehend.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.