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F.A.Z.-Sprinter : Am längeren Hebel

Unsere Autorin: Ilka Kopplin Bild: Robert Wenkemann

Während Trump im Konflikt zwischen Amerika und Iran die Zeichen auf Deeskalation stellt, bangen manche Deutsche um ihr Dschungelcamp in Australien. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.

          2 Min.

          Im Nahen Osten bleibt die Lage angespannt. Ist die Gefahr vorerst gebannt oder folgt auf einen Schlag der nächste Gegenschlag? Zuvor hatte Präsident Donald Trump am Mittwochabend als Reaktion auf iranische Raketenangriffe auf amerikanische Militärstandorte im Irak lediglich weitere Wirtschaftssanktionen angekündigt – und keinen militärischen Gegenschlag, wie er es in Aussicht gestellt hatte. „Iran scheint sich zurückzuhalten“, Amerika sei bereit für Frieden, sagte er. Es bleibt allerdings abzuwarten, wann und ob Amerika und Iran an den Verhandlungstisch treten. 

          Ilka Kopplin

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          In Australien wüten derweil die Buschfeuer weiter, Mensch und Tier fallen den Flammen zum Opfer. Auch materiell entstehen Schäden bisher ungekannten Ausmaßes. Australiens Premierminister Scott Morrison hatte deshalb vor Kurzem angekündigt, zwei Milliarden australische Dollar für den Wiederaufbau bereitzustellen. Ob das reicht, sei dahingestellt, wie ein Blick auf den Naturkatastrophenbericht des Rückversicherers Munich Re zeigt, der die globalen Schäden des vergangenen Jahres auswertet: Demnach haben allein die beiden Taifune Faxai und Hagibis, die im vergangenen Herbst binnen sechs Wochen über Japan hergezogen waren, Schäden von rund 9 und 17 Milliarden Dollar angerichtet, schreibt Henning Peitsmeier. Angesichts der prekären Situation im Südosten Australiens verwundert es nicht, dass sich hierzulande so manch einer fragt, ob die 14. Staffel des Dschungelcamps, die in Australien gedreht wird, überhaupt stattfinden sollte. Die startet an diesem Freitag auf RTL. Für den Sender ist das Format trotz sinkender Zuschauerzahlen jedoch lukrativ, wie Gustav Theile analysiert. Im Jahr 2018 beliefen sich allein die Einnahmen mit klassischen Werbespots auf 37 Millionen Euro.

          Nach vielen Monaten hat er wieder eine Bühne gefunden: Der ehemalige Renault-Nissan-Automanager Carlos Ghosn. Nach seiner spektakulären Flucht aus Japan in den Libanon, die in einer Box und mittels Privatjets stattgefunden haben soll, ist er am Mittwoch erstmals vor die Weltpresse getreten, um sich zu erklären. „Alle Vorwürfe sind falsch. Ich hätte nie verhaftet werden dürfen“, sagte er auf einer Pressekonferenz vor mehr als 100 Pressevertretern in Beirut. Die japanische Justiz wirft dem ehemaligen Manager unter anderem vor, Firmenkapital zweckentfremdet zu haben. Über zwei Stunden stellte er eloquent auf Englisch, Französisch oder Arabisch seine Sichtweise dar. „Ich habe mich nicht der Justiz entzogen, sondern dem Unrecht und einem politisierten Strafverfahren“, sagte er. Ein unabhängiges Justizverfahren wäre der richtige Ort, um die Vorwürfe neutral zu prüfen, kommentiert auch Christian Schubert. In welchem Land dies sein könnte, sei allerdings fraglich. Die Affäre Ghosn sei deshalb noch lange nicht zu Ende. 

          Und sonst? Lädt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier engagierte Bürger zum Neujahrsempfang und die Gewerkschaften der französischen Bahn SNCF setzen ihren Streik anlässlich der Rentenreform fort.  

          Die Nacht in Kürze

          Prinz Harry und Meghan ziehen sich von ihren royalen Pflichten zurück. Das Paar will zudem „finanziell unabhängig“ werden. Der Buckingham-Palast sieht noch Redebedarf.

          Hatte Amerika einen guten Grund, den iranischen Top-General Soleimani zu töten? Selbst einige Republikaner sehen in der Angelegenheit mehr offene Fragen als schlüssige Antworten. Ein republikanischer Senator hat die Unterrichtung der Regierung zur Begründung des Luftangriffs auf den iranischen General Qassem Soleimani nun als „absolut verrückt“ und „unamerikanisch“ verurteilt.

          Die Demokraten im amerikanischen Abgeordnetenhaus wollen ein mögliches militärisches Vorgehen von Präsident Donald Trump gegen Iran begrenzen. Eine entsprechende Resolution werde an diesem Donnerstag ins Plenum eingebracht, teilte die Vorsitzende Nancy Pelosi mit.

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