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F.A.Z.-Newsletter : Zulassung für dritten Impfstoff kommt

Unser Autor: Cai Tore Philippsen Bild: Robert Wenkemann

Astra-Zeneca und EU veröffentlichen ihren Vertrag über die Impfstoffbestellung, die Bundesregierung beschließt neue Einreisebeschränkungen und Kleinanleger kämpfen gegen Hedgefonds. Der Newsletter für Deutschland.

          3 Min.

          Heute ist ein guter Tag, denn heute wird die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) den Covid-19-Impfstoff von Astra-Zeneca zur Zulassung empfehlen, die EU-Kommission wird der Empfehlung folgen. Damit haben wir ziemlich genau ein Jahr nach den ersten Corona-Fällen in Deutschland den dritten Impfstoff im Kampf gegen die Pandemie. Vermutlich wird die EMA den Impfstoff allerdings nur für Menschen unter 65 empfehlen und damit der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) folgen. Grund ist nicht der Zweifel an der Wirksamkeit, sondern eine nicht ausreichende Datenlage. Impfstoff zunächst nur für Ältere zu reservieren, würde keinen Sinn machen, wenn die EMA die Einschätzung der STIKO teilt. Dann könnten beispielsweise Ärzte, Pfleger und jüngere Risikopatienten bevorzugt geimpft werden.

          Astra-Zeneca und EU veröffentlichen Vertrag

          Cai Tore Philippsen

          Verantwortlicher Redakteur für die Redaktion FAZ.NET

          Es ist auch deshalb ein guter Tag, weil die EU und Astra-Zeneca nach Tagen der eitlen, öffentlichen Auseinandersetzung sich am Donnerstag wieder näher gekommen sind. Astra-Zeneca will nun doch versuchen, deutlich mehr als die zuletzt genannten 31 Millionen Dosen für die EU im ersten Quartal zu liefern. Vielleicht werden es sogar die ursprünglich versprochenen 80 Millionen Dosen. Die werden dringend gebraucht, denn das Impftempo in Europa und Deutschland bleibt niedrig. An diesem Freitag soll zudem der Vertrag zwischen dem Hersteller und der EU veröffentlicht werden – mal schauen, was nach den Schwärzungen der „heiklen Teile des Vertrages“ an spannendem Lesestoff übrig bleibt. Wir werden darüber berichten. Auch im Podcast für Deutschland wird die Frage „Impfchaos oder Stotterstart?“ diskutiert. Grünen-Politikerin Kirsten Kappert-Gonther geht mit Gesundheitsminister Jens Spahn hart ins Gericht. Hoffnung auf deutlich höhere Impfstoff-Lieferumfänge macht dagegen der Sprecher des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA).

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          Reiseverbot gegen Mutanten

          Ebenfalls an diesem Freitag wird die Bundesregierung harte Einschränkungen für Einreisen aus Ländern beschließen, in denen hochansteckende Virusvarianten zirkulieren. Das sind Brasilien, Südafrika, Großbritannien sowie die EU-Mitglieder Portugal und Irland. Für deutsche Staatsbürger soll es Ausnahmen geben. Das Reiseverbot ist ein deutscher Alleingang, eine europäische Lösung werde es nicht geben, sagte Innenminister Seehofer (CSU). Die Sperre kommt spät, die Corona-Mutanten sind längst in Deutschland angekommen. Baden-Württemberg stoppte die Pläne, von kommenden Montag an Kitas und Grundschulen wieder zu öffnen, weil sich in Freiburg mindestens 18 Kinder und Erzieher mit der südafrikanischen Mutante angesteckt haben. Auch andere Bundesländer haben bereits Fälle gemeldet.

          Kleinanleger gegen professionelle Investoren

          Ein ganz besonderer Krimi spielt sich gerade an der Börse ab. Professionelle Investoren hatten auf fallende Kurse der amerikanischen Einzelhandelskette Gamestop gewettet. Seit Mitte Januar haben sich nun unzählige Kleinanleger, die sich über Soziale Medien verabredet hatten, zusammengetan und versuchen die Investoren an die Wand zu spielen. Sie kaufen massenweise Gamestop- und andere Aktien und treiben so den Aktienkurs nach oben – seit Januar hat sich der Kurs um das 17-fache erhöht. Nun stehen große Hedgefonds wegen ihrer Wette auf fallende Kurse vor der Pleite, einer musste bereits mit Milliarden gestützt werden. Und Neobroker wie Trade Republic in Deutschland oder Robin Hood in Amerika haben den Handel mit Gamestop und einigen anderen ebenfalls betroffenen Aktien eingeschränkt oder gestopptsie sind von dem Duell Klein gegen Groß völlig überfordert. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC schaut bisher noch zu. Facebook hat allerdings nun gehandelt und die Diskussionsgruppe von Robinhood geschlossen. Und auch die Politik schaltet sich ein.

          Und sonst? Eskaliert der Streit der Internetgiganten Facebook und Apple über Nutzerregeln auf iPhones, ist Solo-Segler Boris Herrmann nach der Kollision mit einem Fischkutter endlich in Frankreich angekommen, zeigen wir Ihnen hier die exotischen Seiten von Deutschland.

          Die Nacht in Kürze

          Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat Konsequenzen aus der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gefordert, den Impfstoff von Astra-Zeneca nur Erwachsenen unter 65 Jahren zu spritzen. „Wir müssen zum einen umgehend alternative Impfstoffe für über 65-Jährige beschaffen und zum anderen die Impfreihenfolge für den in Kürze eintreffenden Astra-Zeneca-Impfstoff neu koordinieren“, sagte Esken den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Freitag.

          Der ehemalige amerikanische Präsident Donald Trump will sich auch in Zukunft intensiv in der Republikanischen Partei engagieren. Trump habe ein „sehr gutes und herzliches“ Treffen mit dem republikanischen Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy, gehabt, teilte sein Team am Donnerstag mit. Bei dem Treffen in Florida hätten beide über das Ziel gesprochen, bei der Kongresswahl 2022 die Mehrheit in der Kammer für die Republikaner zurückzuerobern.

          Bei einem Chemieunfall in einer Lebensmittelfabrik im amerikanischen Bundesstaat Georgia sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zehn weitere Menschen wurden bei dem Unglück verletzt, wie die Polizei der Stadt Gainesville am Donnerstag mitteilte.

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