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F.A.Z.-Sprinter : Existentielle Bedrohungen

Unser Sprinter-Autor: Sebastian Reuter Bild: Robert Wenkemann

Tausende Frauen werden Opfer von Gewalt, Bloomberg will Trump herausfordern und niemand tut etwas für mehr Bewegung. Was sonst wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.

          2 Min.

          Heute ist internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Wer den als überflüssig oder unnötig abtun will, sollte sich die Statistiken ansehen: Jedes Jahr werden allein in Deutschland Zehntausende Frauen bedroht, genötigt, geschlagen und verletzt. In Frankreich sind in diesem Jahr bereits mehr als 100 Frauen von ihren Partnern oder ehemaligen Partnern getötet worden. In Paris sind deswegen am Wochenende fast 50.000 Menschen auf die Straße gegangen, um auf solche Femizide aufmerksam zu machen. Die Politik hat bislang kaum Ideen, wie sie auf diese Zahlen reagieren soll und ist zudem Teil des Problems: Über ihre Erfahrungen mit verbaler Gewalt, sexualisierten Beleidigungen und die mangelnde Gleichberechtigung von Frauen in Politik, Vereinen und Verbänden spricht Bundesjustizministerin Christine Lambrecht im F.A.Z.-Interview. Dass trotz dieser Hürden, Hindernisse und auch Gefahren immer mehr Frauen erfolgreich sind und sich gegen Widrigkeiten und männliche Widersacher behaupten, zeigt das erstmals aufgestellte F.A.Z.-Ranking der einflussreichsten Ökonominnen.

          Offiziell ist nun auch der Einstieg von Michael Bloomberg ins Rennen um die Kandidatur der Demokraten für die nächste Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten. Der Milliardär und frühere New Yorker Bürgermeister will Donald Trump besiegen und „Amerika wieder aufbauen“. Den derzeitigen Präsidenten hält Bloomberg für „eine existentielle Bedrohung“ – und die momentanen Top-Kandidaten der Demokraten für nicht fähig, gegen Trump zu bestehen. Wie gut seine Chancen im parteiinternen Wahlkampf gegen Joe Biden (77 Jahre alt), Bernie Sanders (78) oder auch Elizabeth Warren (70) tatsächlich sind, werden schon die kommenden Tage zeigen. Eine wirkliche Erneuerung Amerikas wäre aber wohl auch mit Bloomberg als Chef im Weißen Haus unwahrscheinlich. Auch er ist schon 77 Jahre alt – und damit vier Jahre älter als Trump.

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          Dass allerdings auch viele junge Menschen alt aussehen und weder fit noch gesund sind, beweist die Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO vom vergangenen Freitag: Vier von fünf Jugendlichen in Deutschland bewegen sich demnach zu wenig. Der Aufschrei darüber ist wieder einmal groß, der Ruf nach Konsequenzen laut. Was daraus aber folgt? Wahrscheinlich wieder nicht viel. Der Lehrerverband hat schon abgewunken und sieht keine Möglichkeit etwas an Form und und Vielfalt des Sportunterrichts zu ändern. Und anstatt Vereine dabei zu unterstützen, neue Angebote wie beispielsweise die Kombination aus körperlich anstrengenden Trainingseinheiten und den Geist fordernden (Gaming)-Aufgaben zu schaffen, zucken die Sportverbände mit den Schultern und verweisen auf fehlende Gelder. Übrigens: Im Vergleich zu 2001 haben sich die Zahlen zu den unfitten Jugendlichen hierzulande kaum verändert – und damals gab es noch gar keine Smartphones.

          Und sonst? Präsentieren wir Ihnen als Leserinnen und Leser des F.A.Z.-Sprinters ab heute eine Neuerung: Künftig bieten wir Ihnen jeden Morgen am Ende dieses Newsletters einen von der Redaktion ausgewählten F+-Text des Tages an – den Sie als Abonnent des F.A.Z.-Sprinters auch ohne eigenes F+-Abo und ohne Zusatzkosten lesen können. Den Auftakt macht heute der Kollege Uwe Ebbinghaus mit seiner Zwischenbilanz zu den AfD-Meldeportalen für Schüler. Auf den Plattformen sollen die Schüler – so hätte es gern die AfD – Missstände an ihren Schulen oder „politisch inkorrekte“ Lehrer melden. Was sich in dem Jahr, seitdem die Plattformen online gingen, getan hat? Das lesen Sie hier.

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          Präsident Donald Trump hatte geplant, sich in der zweiten Phase des Handelsabkommens zwischen Washington und Peking mit dem Vorwurf des Diebstahls geistigen Eigentums zu befassen. Trotz parteiübergreifender Unterstützung scheint das Vorhaben unwahrscheinlich.

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