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F.A.Z.-Newsletter : Anruf bei Oma

Unser Autor: Sebastian Reuter Bild: Robert Wenkemann

In Frankfurt sind trotz Coronavirus noch zu viele Menschen unterwegs, in Berlin betrügen einige Bar-Besitzer sich selbst und ihre Gäste – und das ist nichts gegen die Katastrophe in Italien. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

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          Auf der Frankfurter Einkaufsmeile „Zeil“ war am frühen Dienstagabend ordentlich was los. Auch die S-Bahnen, die in den Mainzer Hauptbahnhof einfuhren, waren gut gefüllt. Und in Berlin kleben nach Polizeiangaben offenbar einige Bars ihre Scheiben ab und verabreden mit Stammgästen geheime Klopfzeichen, um den Betrieb verbotenerweise aufrecht zu erhalten: Es sieht danach aus, als käme auch Deutschland nicht um eine strikte Ausgangssperre herum, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Zwar zeugen unzählige Bilder von für das Home Office umfunktionierten Küchentischen und Kommentare zu Streaming-Empfehlungen gegen den drohenden Lagerkoller oder dem Tipp, endlich mal wieder bei der Oma, dem Onkel oder dem alten Schulfreund durchzurufen davon, dass ein Großteil der Deutschen den dringenden Appell von Virologen und Politikern zum „Social Distancing“ bereits nach bestem Wissen und Gewissen befolgt. Doch das reicht nicht.

          Um die Pandemie zu bekämpfen, muss jede Bürgerin und jeder Bürger seiner Verantwortung gerecht werden. Was das bedeutet sollte mittlerweile allen bewusst sein – sei es in der eigenen Nachbarschaft oder als Teil einer aufgeklärten Gesellschaft. Gut möglich also, dass der allgemeinen Reisewarnung und beispiellosen Urlauber-Rückholaktion der Bundesregierung sowie dem am Dienstagabend beschlossenen Einreiseverbot in die Europäische Union für die kommende 30 Tage schon an diesem Mittwoch weitere Einschränkungen folgen werden. Ob und inwieweit ein totaler Shutdown nach spanischem und italienischem Vorbild auch in Deutschland alternativlos ist und mit welchen weiteren Einschränkungen die Menschen hierzulande rechnen müssen, können Sie im F.A.Z Podcast für Deutschland nachhören.

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          Unterdessen hat die Aufarbeitung darüber, wie sich das Virus in Europa überhaupt so stark ausbreiten konnte, längst begonnen: So ging im österreichischen Ferienort Ischgl der Ski- und Après-Ski-Betrieb auch nach den ersten positiven Tests ungebremst weiter. Viele Touristen steckten sich daraufhin nachweislich mit dem Coronavirus an – darunter hunderte Skandinavier.  Stephan Löwenstein beschreibt die Chronik eines Versagens. Und Matthias Rüb schildert aus Italien eindrücklich, wohin dieses Versagen in den Provinzen Brescia und Bergamo geführt hat – nämlich zu Bestattungen im Halbstundentakt. Allzu verständlich ist bei all den schlechten Nachrichten auch, dass sich derzeit unzählige Menschen jeden Tag fragen, ob dieses Halskratzen oder jene Müdigkeit vielleicht doch ein Anzeichen für eine Infizierung sein könnte. Die Antworten meiner Kollegen Jens Giesel und Lucia Schmidt helfen Ihnen gegen die Verunsicherung.

          Und sonst? Meint das zunehmend weltfremd erscheinende Internationale Olympische Komitee auch nach der Absage der Fußball-Europameisterschaft in diesem Sommer, dass die Olympischen Spiele am 24. Juli in Tokio starten sollen. Haben in der Nacht in Arizona, Florida und Illinois die Vorwahlen der amerikanischen Demokraten für die Präsidentschaftskandidatur stattgefunden – dabei hat Joe Biden einen Sieg errungen und rückt einem Sieg über seinen Konkurrenten Bernie Sanders damit immer näher.

          Die Nacht in Kürze

          Der Haupteigentümer des Pharmaherstellers Curevac, Dietmar Hopp, glaubt, dass Impfungen gegen das Coronavirus bereits in wenigen Monaten möglich sein werden. Der Fußball-Mäzen hofft zudem auf ein Ende der Hasstiraden gegen ihn.

          EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass die Politik das Coronavirus anfangs nicht ernst genug genommen hat. „Ich glaube, wir alle, die wir nicht die Experten sind, haben am Anfang das Coronavirus unterschätzt.“ Mehr dazu in unserem Liveblog

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