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F.A.Z.-Sprinter : Der Yuan bringt Trump zum Kochen

Unsere Sprinter-Autorin: Ilka Kopplin Bild: Robert Wenkemann

Die Eskalationsspirale im Handelskonflikt dreht sich weiter und nimmt die Aktienmärkte in Geiselhaft. Trump lässt eine Gelegenheit nicht ungenutzt – und werdende Eltern verzweifeln auf der Suche nach einer Hebamme. Der F.A.Z.-Sprinter.

          Erstmals seit dem Jahr 2008 kostet 1 Dollar mehr als 7 Yuan – bisher hatte die chinesische Zentralbank diese Marke immer verteidigt. Es ist ein alarmierendes Zeichen dafür, wie vertrackt die Lage im Handelsstreit zwischen Amerika und China ist – und wohl auch noch einige Zeit bleiben wird. Die nächste Gesprächsrunde zwischen den Konfliktparteien ist schließlich erst für Anfang September in Washington anberaumt. Am Montag hat China nun zugelassen, dass die eigene Währung deutlich abgewertet hat, nachdem Amerikas Präsident Trump in der Vorwoche weitere Zölle angekündigt hatte. Trump reagierte prompt und bezeichnetes Chinas Verhalten auf Twitter als „schwerwiegenden Verstoß“ – Zuversicht auf eine baldige Lösung sieht anders aus. Dementsprechend reagieren auch die Anleger an den Märkten. Die Aktienkurse an den Börsen fallen, die Renditen beliebter Staatsanleihen sanken am Montag auf neue Tiefstände, Gold wird immer teurer. Was Anleger in dieser Situation tun können, haben sich Christian Siedenbiedel und Martin Hock angeschaut.

          Ilka Kopplin

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Innenpolitisch sieht sich Präsident Trump nach den blutigen Amokläufen vom Wochenende in El Paso nahe der mexikanischen Grenze und in Dayton im Bundesstaat Ohio abermals mit der Forderung nach schärferen Waffengesetzen konfrontiert. Das wiederum ist schon zu einem „traurigen Ritual“ geworden, kommentiert Klaus-Dieter Frankenberger. Beim Thema Waffen hat „der gesunde Menschenverstand keine Chance“, solange die amerikanische Waffenlobby über so großen Einfluss verfüge. Sollte Trump nun eine Verschärfung der Gesetze erwägen, „wäre das mehr als überfällig“, kommentiert er die jüngsten Ereignisse. Zuvor hatte Trump auf Twitter geschrieben, Republikaner und Demokraten müssten endlich zusammenfinden und ein Waffengesetz verabschieden, das eine starke Durchleuchtung von Kaufinteressen vorsehe –  „vielleicht gekoppelt mit einer dringend benötigten Einwanderungsreform“, schrieb er. Damit ließ er die Gelegenheit nicht ungenutzt, die Migrationspolitik mit ins Spiel zu bringen.

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          Ein ganz anderes Thema beschäftigt hierzulande, sozusagen Nachwuchssorgen der anderen Art. Mittlerweile beginnen werdende Eltern schon in der siebten Schwangerschaftswoche nach einer Hebamme zu suchen – und bekommen insbesondere in den Städten nur Absagen. Gerade die Versorgung nach der Geburt, also für das sogenannte Wochenbett, stellt sich zunehmend als Problem dar, schreibt Britta Beeger. Es gibt zwar neue Konzepte, wie beispielsweise ambulante Betreuung, dennoch sind die Zahlen alarmierend.

          Und sonst?
          Tagt der Sonderausschuss des brandenburgischen Landtags zum Flughafen BER; spricht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) mit dem niedersächsischen Minister Althusmann und Verbänden zum Thema „Ernährungswirtschaft“; verhandelt der Bundesgerichtshof die Anrechnung von Ausgleichszahlungen nach der Fluggastrechteverordnung auf Schadensersatzansprüche nach nationalem Recht.

          Die Nacht in Kürze:

          Nordkorea hat wiederholt zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert. Es war der vierte Waffentest innerhalb von weniger als zwei Wochen.

          Die Vereinigten Staaten haben zum ersten Mal seit 25 Jahren China der Währungsmanipulation beschuldigt. Dies wird den Handelsstreit zwischen den zwei Großmächten weiter verschärfen.

          Unter den 22 Todesopfern des Massakers im texanischen El Paso befindet sich auch ein Deutscher. Am Mittwoch wird Präsident Trump den Tatort besuchen.

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